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Brot, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Brot(e)s · Nominativ Plural: Brote
Aussprache
Wortbildung mit ›Brot‹ als Erstglied: ↗Brotaufstrich · ↗Brotbackautomat · ↗Brotbackmaschine · ↗Brotbedarf · ↗Brotbelag · ↗Brotberuf · ↗Brotbeutel · ↗Brotbohrer · ↗Brotbäckerei · ↗Brotbüchse · ↗Brotdose · ↗Broteinheit · ↗Broterwerb · ↗Brotfabrik · ↗Brotfladen · ↗Brotgeber · ↗Brotgelehrte · ↗Brotgetreide · ↗Brotherr · ↗Brothobel · ↗Brotkanten · ↗Brotkapsel · ↗Brotkarte · ↗Brotknetmaschine · ↗Brotkorb · ↗Brotkrume · ↗Brotkruste · ↗Brotkrümchen · ↗Brotkrümel · ↗Brotkäfer · ↗Brotkäntchen · ↗Brotkörbchen · ↗Brotlaib · ↗Brotlieferant · ↗Brotmarke · ↗Brotmaschine · ↗Brotmehl · ↗Brotmesser · ↗Brotneid · ↗Brotpreis · ↗Brotpudding · ↗Brotranft · ↗Brotration · ↗Brotrationierung · ↗Brotrest · ↗Brotrinde · ↗Brotröster · ↗Brotscheibe · ↗Brotschneidemaschine · ↗Brotschnitte · ↗Brotschrift · ↗Brotstudium · ↗Brotsuppe · ↗Brottarif · ↗Brotteig · ↗Brotteller · ↗Brotverdiener · ↗Brotverkauf · ↗Brotversorgung · ↗Brotvorrat · ↗Brotwagen · ↗Brotweizen · ↗Brotzeit · ↗Brotzuteilung · ↗brotlos
 ·  mit ›Brot‹ als Letztglied: ↗Abendbrot · ↗Appetitsbrot · ↗Bauernbrot · ↗Bettelbrot · ↗Bienenbrot · ↗Butterbrot · ↗Bäckerbrot · ↗Diabetikerbrot · ↗Dreipfundbrot · ↗Eierbrot · ↗Fastenbrot · ↗Feinbrot · ↗Fettbrot · ↗Fischbrot · ↗Fladenbrot · ↗Fleischbrot · ↗Früchtebrot · ↗Frühstücksbrot · ↗Gesindebrot · ↗Gnadenbrot · ↗Graubrot · ↗Grobbrot · ↗Hasenbrot · ↗Hausbrot · ↗Hefebrot · ↗Herrenbrot · ↗Johannisbrot · ↗Kastenbrot · ↗Knäckebrot · ↗Kommissbrot · ↗Kornbrot · ↗Käsebrot · ↗Kümmelbrot · ↗Landbrot · ↗Leinsamenbrot · ↗Magenbrot · ↗Mischbrot · ↗Mittagbrot · ↗Quarkbrot · ↗Restaurationsbrot · ↗Roggenbrot · ↗Rosinenbrot · ↗Russischbrot · ↗Röstbrot · ↗Sardellenbrot · ↗Schinkenbrot · ↗Schmalzbrot · ↗Schnittbrot · ↗Schrotbrot · ↗Schulbrot · ↗Schwarzbrot · ↗Spezialbrot · ↗Tafelbrot · ↗Toastbrot · ↗Vesperbrot · ↗Vierpfundbrot · ↗Vollkornbrot · ↗Weizenbrot · ↗Weißbrot · ↗Wurstbrot · ↗Zubrot · ↗Zuckerbrot
 ·  mit ›Brot‹ als Binnenglied: ↗Affenbrotbaum
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
sättigendes, bekömmliches und billiges Gebäck größeren Umfanges, das aus Roggenmehl und Sauerteig oder Hefe hergestellt und in Scheiben aufgeschnitten wird und das das wichtigste Nahrungsmittel vieler Völker bildet, Brotlaib
Beispiele:
Brot backen
ein Brot beim Bäcker holen
ich muss noch Brot kaufen
ein Brot anschneiden
er brockt sich [Dativ] das Brot in die Suppe
gehobendas Brot brechen
ich möchte ein altes, altbackenes, frisches, dunkles, knuspriges, helles, hartes, weiches, weißes, grobes Brot
ein gut durchgebackenes Brot
bitte ein Brot von gestern!
landschaftlichein abgebackenes Brot (= Brot mit abstehender Rinde)
etw. nötig haben wie das tägliche Brot
umgangssprachlichetw. nötig haben wie das liebe Brot
bei trocknem Brot sitzen
zu Wasser und Brot (= zu Gefängnis) verurteilt werden
ein Laib Brot
zwei Scheiben, ein Stück Brot
saloppvon dem nimmt kein Hund ein Stück Brot mehr (= er ist allgemein verachtet)
salopper kann mehr als Brot essen (= er leistet Überdurchschnittliches)
sprichwörtlichSalz und Brot macht Wangen rot
biblischunser täglich Brot gib uns heute
biblischder Mensch lebt nicht vom Brot allein
2.
landschaftlich, umgangssprachlich zurechtgemachte Schnitte, Scheibe von einem Brotlaib
Beispiele:
die Brote für das Frühstück machen
ich habe meine Brote liegen lassen, vergessen
darf ich dir ein Brot von mir anbieten?
auf diesem Brot ist Käse
dick belegte Brote
bildlich
Beispiele:
ihm ist die Butter vom Brot gefallen (= er ist nach der Enttäuschung entmutigt)
er sieht aus, als hätte man ihm die Butter vom Brot genommen (= er sieht enttäuscht, betreten aus)
3.
umgangssprachlich, übertragen Lebensunterhalt
Grammatik: oft mit Poss.pron.
Beispiele:
sein Brot haben
sein Brot suchen, finden, verlieren
er hat sich [Dativ] ehrlich sein Brot erworben, sauer sein Brot verdient
dem anderen sein, das Brot nicht gönnen
jmdm. sein, das Brot wegnehmen
jmdn. aus Amt und Brot, um sein Brot, um Lohn und Brot bringen (= jmdn. brotlos machen)
er stand, war bereits in Lohn und Brot (= im Berufsleben)
der Jugendliche isst schon sein eigenes Brot (= verdient sich seinen Unterhalt selbst)
ein hartes, schweres, kärgliches, festes, ruhiges, sicheres Brot (= ein harter, schwerer, kärglicher, fester, ruhiger, sicherer Beruf)
Arbeit und Brot schaffen
jmdn. in Arbeit und Brot bringen (= jmdm. eine Arbeit verschaffen)
wieder in Arbeit und Brot kommen (= eingestellt werden)
der Kampf ums Brot (= Konkurrenzkampf)
die Kunst geht nach Brot (= der Künstler muss Geld verdienen)
sprichwörtlichwes Brot ich ess(e), des Lied ich sing(e) (= bei wem ich mein Geld verdiene, den lobe ich)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Brot · brotlos · Brötchen
Brot n. mit Sauerteig gebackenes Nahrungsmittel, ahd. brōt (8. Jh.), mhd. mnd. brōt, asächs. brōd, mnl. broot, nl. brood, afries. brād, aengl. brēad, engl. bread, anord. brauð, schwed. bröd (germ. *brauda- ‘gesäuertes Brot’). Herkunft nicht mit Sicherheit bestimmbar. Wahrscheinlich ist Verwandtschaft mit ↗brauen, ↗brodeln (s. d.) und damit Zugehörigkeit zu ie. *bhrē̌u-, *bhrū̌-, einer Erweiterung der Wurzel ie. *bher(ə)- ‘aufwallen, in heftiger Bewegung sein’ (bezogen auf Wasser, Feuer, auf Koch- und Gärungsprozesse); s. auch ↗brennen, ↗braten, ↗brühen, ↗Brei. Außergerm. Verwandte wären dann lat. dēfrū̌tum ‘eingekochter Most’, griech. brȳ́tos (βρῦτος) ‘gegorenes Gerstengetränk’ sowie lat. fermentum ‘Gärungsstoff, Sauerteig’ (s. ↗Ferment). Damit würde Brot ursprünglich den Gärstoff (Sauerteig), eigentlich ‘das Gegorene’, bezeichnen und älteres ↗Laib ‘(ungesäuertes?) Brot’ (s. d.) ablösen. Angesichts aengl. bread ‘Brot’ und ‘Stück Brot, Bissen’ kann auch Zugehörigkeit zu ie. *bhrē̌us- ‘zerbrechen, zerschlagen, zerkrümeln’ (s. ↗Brosame) vermutet werden. Bereits im Ahd. bedeutet Brot als Hauptnahrungsmittel allgemein ‘Nahrung, Speise’ (ausgehend vom biblischen Gebrauch von lat. pānis), vgl. unser tägliches Brot, ahd. unsar brōt tagalihhaʒ (9. Jh., Vaterunser). brotlos Adj. ahd. brōtelōs ‘ohne Nahrung, hungrig’ (11. Jh.), mnd. brōtlōs; im 16. Jh. in der Wendung brotlose Kunst wohl neu gebildet im Sinne von ‘nichts einbringend’. Deminutivum Brötchen n. (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Brot · ↗Brotlaib  ●  ↗Wecken  regional
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Brötchen Butter Fleisch Gemüse Kaffee Kartoffel Kuchen Käse Lohn Marmelade Mehl Milch Nudel Obst Salz Tee Tulpe Wein Wurst backen belegt essen fett frisch gebacken schmieren trocken täglich ungesäuert verdienen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Brot‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber wir leben von mehr Broten, als wir selbst gebacken haben.
Die Zeit, 09.05.2011, Nr. 19
Es galt jedoch als ehrlos, auf diese Weise anderen das Brot wegzunehmen.
Kurz, Robert: Schwarzbuch Kapitalismus, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 100
Meine Mutter packt mir Brote ein, viel zu viel geschmierte Brote.
Strittmatter, Erwin: Der Laden, Berlin: Aufbau-Verl. 1983, S. 900
Mit dem langen französischen Brot unterm Arm kam mein Vater nach Hause.
Johnson, Uwe: Jahrestage, Bd. 1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1970, S. 46
Sie geben mir von Ihrem Brot, Sie stärken mein Herz.
Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 05.03.1925
Zitationshilfe
„Brot“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Brot>, abgerufen am 14.12.2019.

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