Buntspecht, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungBunt-specht
eWDG, 1967

Bedeutung

Specht mit leuchtend buntem, überwiegend rotem Gefieder
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Specht · Grünspecht · Buntspecht · Schwarzspecht
Specht m. Der Name des bunten Vogels, der mit spitzem Schnabel Insekten und Würmer aus Holz und Baumrinde geräuschvoll klopfend heraushackt, ahd. speht, auch ohne Dental speh (9. Jh.), mhd. asächs. speht, mnd. mnl. nl. specht, anord. (poetisch) spœtr, spettr (aus *spihtaʀ), schwed. -spett (in hackspett, eigentlich ‘hackender Specht’), germ. *spihta- ist wohl verwandt mit den ohne anlautendes s- auftretenden Namensformen lat. pīca ‘Elster’, pīcus ‘Specht’, vielleicht auch (wenngleich unsicher) mit aind. pikáḥ ‘der indische Kuckuck’. Danach läßt sich ie. *(s)pī̌ko- ‘Specht, großer Vogel’ erschließen, wobei vielleicht an die unter ↗spitz und ↗Spieß (s. d.) genannte Wurzel ie. *(s)p(h)ē̌i-, *(s)p(h)ī̌- ‘spitz, spitzes Holzstück’ angeknüpft und von ‘Vogel mit spitzem Schnabel’ ausgegangen werden kann. Die germ. Erweiterung mit -t ist sekundär. Doch auch lautmalender Ursprung des Namens ist denkbar. Nach den jeweils vorherrschenden Gefiederfarben werden unterschieden Grünspecht, ahd. gruon(i)speht (9. Jh.), mhd. gruon-, grüenespeht, Buntspecht (16. Jh.) und Schwarzspecht (18. Jh.).

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Am häufigsten ist auch heute noch der große Buntspecht in Wäldern, in Parks und auch in Gärten anzutreffen.
Die Zeit, 14.03.1986, Nr. 11
Ob ich ihn vielleicht, fragen Sie spitz, mit dem Buntspecht verwechseln würde?
Süddeutsche Zeitung, 23.01.2003
Ein Sperling kam bis an sein Fenster, dann ein Buntspecht und sogar eine Amsel.
Brumme, Gertrud-Marie: Muttersprache im Kindergarten, Berlin: Volk u. Wissen 1981 [1966], S. 222
Der große Buntspecht mit seinem schwarzen und weißen und roten Gefieder ist ein vorzüglicher Stammkletterer.
Wiehle, Hermann u. Harm, Marie: Lebenskunde für Mittelschulen - Klasse 3, Halle u. a.: Schroedel u. a. 1941, S. 18
In Nadelwaldungen hämmert der Schwarzspecht, in Buchenwäldern der Grünspecht, und auch Buntspecht und Wendehals sind hier zu Hause.
Gerlach, Harry: Schmalkalden und Umgebung, Berlin-Leipzig: VEB Tourist-Verlag 1978, S. 13
Zitationshilfe
„Buntspecht“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Buntspecht>, abgerufen am 22.11.2019.

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