Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Bremse, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Bremse · Nominativ Plural: Bremsen
Aussprache  [ˈbʀɛmzə]
Worttrennung Brem-se
Wortbildung  mit ›Bremse‹ als Erstglied: Bremsanlage · Bremsassistent · Bremsbacke · Bremsband · Bremsbefehl · Bremsbelag · Bremsberg · Bremsbewegung · Bremsdüse · Bremseinrichtung · Bremselektronik · Bremsenprüfung · Bremsfallschirm · Bremsfläche · Bremsflüssigkeit · Bremsfuß · Bremshebel · Bremshilfe · Bremskette · Bremsklappe · Bremsklotz · Bremsleuchte · Bremslicht · Bremsmanöver · Bremspedal · Bremsprobe · Bremsprogramm · Bremsprüfung · Bremspunkt · Bremsrakete · Bremsscheibe · Bremsschub · Bremsschuh · Bremsspur · Bremsstrahlung · Bremsstrecke · Bremssystem · Bremstrommel · Bremsversuch · Bremsvorrichtung · Bremsweg · Bremswiderstand · Bremswirkung · Bremszeit · Bremszylinder · Bremsöl
 ·  mit ›Bremse‹ als Letztglied: Auflaufbremse · Ausgabenbremse · Backenbremse · Bandbremse · Dampfbremse · Druckluftbremse · Exportbremse · Felgenbremse · Feststellbremse · Flüssigkeitsbremse · Flüsterbremse · Freilaufbremse · Fußbremse · Genickschussbremse · Getriebebremse · Gleisbremse · Handbremse · Hinterradbremse · Innenbremse · Karpenterbremse · Klotzbremse · Knorr-Bremse · Kurzschlussbremse · Lamellenbremse · Luftbremse · Luftdruckbremse · Magnetbremse · Mietpreisbremse · Motorbremse · Notbremse · Parkbremse · Preisbremse · Reformbremse · Reibungsbremse · Rotzbremse · Rücktrittbremse · Saugluftbremse · Scheibenbremse · Schibremse · Schienenbremse · Schnellbremse · Schuldenbremse · Skibremse · Spaßbremse · Tempobremse · Totmannbremse · Trommelbremse · Vakuumbremse · Vierradbremse · Vorderradbremse · Wachstumsbremse · Wagenbremse · Zweikreisbremse · Öldruckbremse
 ·  mit ›Bremse‹ als Grundform: bremsen
Mehrwortausdrücke  auf die Bremse treten
eWDG

Bedeutung

Vorrichtung zum Verlangsamen oder Anhalten der Bewegung von einer Welle, Achse, einem Rad
Beispiele:
eine elektrische, elektromagnetische, hydraulische, automatische Bremse
die Bremse betätigen, (an)ziehen, einschalten, lösen
die Bremsen kreischen, quietschen
auf die Bremse treten
die Bremsen haben versagt
ein Tritt auf die Bremse brachte das Auto zum Stehen
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bremse2 · bremsen
Bremse2 f. ‘Hemmvorrichtung’, spätmhd. bremse, auch premse ‘Klammer, die man wilden Pferden über die Nase legt, Maulkorb’, später übertragen auf die Vorrichtung zur Hemmung eines Räderwerks, eines Fahrzeugs, geht zurück auf mnd. premese ‘Maulholz, Zügel’, das als Gerätebezeichnung mit dem Suffix germ. -isjō als Ableitung zu mnd. pramen, mnl. prāmen, nl. pramen ‘pressen, drücken’ gilt. Die weitere Herkunft ist unklar. Davon abgeleitet bremsen Vb. ‘die Geschwindigkeit verlangsamen’. Frühbeleg Mitte des 14. Jhs. premezen ‘bändigen’, mnd. premsen ‘das Maulholz anlegen, bremsen’, jedoch kontinuierlich erst seit dem 16. Jh. bezeugt.

Typische Verbindungen zu ›Bremse‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bremse‹.

angezogen anziehen aussetzend betätigen blockiert defekt dosierbar einbauen eingebaut elektrohydraulisch fehlerhaft funktionieren geldpolitisch hydraulisch kreischen kreischend lockern monetär quietschen quietschend standfest treten versagen versagend verwechseln wirken zupackend überhitzt

Verwendungsbeispiele für ›Bremse‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Bremse reagiert schon auf den leisesten Druck mit dem Fuß. [o. A.: Betriebsanleitung, Wolfsburg: Volkswagenwerk AG 1961, S. 13]
Bevor er aber weiterfährt, muß er die Bremse auskühlen lassen. [Dillenburger, Helmut: Das praktische Autobuch, Gütersloh: Bertelsmann 1965 [1957], S. 255]
Da die Solidarität der Arbeiterschaft bei dem schließlich von ihm herbeigeführten offenen Bruch versagte, war dies »Bremsen« vergeblich gewesen. [Weber, Max: Zur Psychophysik der industriellen Arbeit. In: Weber, Marianne (Hg.), Gesammelte Aufsätze zur Soziologie und Sozialpolitik, Tübingen: Mohr 1924 [1908], S. 150]
Dort kann er dann allerdings noch beim Bremsen die potenziell zerstörerische Flucht nach vorn antreten. [C’t, 2001, Nr. 17]
Da konnte man als verantwortlicher Finanzminister nicht voll auf die Bremse treten. [Die Zeit, 02.09.1999, Nr. 36]
Zitationshilfe
„Bremse“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bremse#1>.

Weitere Informationen …

Bremse, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Bremse · Nominativ Plural: Bremsen
Aussprache  [ˈbʀɛmzə]
Worttrennung Brem-se
Wortbildung  mit ›Bremse‹ als Erstglied: Bremsenplage · Bremsenschwarm · Bremsenstich · Bremsfliege
 ·  mit ›Bremse‹ als Letztglied: Goldaugenbremse · Pferdebremse · Regenbremse · Rinderbremse · Schafbremse · Schafsbremse · Viehbremse
eWDG

Bedeutung

artenreiche, große Fliege mit langen, breiten Flügeln und buntschillernden, großen Augen, die tierische und pflanzliche Säfte saugt und besonders an heißen Tagen sehr lästig wird
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bremse1 · Breme
Bremse1 f. Name aller blutsaugenden, zumal das Vieh quälenden Stechfliegen (Viehbremse), aber auch aller nichtstechenden Fliegen, deren Larven im lebenden Gewebe des Viehs parasitieren, ahd. (9. Jh.), asächs. brimissa, mnd. brȫm(e)se, bremse, mnl. bremse, breemse, nl. brems, aengl. brimsa, dän. bremse, germ. *bremisijō-. Ahd. brimissa setzt sich nicht fort, dagegen dringt die nd. Form Bremse im 16. Jh. in die hd. Schriftsprache ein und verdrängt das dort bis dahin übliche Breme f. das md. und obd. Mundarten bis heute bewahren; vgl. ahd. bremo (8. Jh.), brema, bremma (Hs. 12. Jh., vgl. bremakunni ‘Bremsengattung’, 8. Jh.), mhd. breme, brem, asächs. bremo, bremmia, germ. *brema-, *bremō-. Sämtliche Namensformen sind Bildungen zu einem Verb ahd. breman, mhd. bremen ‘brummen, brüllen’, das im Nhd. zugunsten des ablautenden brummen (s. d., wo Weiteres zu Herkunft und Verwandtschaft) aufgegeben wird. Die Breme, Bremse heißt (nach ihrem Fluggeräusch) die ‘Brummende’.

Typische Verbindungen zu ›Bremse‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bremse‹.

angezogen anziehen aussetzend betätigen blockiert defekt dosierbar einbauen eingebaut elektrohydraulisch fehlerhaft funktionieren geldpolitisch hydraulisch kreischen kreischend lockern monetär quietschen quietschend standfest treten versagen versagend verwechseln wirken zupackend überhitzt

Verwendungsbeispiele für ›Bremse‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Bremse reagiert schon auf den leisesten Druck mit dem Fuß. [o. A.: Betriebsanleitung, Wolfsburg: Volkswagenwerk AG 1961, S. 13]
Bevor er aber weiterfährt, muß er die Bremse auskühlen lassen. [Dillenburger, Helmut: Das praktische Autobuch, Gütersloh: Bertelsmann 1965 [1957], S. 255]
Da die Solidarität der Arbeiterschaft bei dem schließlich von ihm herbeigeführten offenen Bruch versagte, war dies »Bremsen« vergeblich gewesen. [Weber, Max: Zur Psychophysik der industriellen Arbeit. In: Weber, Marianne (Hg.), Gesammelte Aufsätze zur Soziologie und Sozialpolitik, Tübingen: Mohr 1924 [1908], S. 150]
Dort kann er dann allerdings noch beim Bremsen die potenziell zerstörerische Flucht nach vorn antreten. [C’t, 2001, Nr. 17]
Da konnte man als verantwortlicher Finanzminister nicht voll auf die Bremse treten. [Die Zeit, 02.09.1999, Nr. 36]
Zitationshilfe
„Bremse“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bremse#2>.

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