Briefmarder, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
WorttrennungBrief-mar-der
WortzerlegungBriefMarder
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Marder · Briefmarder · Automarder
Marder m. Der Name des Raubtieres ahd. mardar (9. Jh.), mhd. marder, merder, mader (germ. *marþra-) und ahd. mard (Hs. 12. Jh.), mhd. mart, mnd. mārt, aengl. mearþ, anord. mǫrðr, schwed. mård (germ. *marþu-) ist etymologisch nicht geklärt. Es gibt verschiedene und nur zweifelhafte Herleitungsversuche: (1) Anschluß an die unter ↗Mord (s. d.) behandelte Wortfamilie und Deutung als ‘blutrünstiges, mordlustiges Tier’; (2) Verknüpfung mit der unter ↗Morgen (s. d.) angegebenen Wurzel ie. *mer- ‘flimmern, funkeln’ und Deutung als ‘schnelles Tier’; (3) Verwandtschaft mit aind. mṛṇā́ti ‘raubt, packt’ und Deutung als ‘zupackendes, scharfzähniges Tier’; (4) Verwandtschaft von germ. *marþ- mit lit. martì ‘Braut, junge Frau, Schwiegertochter’, lat. marītus ‘verheiratet, Gatte’, aind. máryaḥ ‘junger Mann, Liebhaber, Freier’ bei Anschluß an ie. *meri̯o- ‘junger Mann’ und Deutung als Tabuwort. Briefmarder m. ‘Postangestellter, der Briefe unterschlägt’ (vor 1885). Automarder m. ‘wer Autos ausraubt’ (20. Jh.).
Zitationshilfe
„Briefmarder“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Briefmarder>, abgerufen am 18.09.2019.

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