Bus, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Busses · Nominativ Plural: Busse
GrundformOmnibus
Wortbildung mit ›Bus‹ als Erstglied: ↗Busfahrer · ↗Bushaltestelle · ↗Busnetz · ↗Busterminal · ↗Busunternehmer
 ·  mit ›Bus‹ als Letztglied: ↗Bahnbus · ↗Bücherbus · ↗Campingbus · ↗Citybus · ↗Doppeldeckerbus · ↗Doppelstockbus · ↗Fernbus · ↗Kleinbus · ↗Linienbus · ↗Mannschaftsbus · ↗Minibus · ↗Nachtbus · ↗Oberleitungsbus · ↗Pendelbus · ↗Reisebus · ↗Schibus · ↗Schlafwagenbus · ↗Shuttle-Bus · ↗Shuttlebus · ↗Skibus · ↗Sonderbus · ↗Stadtbus · ↗Touristenbus · ↗VW-Bus · ↗Überlandbus
DWDS-Vollartikel, 2015

Bedeutungen

1.
Verkehrswesen (als öffentliches Verkehrsmittel dienender) Personenkraftwagen für eine größere Zahl von FahrgästenQuelle: DWDS, 2014
Beispiele:
Von dem Streik [der Eisenbahn] profitieren im Fernverkehr vor allem Busse. Bereits am Freitag hatte die Nachfrage die Kapazitäten von Fernbus-Anbietern weit überschritten. [Die Zeit, 18.10.2014, Nr. 41]
Auf dem S-Bahn-Südring kam es stundenlang zu Beeinträchtigungen. Zwischen den Stationen Treptower Park und Neukölln mussten Busse den Ersatzverkehr übernehmen. [Bild, 07.12.2002]
Ein Erwachsener kann zehn Stunden im Bus oder Bahnabteil sitzen, ohne auch äußerlich die innere Ungeduld zu zeigen. Von auch schon älteren Kindern kann man diese Beherrschung kaum verlangen, von kleinen Kindern wird man sie nicht einmal erhoffen. [Weber, Annemarie (Hg.), Die Hygiene der Schulbank, Wiesbaden: Falken-Verl. 1955]
Mit Lärm und Stank fuhr der Bus an und rollte ab. [Doderer, Heimito von: Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre, Gütersloh: Bertelsmann 1996. Zitiert nach: Doderer, Heimito von: Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre, München: Biederstein 1951.]
Während der Omnibus nach Leipzig täglich verkehrt, fahren die Omnibusse nach Halle, Dresden und Magdeburg dreimal in der Woche, der Bus nach Schwerin zweimal und der Bus nach Rostock einmal. [Die Zeit, 04.03.1946, Nr. 09]
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ein behindertengerechter, gecharterter, klimatisierter, [regelmäßig] verkehrender, vollbesetzter Bus
mit Genitivattribut: ein Bus der Linie N, eines Verkehrsunternehmens, des Nahverkehrs, des Schienenersatzverkehrs
in Koordination: Busse und Bahnen
hat Präpositionalgruppe/-objekt: ein Bus im Ersatzverkehr, mit Fahrgästen, Schulkindern
mit Prädikativ: der Bus ist pünktlich, unpünktlich, leer, überfüllt, voll, langsam, schnell
als Aktivsubjekt: der Bus fährt ab, fährt an, fährt los, fährt vor, fährt vorbei
als Akkusativobjekt: einen Bus chartern, mieten, besteigen, lenken, verpassen
als Genitivattribut: der Fahrer, die Fahrgäste, Passagiere eines Busses
in Präpositionalgruppe/-objekt: in den Bus einsteigen, umsteigen; auf den Bus umsteigen; auf den [nächsten] Bus warten
2.
Informations- und Telekommunikationstechnik System für die Datenübertragung zwischen mehreren Teilnehmern, die einen gemeinsamen Übertragungsweg nutzen, SammelleitungQuelle: DWDS, 2014
Beispiele:
Mit einem Bus ist in der Computersprache ein Leitungssystem gemeint, das zum Transport von Daten von einem Ort zum anderen dient. Im PC werden ständig Daten zwischen dem Prozessor, dem Arbeitspeicher und den angeschlossenen Geräten hin und her geschoben. [Der Tagesspiegel, 03.09.1998]
Zwischen CPU und Speicherverwaltungseinheit befinden sich die Caches – jeweils 256 Byte für Daten und Instruktionen – mit jeweils eigenem Bus. [Cʼt, 1990, Nr. 3]
Daten und Programmcode flitzen in einem 32-Bit-Betriebssystem nahezu doppelt so schnell durch die »Busse« genannten Datentrassen des Rechners. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.06.1995]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Omnibus · Bus
Omnibus m. ‘großer Kraftwagen zur Beförderung vieler Fahrgäste’, Übernahme (1. Hälfte 19. Jh.) von frz. (voiture) omnibus ‘zur Beförderung vieler bestimmtes und jedermann zugängiges Lohnfuhrwerk’, benannt mit dem Dativ Plur. lat. omnibus ‘für alle’ (zu lat. omnis ‘jeder’). Ein französischer Kaufmann namens Omnès soll ein Reklameschild Omnes omnibus geführt haben, durch das der Fuhrwerksbesitzer Baudry zur Benennung seines Fahrzeugs inspiriert worden sei (1825). Der Ausdruck bezieht sich bis Mitte 19. Jh. auf französische Verhältnisse, wird danach über Berlin rasch allgemein. Die aus der letzten Silbe gewonnene Kurzform Bus wird zuerst in England (19. Jh.), dann auch in Deutschland und Frankreich üblich (Anfang 20. Jh.) und bildet ihrerseits neue Zusammensetzungen, vgl. (mit der Motorisierung entstandenes) Autobus (Anfang 20. Jh.), Oberleitungsbus, Kurzform O-Bus (1. Hälfte 20. Jh.), Trolleybus, aus dem Engl. (Mitte 20. Jh.), vgl. engl. trolley ‘Stromabnehmerrolle’ (bei über eine Oberleitung elektrisch betriebenen Fahrzeugen).

Thesaurus

Automobil
Synonymgruppe
Bus · ↗Omnibus  ●  ↗Autobus  ugs., österr., schweiz.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bähnchen Fahrer Fahrgast Fahrt Haltestelle Insasse Lastwagen Linie S-Bahn Straßenbahn Taxi Tram U-Bahn abfahren abkommen besetzt besteigen fahren fahrend klapprig prallen rollen umsteigen verkehren vollbesetzt vorbeifahren vorfahren warten zusammenstoßen überfüllt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bus‹.

Zitationshilfe
„Bus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bus>, abgerufen am 16.10.2019.

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