Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Braus, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum)
Aussprache 
Mehrwortausdrücke  in Saus und Braus leben
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich in Saus und Braussorglos und im Überfluss, verschwenderisch
Beispiel:
sie lebten in Saus und Braus, führten ein Leben in Saus und Braus
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

brausen1 · Braus · aufbrausen · Brause · brausen2
brausen1 Vb. ‘aufwallen, schäumen, rauschen’, mhd. mnd. brūsen, mnl. brusen, nl. bruisen. Die Herkunft von westgerm. *brūsan ist nicht sicher geklärt. Wahrscheinlich ist es zurückzuführen auf ein um -s- erweitertes ie. *bhrē̌u-, *bhrū̌- ‘aufwallen’, wie es auch in brauen, Brot (s. d.) vorliegt. Braus m. ‘Getöse, Lärm, heftige Bewegung’, mhd. brūs; heute fast nur noch in der Verbindung in Saus und Braus (17. Jh.), s. sausen. aufbrausen Vb. ‘zornig hochfahren’ (18. Jh.). Brause f. ‘Wasserverteiler, Dusche’ (17. Jh.), ‘schäumende Limonade’, verkürzt aus Brauselimonade (20. Jh.); davon abgeleitet brausen2 Vb. ‘mit Wasser besprühen, duschen’ (19. Jh.).

Verwendungsbeispiele für ›Braus‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der in der Edition Braus erschienene Katalog kostet 61 Mark. [Süddeutsche Zeitung, 29.05.1998]
Hier hält der neue Adel Hof, hier lebt er feudal in Saus und Braus. [Die Zeit, 27.09.2006, Nr. 40]
Aber das Volk genoss ein Leben in Saus und Braus. [Die Zeit, 08.06.2005, Nr. 23]
Vermutlich haben Sie zu Hause nicht in Saus und Braus gelebt. [Süddeutsche Zeitung, 27.07.2002]
Zugleich habe er ein "Leben in Saus und Braus" geführt. [Süddeutsche Zeitung, 12.08.1997]
Zitationshilfe
„Braus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Braus>.

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