Brett, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Brett(e)s · Nominativ Plural: Bretter
Aussprache
Wortbildung mit ›Brett‹ als Erstglied: ↗Brettchen · ↗Brettel · ↗Bretterbank · ↗Bretterbaracke · ↗Bretterbau · ↗Bretterboden · ↗Bretterbude · ↗Bretterbühne · ↗Bretterdach · ↗Bretterfußboden · ↗Brettergerüst · ↗Bretterhäuschen · ↗Bretterhütte · ↗Bretterkiste · ↗Bretterlager · ↗Bretterplanke · ↗Brettersarg · ↗Bretterscheune · ↗Bretterschuppen · ↗Bretterstapel · ↗Brettersteg · ↗Bretterstoß · ↗Brettertisch · ↗Brettertür · ↗Bretterverkleidung · ↗Bretterverschalung · ↗Bretterverschlag · ↗Bretterwand · ↗Bretterzaun · ↗Brettl · ↗Brettspiel · ↗Brettstein
 ·  mit ›Brett‹ als Letztglied: ↗Ablaufbrett · ↗Armaturenbrett · ↗Backbrett · ↗Bettbrett · ↗Blumenbrett · ↗Bodenbrett · ↗Bohlenbrett · ↗Bordbrett · ↗Buchbrett · ↗Bücherbrett · ↗Bügelbrett · ↗Damebrett · ↗Dielenbrett · ↗Dreimeterbrett · ↗Eckbrett · ↗Eichenbrett · ↗Fensterbrett · ↗Fichtenbrett · ↗Flugbrett · ↗Fußbodenbrett · ↗Geschirrbrett · ↗Griffbrett · ↗Hackbrett2 · ↗Hackbrett1 · ↗Hackebrett · ↗Hobelbrett · ↗Holzbrett · ↗Kaffeebrett · ↗Kistenbrett · ↗Kuchenbrett · ↗Laufbrett · ↗Löffelbrett · ↗Nagelbrett · ↗Nudelbrett · ↗Plättbrett · ↗Querbrett · ↗Quirlbrett · ↗Rechenbrett · ↗Sargbrett · ↗Schachbrett · ↗Schalbrett · ↗Schaltbrett · ↗Schiffsbrett · ↗Schleuderbrett · ↗Schlüsselbrett · ↗Schneidebrett · ↗Schutzbrett · ↗Servierbrett · ↗Sitzbrett · ↗Spielbrett · ↗Sprungbrett · ↗Surfbrett · ↗Tannenbrett · ↗Tassenbrett · ↗Teebrett · ↗Topfbrett · ↗Tragbrett · ↗Trittbrett · ↗Tropfbrett · ↗Wandbrett · ↗Waschbrett · ↗Wiegebrett · ↗Würfelbrett · ↗Zahlbrett · ↗Zeichenbrett · ↗Ärmelbrett
 ·  mit ›Brett‹ als Binnenglied: ↗Dünnbrettbohrer  ·  mit ›Brett‹ als Grundform: ↗brettern
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
langes, flaches Stück Holz, das von einem Baumstamm der Länge nach abgeschnitten worden ist
Beispiele:
Bretter schneiden, sägen, zusammenfügen, verleimen
etw. mit Brettern vernageln, verschalen
ein Brett zuschneiden, glatthobeln, zersägen
ein Stück von einem Brett abschneiden
ein Loch durch ein Brettchen bohren
das Brett hat sich verzogen, trägt nicht
ein starkes, eichenes, breites, schmales, langes, kurzes, dünnes, schwaches, morsches, einfaches, schwankendes Brett
lockere, nackte Bretter
das Schwarze Brett (= schwarzgestrichene Tafel für Anschläge, Bekanntmachungen)
eine Baracke, Bude, Laube, Hütte, ein Gerüst, Sarg aus Brettern
er fiel um wie ein Brett
eingefasste und in Felder eingeteilte Platte (aus Holz) für gewisse Spiele zu zweit
Beispiele:
Schachfiguren, Steine auf das Brett setzen
er spielte am ersten Brett bei dem Turnier
veraltet Tablett
Beispiel:
Sie trug ein großes, schneeweiß gedecktes Brett herein, auf welchem der Kaffee ... dampfte [HeyseII 2,258]
2.
nur im Plural
Bühne
Beispiele:
die Bretter, die die Welt bedeuten
das Stück ging zehnmal über die Bretter (= wurde zehnmal aufgeführt)
sich [Dativ] die Bretter erobern
trotz des kleinen Unfalls stand der Künstler abends wieder auf den Brettern
3.
nur im Plural
Schneeschuhe
Beispiele:
die Bretter abschnallen, wachsen
sich [Dativ] die Bretter wieder anschnallen
die Bretter abstellen
auf den schmalen Brettern stehen
4.
bildlich
Beispiele:
umgangssprachlich die Welt ist hier mit Brettern vernagelt (= hier geht es nicht weiter) (= hier ist nichts los)
umgangssprachlich er hat bei ihr einen Stein im Brett (= ist gut angeschrieben bei ihr)
salopp das Brett bohren, wo es am dünnsten ist (= sich eine Arbeit bequem, leicht machen)
salopp er hat ein Brett vor dem Kopf (= er begreift nichts)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Brett · Bretter · Brettl
Brett n. ‘länglich zugeschnittenes Holzstück’. Das nur westgerm. bezeugte Substantiv ahd. (8. Jh.), mhd. mnd. bret, asächs. aengl. bred (germ. *breda-) läßt sich mit den unter ↗Bord (s. d.) dargestellten, ablautenden und auch im Nordgerm. vertretenen Formen auf ie. *bherdh-, *bhredh-, eine Dentalerweiterung der Wurzel ie. *bher- ‘mit einem scharfen oder spitzen Werkzeug bearbeiten, schneiden’ (s. ↗bohren) zurückführen. Nhd. Brett begegnet in mannigfachen Wendungen: das Brett bohren, wo es am dünnsten ist (16. Jh.), die Welt ist mit Brettern verschlagen (17. Jh.) oder vernagelt (Anfang 19. Jh.), ein Brett vorm Kopf haben (18. Jh.), das schwarze Brett ‘Anschlagtafel’ (15. Jh.). Zu Brett ‘Spielbrett’ gehört einen (guten) Stein im Brett haben ‘in Gunst stehen’ (15. Jh.). Bretter Plur. ‘Schneeschuhe’, ausgehend von obd. Brettel n. ‘Ski’ (1. Hälfte 19. Jh.). Brettl n. ‘Kleinkunstbühne’ (Ende 19. Jh.), wohl nach Bretter (die die Welt bedeuten) ‘Bühne’ (Schiller, 1802).

Thesaurus

Computer
Synonymgruppe
Area · Brett · ↗Echo · ↗Gruppe · ↗Newsgroup · Newsgruppe  ●  ↗Forum  Hauptform
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Augenmaß Aushang Balken Bohle Bohren Brett Nagel Segel Stein Zettel anschnallen aushängen balancieren bohren dick dünn fegen morsch nageln roh schmal schnallen schwankend schwarz tailliert unterschnallen vernageln weltbedeutend zimmern zunageln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Brett‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wer höhere Fächer braucht, stapelt jeweils zwei Dosen zwischen den Brettern.
Die Welt, 03.01.2003
Doch jetzt rennt sie erst einmal los zum Schwarzen Brett.
Der Tagesspiegel, 23.07.2002
Jeder, der sagt, sie war egoistisch, hat für mich ein Brett vorm Kopf.
Der Spiegel, 29.03.1993
Die Wände bestehen aus schweren Brettern, das Dach ragt mit einem geschwungenen First hoch auf.
o. A.: Lexikon der Kunst - B. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1987], S. 28893
Dann brachte man sie auf einem Brett ins schwankende Boot.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1929. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1929], S. 123
Zitationshilfe
„Brett“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Brett>, abgerufen am 21.02.2019.

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