Bundesbank, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Bundesbank · Nominativ Plural: Bundesbanken · wird selten im Plural verwendet
Aussprache  [ˈbʊndəsˌbaŋk]
Worttrennung Bun-des-bank
Wortzerlegung Bund1Bank2
Wortbildung  mit ›Bundesbank‹ als Erstglied: ↗Bundesbankgesetz · ↗Bundesbankgewinn
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

unabhängige Zentralbank, die die Geld- und Währungspolitik eines Staates beaufsichtigt und reguliert
in Deutschland   vom Bund betriebene Zentralbank, deren Aufgabe unter anderem darin besteht, die Wirtschaft mit Bargeld zu versorgen, staatliche Aufsicht über den Finanzmarkt und andere Kreditinstitute auszuüben und die Währungsreserven der Bundesrepublik Deutschland zu verwalten
siehe auch Nationalbank
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: die deutsche, amerikanische Bundesbank
hat Präpositionalgruppe/-objekt: [Geld, Goldreserven] bei der Bundesbank hinterlegen; eine Zinssenkung durch die Bundesbank
in Koordination: Bundesregierung, Zentralbank, Finanzministerium, Finanzaufsicht und Bundesbank; Geschäftsbanken, Wirtschaftsinstitue, Kreditinstitue und Bundesbank
mit Prädikativ: die Bundesbank ist zuständig, verantwortlich [für die Kontrolle der Banken]
als Aktiv-/Passivsubjekt: die Bundesbank kauft, verkauft, erhält [Goldreserven]
als Genitivattribut: der Präsident, das Direktorium, der Vorstand der Bundesbank; die Angaben, Einschätzung, Ansicht, Berechnungen der Bundesbank; die Gewinne, Goldreserven, Zahlen, Zinssätze der Bundesbank
Beispiele:
Die Schuldenquote – also das Verhältnis der Schulden zur gesamten nominalen Wirtschaftsleistung – unterschritt nach Angaben der Bundesbank vom Dienstag erstmals seit 2002 wieder die Marke von 60 Prozent. [Die Welt, 01.04.2020]
Die Bundesbank hat seit Einführung des Euro und der Übergabe der geldpolitischen Verantwortung an die EZB (= Europäische Zentralbank) Aufgaben verloren und an Einfluss eingebüßt. [Süddeutsche Zeitung, 18.10.2006]
Die EZB soll, wie die Bundesbank, die Inflationsrate durch Kontrolle der Geldmenge steuern und nicht, wie es der heutigen Theorie entspricht und viele Länder es in der Praxis betreiben, durch Steuerung des kurzfristigen Zinses. [Die Zeit, 19.11.1998]
Am Devisenmarkt sei man […] mehrheitlich davon überzeugt, daß die Bundesbank ihre Zinsen zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht senken wolle. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.01.1993]
Die ständige Kreditausweitung der amerikanischen Bundesbank trägt nicht nur zu der permanenten Geldentwertung bei, sie ist der eigentliche Grund für den Dollarverfall. [Die Zeit, 13.07.1979]
Die Bundesbank‑Filiale Saarlouis ist auch beim Umtausch von ungültig gewordenen Fremdwährungen behilflich: »Wir nehmen diese Währungen im Auftrag entgegen, tauschen sie bei den Bundesbanken (= Filialen der Bundesbank) der betreffenden Länder um, und das Geld wird dann in Euro dem Konto bei der jeweiligen Hausbank gut geschrieben«, erläutert Kopp. [Saarbrücker Zeitung, 14.12.2002] ungewöhnl. Pl.

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Bundesbank‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bundesbank‹.

Zitationshilfe
„Bundesbank“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bundesbank>, abgerufen am 21.01.2021.

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