Breme, die

Grammatik Substantiv (Femininum)
Worttrennung Bre-me
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

süddeutsch Stechfliege, Bremse
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bremse1 · Breme
Bremse1 f. Name aller blutsaugenden, zumal das Vieh quälenden Stechfliegen (Viehbremse), aber auch aller nichtstechenden Fliegen, deren Larven im lebenden Gewebe des Viehs parasitieren, ahd. (9. Jh.), asächs. brimissa, mnd. brȫm(e)se, bremse, mnl. bremse, breemse, nl. brems, aengl. brimsa, dän. bremse, germ. *bremisijō-. Ahd. brimissa setzt sich nicht fort, dagegen dringt die nd. Form Bremse im 16. Jh. in die hd. Schriftsprache ein und verdrängt das dort bis dahin übliche Breme f. das md. und obd. Mundarten bis heute bewahren; vgl. ahd. bremo (8. Jh.), brema, bremma (Hs. 12. Jh., vgl. bremakunni ‘Bremsengattung’, 8. Jh.), mhd. breme, brem, asächs. bremo, bremmia, germ. *brema-, *bremō-. Sämtliche Namensformen sind Bildungen zu einem Verb ahd. breman, mhd. bremen ‘brummen, brüllen’, das im Nhd. zugunsten des ablautenden ↗brummen (s. d., wo Weiteres zu Herkunft und Verwandtschaft) aufgegeben wird. Die Breme, Bremse heißt (nach ihrem Fluggeräusch) die ‘Brummende’.

Typische Verbindungen zu ›Breme‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Breme‹.

Zitationshilfe
„Breme“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Breme>, abgerufen am 06.07.2020.

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