Brunnen, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Brunnens · Nominativ Plural: Brunnen
Worttrennung Brun-nen
Wortbildung  mit ›Brunnen‹ als Erstglied: ↗Brunnenbassin · ↗Brunnenbau · ↗Brunnenbauer · ↗Brunnendach · ↗Brunnendeckel · ↗Brunneneimer · ↗Brunneneinfassung · ↗Brunnenfigur · ↗Brunnengeist · ↗Brunnenhaus · ↗Brunnenkresse · ↗Brunnenkur · ↗Brunnenmädchen · ↗Brunnenrand · ↗Brunnenrohr · ↗Brunnenröhre · ↗Brunnenschacht · ↗Brunnentiefe · ↗Brunnentrog · ↗Brunnenvergifter · ↗Brunnenvergiftung · ↗Brunnenwasser · ↗Brunnquell · ↗Brünnlein · ↗brunnenfrisch
 ·  mit ›Brunnen‹ als Letztglied: ↗Bohrbrunnen · ↗Burgbrunnen · ↗Dorfbrunnen · ↗Gasbrunnen · ↗Gesundbrunnen · ↗Hausbrunnen · ↗Hebebrunnen · ↗Heilbrunnen · ↗Hofbrunnen · ↗Jungbrunnen · ↗Lebensbrunnen · ↗Marktbrunnen · ↗Marmorbrunnen · ↗Mineralbrunnen · ↗Pumpbrunnen · ↗Quellbrunnen · ↗Radbrunnen · ↗Röhrenbrunnen · ↗Salzbrunnen · ↗Sammelbrunnen · ↗Sauerbrunnen · ↗Saugbrunnen · ↗Schachtbrunnen · ↗Schalenbrunnen · ↗Schwefelbrunnen · ↗Schöpfbrunnen · ↗Solbrunnen · ↗Springbrunnen · ↗Strudelbrunnen · ↗Trinkbrunnen · ↗Weihbrunnen · ↗Weihebrunnen · ↗Zauberbrunnen · ↗Ziehbrunnen · ↗Ölbrunnen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Anlage zur Förderung von Grundwasser für die Wasserversorgung
Beispiele:
hinter dem Haus hatte er einen Brunnen gegraben, angelegt, gebaut, gebohrt
den Brunnen zudecken
ein tiefer, kühler, offener, verdeckter, rauschender, plätschernder, sprudelnder, verschütteter, geweihter, vergifteter Brunnen
ein artesischer Brunnen
in dem Dorf gab es mehrere Brunnen
dieser Brunnen speist den ganzen Ort
mit Präposition
Grammatik: in Verbindung mit »am«
Beispiele:
sich am Brunnen waschen
Am Brunnen vor dem Tore [SchubertWinterreise]
Grammatik: in Verbindung mit »aus«
Beispiel:
das Wasser aus diesem Brunnen ist ungenießbar
Grammatik: in Verbindung mit »in«
Beispiele:
in den Brunnen hinabschauen
etwas in den Brunnen fallen lassen
in den Brunnen steigen
Grammatik: in Verbindung mit »vom«
Beispiel:
sich [Dativ] Wasser vom Brunnen holen
Grammatik: in Verbindung mit »zum«
Beispiel:
sich zum Brunnen niederbücken
übertragen
Beispiele:
ein unerschöpflicher, unversiegbarer, lebendiger Brunnen des Wissens, Glaubens, der Freude, Weisheit, Liebe, Güte, Jugend
der Brunnen menschlicher Erfahrung
2.
sprudelndes Wasser einer natürlichen mineralischen Quelle
Beispiele:
warmer, eiskalter, angewärmter, salzhaltiger Brunnen
der Brunnen enthält Eisen
sie wollte zweimal täglich Brunnen trinken
der Brunnen dieses Badeortes ist berühmt, wird in Flaschen versandt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Brunnen · Born
Brunnen m. ‘Förderanlage für Grundwasser, mineralisches Quellwasser’. Ahd. brunno ‘Quellwasser, Quelle’ (9. Jh.), mhd. brunne, asächs. brunno, nl. bron, got. brunna (germ. *brunna-), mit anderer Stammbildung anord. brunnr sind mit griech. phréār (φρέαρ, aus *φρῆϝαρ) ‘Brunnen’, lit. br(i)áutis ‘mit Gewalt vordringen’, russ. (älter) brujá (бруя) ‘Strömung’ von der Erweiterung ie. *bhrē̌u-, *bhrū̌- der unter ↗brennen (s. d.) behandelten Wurzel ie. *bher(ə)- ‘in heftiger Bewegung sein’ herzuleiten. Die Doppelkonsonanz im Germ. beruht darauf, daß die germ. bzw. vorgerm. Formen nacheinander verschiedenen Deklinationstypen von n-Stämmen folgen. Wie es neben brennen Formen mit r-Metathese gibt (s. ↗Bernstein), steht im Westgerm. neben Brunnen, Bronnen und seinen Entsprechungen nhd. Born m. mhd. burn(e), born, mnd. mnl. born(e), afries. burna, aengl. burna, burne.

Thesaurus

Synonymgruppe
Born · Brunnen · ↗Quelle
Unterbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Brunnen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Alexanderplatz Brunnen Ernst-Reuter-Platz Fontäne Genossenschaft Geschwister-Scholl-Platz Innenhof Karstadt-Sporthaus Lustgarten Marktplatz Plätschern Rotkreuzplatz Strausberger Völkerfreundschaft Wasserspiel artesisch ausgetrocknet bohren gefallen graben plätschern plätschernd schöpfen siebent springend sprudeln sprudelnd tief vergiften versiegen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Brunnen‹.

Verwendungsbeispiele für ›Brunnen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nicht selten sehe ich einen Vereinzelten ebenso nachdenklich verschwiegen vor einem Brunnen stehen wie ich.
Die Zeit, 04.03.2009, Nr. 11
Seit neuestem plätschert auch noch ein Brunnen vor sich hin.
Süddeutsche Zeitung, 10.08.2004
Und da war kein ausgetrockneter Brunnen, und da waren keine widerspenstigen Dornen.
Hilsenrath, Edgar: Das Märchen vom letzten Gedanken, München: Piper 1989, S. 363
In dem Museum hinter dem Brunnen wurde ich schnell heimisch.
Witkowski, Georg: Von Menschen und Büchern, Erinnerungen 1863-1933. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 5164
Mit Vater am Brunnen waschen konnte er sich dann auch nicht mehr.
Welk, Ehm: Die Heiden von Kummerow, Rostock: Hirnstorff 1978 [1937], S. 225
Zitationshilfe
„Brunnen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Brunnen>, abgerufen am 05.06.2020.

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