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Brand, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Brand(e)s · Nominativ Plural: Brände
Aussprache
Wortbildung mit ›Brand‹ als Erstglied: ↗Brandalarm · ↗Brandbekämpfung · ↗Brandbeule · ↗Brandbinde · ↗Brandblase · ↗Brandbombe · ↗Brandbrief · ↗Brandente · ↗Brandfackel · ↗Brandflasche · ↗Brandfleck · ↗Brandfuchs · ↗Brandgasse · ↗Brandgefahr · ↗Brandgeruch · ↗Brandgeschoss · ↗Brandgiebel · ↗Brandgrab · ↗Brandgrube · ↗Brandherd · ↗Brandkanister · ↗Brandlast · ↗Brandleder · ↗Brandleger · ↗Brandlegung · ↗Brandleiter · ↗Brandloch · ↗Brandmal · ↗Brandmauer · ↗Brandmeister · ↗Brandnarbe · ↗Brandopfer · ↗Brandrede · ↗Brandrodung · ↗Brandsalbe · ↗Brandsatz · ↗Brandschaden · ↗Brandschutz · ↗Brandsohle · ↗Brandstifter · ↗Brandstiftung · ↗Brandstätte · ↗Brandursache · ↗Brandverhütung · ↗Brandwache · ↗Brandwand · ↗Brandwunde · ↗brandmarken · ↗brandschatzen
 ·  mit ›Brand‹ als Letztglied: ↗Buschbrand · ↗Dachbodenbrand · ↗Darmbrand · ↗Edelbrand · ↗Faulbrand · ↗Feuerbrand · ↗Fieberbrand · ↗Gletscherbrand · ↗Großbrand · ↗Grubenbrand · ↗Hausbrand · ↗Höllenbrand · ↗Knochenbrand · ↗Kornbrand · ↗Liebesbrand · ↗Lungenbrand · ↗Milzbrand · ↗Riesenbrand · ↗Rindenbrand · ↗Sonnenbrand · ↗Steppenbrand · ↗Theaterbrand · ↗Waldbrand · ↗Weinbrand · ↗Weltbrand · ↗Weltenbrand · ↗Wurzelbrand · ↗Zimmerbrand
 ·  mit ›Brand‹ als Binnenglied: ↗Dauerbrandofen · ↗Hausbrandkohle · ↗Holzbrandtechnik
 ·  mit ›Brand‹ als Grundform: ↗brand-
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
das Brennen, Aufgehen in Flammen
Beispiele:
etw. gerät in Brand
ein Haus in Brand stecken, schießen
seine Pfeife in Brand setzen, erhalten
einen Brand (an)legen, verursachen, eindämmen, ersticken, löschen, austreten, verhüten
die Explosion löste einen Brand aus
ein Brand brach aus
der Brand griff um sich, wütete, forderte viele Opfer
der Brand hat die ganze Innenstadt in Schutt und Asche gelegt
dieser Stadtteil ist einem Brand zum Opfer gefallen, wurde von einem Brand heimgesucht
die Ursache des Brandes blieb ungeklärt
ein nächtlicher, weithin sichtbarer Brand
bildlich
Beispiel:
Und die Sonne versendet glühenden Brand [SchillerBürgschaft]
gehoben, übertragen
Beispiele:
sie schürte, nährte den Brand in seinem Herzen
den kalten Brand des Ehrgeizes spüren [UhseBertram196]
2.
meist im Plural
das Brennende
Beispiele:
Brände auf etw. schleudern, werfen
daß die Sorben jetzt die Brände tragen [FreytagAhnen8,371]
3.
nur im Singular
umgangssprachlich quälender Durst
Beispiele:
ich habe so einen Brand
seinen Brand kühlen
4.
meist im Singular
Krankheit, die einer Verbrennung äußerlich ähnlich sieht
a)
das Absterben von Organen, Geweben des lebenden Körpers
Beispiel:
trockener, feuchter, schwarzer Brand
b)
durch Verletzung, Parasiten hervorgerufene Veränderung an einer Pflanze
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Brand · Brandbrief · brandmarken · brandschatzen · Brandschatzung · Brandsohle · brandneu
Brand m. ‘Feuer, Vorgang des Brennens’, ahd. (9. Jh.), mhd. brant ‘Brennen, Brandstiftung, brennendes Holzscheit’ ist wie mnd. mnl. brant, asächs. nl. aengl. engl. brand, afries. brand, brond, anord. brandr, schwed. brand (germ. *branda-) mit ie. Dentalsuffix -to- zu einem starken Verb gebildet, das in ahd. brinnan, mhd. brinnen ‘brennen, erglühen, leuchten’ bezeugt ist, im Nhd. aber fehlt, da das ehemalige Kausativum ↗brennen (s. d.) schon vom Ahd. an den intransitiven Gebrauch mit übernimmt. Seit dem 16. Jh. wird nhd. Brand (wie mnd. brant) auch auf krankhafte Veränderungen am menschlichen, tierischen und pflanzlichen Organismus übertragen. Brandbrief m. ‘dringlicher Bittbrief’, spätmhd. brantbrief (14./15. Jh., brief hier in der älteren Bedeutung ‘Urkunde’, s. ↗Brief) ‘Verordnung gegen Brandstifter’; im Nhd. zunächst (wie mnd. brantbrēf, 16. Jh.) ‘Brandstiftung androhender erpresserischer Brief’ (17. bis 19. Jh.), daneben vom 17. Jh. an (besonders südd. und md.) ‘zum Sammeln berechtigende Bescheinigung für Brandgeschädigte’, woran die heutige, im 18. Jh. in Studentenkreisen aufkommende Verwendung anknüpft. brandmarken Vb. ‘öffentlich anprangern’ (18. Jh.), ursprünglich ‘mit einem Brandzeichen versehen’, so vereinzelt schon spätmhd. (Ende 14. Jh.) und mnd. brantmerken, -marken, verbreitet seit dem 17. Jh.; gebildet zum Substantiv Brandmark n. und m. ‘einem Verbrecher eingebranntes Zeichen’ (nhd. belegt vom 17. bis 19. Jh., zuvor mnd. brantmerk, -mark). brandschatzen Vb. ‘durch Androhen von Raub und Brand Abgaben erpressen’, spätmhd. brantschatzen (14. Jh., zu spätmhd. brantschatz, mnd. brantschat ‘vor feindlichem Sengen und Brennen bewahrende Ablösungssumme’), vom 18. Jh. an auch allgemeiner ‘ausplündern, ausnutzen’; dazu Brandschatzung f. spätmhd. brantschatzunge. Brandsohle f. ‘Innensohle des Schuhs’ (17. Jh.), für die geringwertiges Leder, namentlich das durch ein Brandzeichen geschädigte Brandleder (17. Jh.) verwendet wird. brandneu Adj. ‘ganz neu’, das Adjektiv ↗neu (s. d.) verstärkende Zusammensetzung, die gleichbed. engl. brand-new, bran-new nachbildet (30er Jahre 20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Firmensignet · ↗Markenname · ↗Schutzmarke · ↗Signet · ↗Warenzeichen  ●  Brand  engl. · ↗Marke  Hauptform
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Brand · ↗Braunfäule · ↗Mehltau
Oberbegriffe
Medizin
Synonymgruppe
Brand · ↗Wundbrand
Synonymgruppe
Brand · ↗Feuer
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Asylbewerberheim Ausbruch Einfamilienhaus Explosion Kontrolle Löschen Mehrfamilienhaus Synagoge Tote Ursache Verletzte Wohnhaus ausbrechen auslösen bekämpfen beschädigen eindämmen entstehen gelegt geraten löschen raten setzen stecken verheerend verletzen vernichten verursachen wüten zerstören

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Brand‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Von ihm soll man sich bei einem Brand aus dem Fenster abseilen.
Die Zeit, 25.10.2010, Nr. 43
Leider fielen diese kostbaren Gemälde einem erneuten Brand zum Opfer.
o. A.: Lexikon der Kunst - H. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 17630
Nämlich wer merkt in einem Kino den Brand als erster?
konkret, 1990
Uns interessiert der Mord und wer ihn begangen, der Brand und wer ihn angelegt hat.
Schaper, Edzard: Der Henker, Zürich: Artemis 1978 [1940], S. 93
Das war nach dem Brande, soweit sind wir noch nicht.
Friedländer, Hugo: Der Brand der Neustettiner Synagoge vor den Schwurgerichten zu Köslin und Konitz. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1913], S. 22050
Zitationshilfe
„Brand“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Brand>, abgerufen am 15.12.2018.

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