Buchführer, der
GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungBuch-füh-rer (computergeneriert)
WortzerlegungBuchFührer
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
im 15. und 16. Jahrhundert   Buchhändler, der zu Messen und Märkten reist und dabei Bücher, die er verkaufen will, mit sich führt
2.
selten Buchhalter

Thesaurus

Synonymgruppe
Oberbegriffe
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Buchbinder Buchdrucker Drucker fremde

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Buchführer‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er war selbständiger Buchführer; und er vertrieb in Kommission die Artikel fremder Verleger.
Goldfriedrich, Johann: Geschichte des Deutschen Buchhandels vom Westfälischen Frieden bis zum Beginn der klassischen Litteraturperiode. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Geschichte des deutschen Buchwesens, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1908], S. 22548
Die Verbreitung geschieht durch die Drucker und ihre Buchführer und durch Kolporteure.
Matthias, W.: Buchhandel. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 8312
Später schickten sie reisenden Vertreter, die „Buchführer“, auf die Märkte.
Die Zeit, 15.10.1982, Nr. 42
Erst ab 1549 werden im Ämterbüchlein die Namen der Buchführer als eigene Berufsgruppe, getrennt von den Buchdruckern, aufgeführt.
Wohnhaas, Theodor: Ott. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1962], S. 38839
Die letzte Nachricht über Werlich stammt aus dem Jahre 1532; doch ist anzunehmen, daß er später noch als Buchführer in Erfurt gelebt hat.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1929, S. 901
Zitationshilfe
„Buchführer“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Buchführer>, abgerufen am 21.09.2017.

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