Burgfrieden, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Burgfriedens · wird nur im Singular verwendet
Nebenform Burgfriede · Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Burgfriedens · wird nur im Singular verwendet
WorttrennungBurg-frie-den ● Burg-frie-de
WortzerlegungBurgFrieden
Wortbildung mit ›Burgfrieden‹ als Erstglied: ↗Burgfriedenpolitik · ↗Burgfriedenspolitik
eWDG, 1967

Bedeutung

Vereinbarung zwischen (zwei) Parteien, einander nicht zu bekämpfen
Beispiele:
einen Burgfrieden schließen, einhalten, brechen
es herrscht Burgfrieden
die Opposition lehnte einen Burgfrieden mit der Regierung entschieden ab
trotz des Aufrufes, einen politischen Burgfrieden einzuhalten, kam es zu Demonstrationen
Die Wiederherstellung des Burgfriedens auf der Universität [BrugschArzt273]

Thesaurus

Geschichte, Politik
Synonymgruppe
Burgfrieden · ↗Burgfriedenspolitik
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Erstes Reich · Heiliges Römisches Reich · römisch-deutsches Reich
  • 1. Weltkrieg · Erster Weltkrieg
Synonymgruppe
Stillhalteabkommen  ●  Burgfrieden  fig.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gewerkschaft Lager aufkündigen beenden brechen brüchig einigen fragil gebrechen gefährden geschlossen herrschen herstellen innenpolitisch inner innerparteilich schließen sogenannt stiften stören vereinbaren vereinbart verkünden vorläufig wahren währen zehnjährig zerstören

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Burgfrieden‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hatten sie nicht noch 1918 versucht, den längst illusorischen Burgfrieden des August 1914 aufrechtzuerhalten?
Süddeutsche Zeitung, 11.12.2004
Aber wegen der nicht voll erfüllten Erwartungen könnte in wenigen Monaten der innenpolitische Burgfrieden zu Ende gehen.
Die Zeit, 13.06.1969, Nr. 24
Das Hauptargument für die Unterdrückung mißliebiger Schriften war die Störung der nationalen Harmonie, des »Burgfriedens«.
Wittmann, Reinhard: Geschichte des deutschen Buchhandels. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Geschichte des deutschen Buchwesens, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1991], S. 3280
Neben dem königlich oder herrschaftlich garantierten Marktfrieden, der dem Markt der Stadt zukommt, steht der militärische Burgfrieden.
Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 893
Angesichts des ideologischen Burgfriedens gewinnt der Konformismus der Abnehmer wie die Unverschämtheit der Produktion, die sie im Gang halten, das gute Gewissen.
Horkheimer, Max u. Adorno, Theodor W.: Dialektik der Aufklärung, Amsterdam: Querido 1947 [1944], S. 152
Zitationshilfe
„Burgfrieden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Burgfrieden>, abgerufen am 24.08.2019.

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