Bruchzahl, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungBruch-zahl (computergeneriert)
WortzerlegungBruch1Zahl
eWDG, 1967

Bedeutung

Bruch
Beispiel:
mit Bruchzahlen rechnen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bruch1 · Steinbruch · Bruchstück · brüchig · Bruchzahl · unverbrüchlich
Bruch1 m. ‘das Brechen, das Gebrochene’, auch ‘Stelle, wo etw. gebrochen ist’. Das westgerm. Verbalabstraktum ahd. bruh ‘Bruch, Riß, abgebrochenes Stück, Ausbruch’ (8./9. Jh.), mhd. bruch ‘Bruch, Riß, abgebrochenes Stück, Mangel, Vergehen’, asächs. bruki ‘Riß’, mnd. brȫke ‘Bruch, Spalt, Abfall, Mangel, Vergehen, Geldbuße’, mnl. broke ‘Bruch, Mangel, Vergehen, Geldbuße’, aengl. bryce ‘Bruch, abgebrochenes Stück’ ist eine ablautende Bildung zu dem unter ↗brechen (s. d.) dargestellten germ. Verb. Es zeigt im Dt., den Verwendungen dieses Verbs folgend, eine reiche Bedeutungsauffächerung und steht seit dem Spätmhd. und besonders im Nhd. häufig als zweites Glied verdeutlichender, teilweise auf vorausgehenden zusammengesetzten Adjektiven mit -brüchig basierender Komposita (z. B. Damm-, Schiff-, Wolkenbruch; Ehe-, Treu-, Vertrags-, Wortbruch). Fachlicher Sondergebrauch findet sich namentlich in der Medizin (für lat. frāctūra ‘Knochenbruch’, bereits ahd. vereinzelt vom Brechen der Gliedmaßen; auch für lat. hernia ‘Eingeweidebruch’, 15. Jh.) und in der Mathematik (Ende 15. Jh., neben gleichzeitigem gebrochene Zahl für lat. numerus frāctus). Steinbruch m. ‘Abbaustelle von Gestein’ (15. Jh.). Bruchstück n. ‘abgebrochenes Stück, Teilstück’ (1. Hälfte 17. Jh.) für lat. fragmentum (s. ↗Fragment). brüchig Adj. ‘zerbrechlich, morsch’, mhd. brüchic ‘brüchig, wortbrüchig, gebrochen’ (daneben mhd. bruchelich ‘gebrechlich, zum Schaden gereichend’). Bruchzahl f. ein Teilungsverhältnis ausdrückende Zahl, Lehnübersetzung (17. Jh.) von lat. numerus frāctus ‘gebrochene Zahl’; Kurzform Bruch. unverbrüchlich Adj. ‘fest, unerschütterlich’, mhd. unverbrochenlich, unverbruchlich Adj., unverbrochenlīche(n), unverbrüchelīchen Adv. ‘fest, unzerstörbar’, zunächst besonders im Rechtswesen die Geltung eingegangener Verbindlichkeiten bekräftigend, zum Verb mhd. verbrechen ‘zerbrechen, zerstören’ (s. ↗brechen).

Thesaurus

Mathematik
Synonymgruppe
Bruchzahl · rationale Zahl
Oberbegriffe

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es sollen aber weder ein Datum, noch Bruchzahlen dargestellt werden.
C't, 1995, Nr. 3
Eigentlich sollte es die Bruchzahlen schon seit Anfang 1999 nicht mehr geben.
Die Welt, 03.02.2000
Um etwa Bruchzahlen zu erklären, lässt er Kinder alkoholfreie Cocktails aus Fruchtsäften mischen.
Die Zeit, 12.06.2012, Nr. 02
Heraus kommt eine Bruchzahl, bei der vor dem Komma der größte Teil der Sitze für jede Partei abzulesen ist.
Süddeutsche Zeitung, 04.09.1998
Bislang waren die Kurse in Bruchzahlen von 1/16 Dollar angezeigt worden.
Süddeutsche Zeitung, 13.03.2001
Zitationshilfe
„Bruchzahl“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bruchzahl>, abgerufen am 19.01.2019.

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