Brandung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Brandung · Nominativ Plural: Brandungen · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungBran-dung (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Brandung‹ als Erstglied: ↗Brandungsboot · ↗Brandungswelle  ·  mit ›Brandung‹ als Letztglied: ↗Meeresbrandung · ↗Wellenbrandung
eWDG, 1967

Bedeutung

brandende Wellen
Beispiele:
die Brandung schäumt, braust, tost, donnert, schwillt
die Brandung hat die Küste allmählich zerklüftet
durch die starke Brandung musste das kleine Boot umkippen
er stand wie ein Fels in der Brandung
Jetzt schnell, eh' die Brandung wiederkehrt [SchillerTaucher]
bildlich
Beispiele:
in der Brandung des Verkehrs
Eine donnernde Brandung von Begeisterung war die Antwort [Kellerm.Totentanz314]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Brandung · branden
Brandung f. ‘Wogenprall’ steht seit dem 18. Jh. im Hd. für älteres nd. Branding, eine Entlehnung von gleichbed. nl. branding, zu nl. branden ‘brennen, aufschäumen’. Mnl. nl. branden ist unter Einfluß von mnl. brant ‘Brand, Feuer’ (s. ↗Brand) und dem Prät. brand(d)e (zu mnl. bernen, barnen, bornen, s. ↗brennen) entstanden. Die Bedeutung zeigt den Vergleich des tosenden Meeres mit einer lodernden, brodelnden Masse. branden Vb. ‘wogen, sich brechen (vom Wasser)’ (Ende 18. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Donner Donnern Düne Fels Felsen Gischt Klippe Möwe Ozean Rauschen Riff Sandstrand Schaum Schaumkrone Strand Surfer Tosen anrollend donnern donnernd paddeln pflügen rauschen rauschend schäumend tosen tosend umspülen überspülen übertönen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Brandung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dann sind die großen Werte der sprichwörtliche Fels in der Brandung.
Die Welt, 10.09.2004
Wenn man die Augen schließt, ist es beinahe wie Brandung.
Der Tagesspiegel, 15.12.2000
Nun war, weil der Wind sich plötzlich drehte, auf einmal laut das Rauschen der Brandung zu vernehmen.
Simmel, Johannes Mario: Der Stoff, aus dem die Träume sind, Güterlsoh: Bertelsmann u. a. [1973] [1971], S. 939
Er kam sich vor wie ein Fels in der Brandung.
Simmel, Johannes Mario: Es muß nicht immer Kaviar sein, Zürich: Schweizer Verl.-Haus 1984 [1960], S. 368
Leider konnten wir an diesem stürmischen Tage keine Krebs-Wettläufe machen, denn die Brandung am Strand war gewaltig.
Krüss, James: Mein Urgroßvater und ich, Hamburg: Oetinger 1959, S. 98
Zitationshilfe
„Brandung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Brandung>, abgerufen am 15.10.2019.

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