Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Brause, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Brause · Nominativ Plural: Brausen · wird meist im Singular verwendet
Aussprache  [ˈbʀaʊ̯zə]
Worttrennung Brau-se
Wortbildung  mit ›Brause‹ als Letztglied: Fassbrause · Fruchtbrause · Naturbrause
eWDG und ZDL

Bedeutung

umgangssprachlich Synonym zu BrauselimonadeWDG
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: braune, klebrige, koffeinhaltige, rote, süße Brause
als Akkusativobjekt: Brause trinken
Beispiele:
Brausen und Limonaden mit Frucht‑ oder Kräutergeschmack, die guten, preiswerten Durstlöscher für den täglichen Bedarf. [Neues Deutschland, 16.11.1961]
Damit sich die Soldaten weniger unvorteilhafte Cola und Brause einschenken, wurden große grüne Daumen‑hoch‑Schilder an die Zapfstellen für kalorienfreies Wasser geklebt. [Welt am Sonntag, 26.05.2019, Nr. 21]
allgemeiner, scherzhaft Wenn es zwei Produkte gibt, die ins Klischee vom Lebensstil der Reichen gehören, dann sind es wohl Champagner und Rolls‑Royce. Das Bild vom Paar in Designerkleidung, das vor einer der Karossen an der teuren Brause nippt, scheint in vielen Köpfen herumzuspuken: […]. [Die Welt, 25.05.2019]
Wir haben in der ersten Reihe gesessen im Spiel gegen Wolfsburg. Ganz nah an den Spielern dran. Und mit Stadion‑Currywurst, Brötchen und Brause. [Bild, 01.04.2019]
Eine Brause aus Bio‑Zutaten, nicht zusammengerührt und gesüßt wie andere Limonaden, sondern zunächst wie Bier gebraut, dann mit speziellen Bakterien aus dem Kombucha‑Pilz versetzt und schließlich fermentiert. [Süddeutsche Zeitung, 24.11.2018]

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Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

brausen1 · Braus · aufbrausen · Brause · brausen2
brausen1 Vb. ‘aufwallen, schäumen, rauschen’, mhd. mnd. brūsen, mnl. brusen, nl. bruisen. Die Herkunft von westgerm. *brūsan ist nicht sicher geklärt. Wahrscheinlich ist es zurückzuführen auf ein um -s- erweitertes ie. *bhrē̌u-, *bhrū̌- ‘aufwallen’, wie es auch in brauen, Brot (s. d.) vorliegt. Braus m. ‘Getöse, Lärm, heftige Bewegung’, mhd. brūs; heute fast nur noch in der Verbindung in Saus und Braus (17. Jh.), s. sausen. aufbrausen Vb. ‘zornig hochfahren’ (18. Jh.). Brause f. ‘Wasserverteiler, Dusche’ (17. Jh.), ‘schäumende Limonade’, verkürzt aus Brauselimonade (20. Jh.); davon abgeleitet brausen2 Vb. ‘mit Wasser besprühen, duschen’ (19. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Brause‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Brause‹.

Zitationshilfe
„Brause“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Brause#1>.

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Brause, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Brause · Nominativ Plural: Brausen
Aussprache  [ˈbʀaʊ̯zə]
Worttrennung Brau-se
Grundformbrausen
Wortbildung  mit ›Brause‹ als Letztglied: Blumenbrause · Drehbrause · Duschbrause · Handbrause · Kunststoffbrause · Standbrause · Strahlenbrause
eWDG

Bedeutungen

1.
Vorrichtung zum Brausen
a)
Dusche im Bad
Beispiele:
die Brause aufdrehen, benutzen
unter der Brause stehen
sich unter der Brause duschen, mit der Brause abspülen
ein Zimmer mit Brause
b)
trichterförmiger, durchlöcherter Aufsatz bei der Gießkanne
Beispiele:
die Brause aufstecken
eine Gießkanne ohne Brause
2.
das Brausen, Duschen
Beispiel:
eine tägliche, kalte, warme Brause
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

brausen1 · Braus · aufbrausen · Brause · brausen2
brausen1 Vb. ‘aufwallen, schäumen, rauschen’, mhd. mnd. brūsen, mnl. brusen, nl. bruisen. Die Herkunft von westgerm. *brūsan ist nicht sicher geklärt. Wahrscheinlich ist es zurückzuführen auf ein um -s- erweitertes ie. *bhrē̌u-, *bhrū̌- ‘aufwallen’, wie es auch in brauen, Brot (s. d.) vorliegt. Braus m. ‘Getöse, Lärm, heftige Bewegung’, mhd. brūs; heute fast nur noch in der Verbindung in Saus und Braus (17. Jh.), s. sausen. aufbrausen Vb. ‘zornig hochfahren’ (18. Jh.). Brause f. ‘Wasserverteiler, Dusche’ (17. Jh.), ‘schäumende Limonade’, verkürzt aus Brauselimonade (20. Jh.); davon abgeleitet brausen2 Vb. ‘mit Wasser besprühen, duschen’ (19. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Brause‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Brause‹.

Verwendungsbeispiele für ›Brause‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ab Montag gibt es die Brause mit dem Namen "Der 12. [Die Zeit, 18.07.2013 (online)]
Von amerikanischen Brausen läßt sich zusammenfassend sagen: Sie funktionieren mal zu kurz, mal zu lang, mal zu heiß, mal zu kalt, meistens aber gar nicht. [Die Zeit, 25.11.1988, Nr. 48]
Die Hähne krähten wie besessen, und plötzlich war die Nacht von einem sonderbaren Brausen erfüllt. [Die Zeit, 31.10.1957, Nr. 44]
Dann spült er alles mit einer heißen Brause wieder ab. [Die Welt, 29.10.1999]
Gerade jetzt im Winter kann man unter der Brause so richtig entspannen. [Bild, 07.11.2001]
Zitationshilfe
„Brause“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Brause#2>.

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