Butter, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Butter · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungBut-ter
Wortbildung mit ›Butter‹ als Erstglied: ↗Butteraroma · ↗Butterballen · ↗Butterbedarf · ↗Butterbemme · ↗Butterberg · ↗Butterbirne · ↗Butterblume · ↗Butterbrot · ↗Butterbrötchen · ↗Butterbürste · ↗Buttercreme · ↗Buttercrème · ↗Butterdose · ↗Butterersatz · ↗Butterfass · ↗Butterfertiger · ↗Buttergebäck · ↗Buttergeschmack · ↗Butterglocke · ↗Buttergroßhandel · ↗Butterkeks · ↗Butterkringel · ↗Butterkuchen · ↗Butterkugel · ↗Butterkühler · ↗Buttermesser · ↗Buttermilch · ↗Butternockerl · ↗Butterpilz · ↗Butterpinsel · ↗Butterschmalz · ↗Butterschnitte · ↗Butterstreusel · ↗Butterstulle · ↗Buttertoast · ↗Butterzopf · ↗butterfarben · ↗butterig · ↗butterweich · ↗buttrig
 ·  mit ›Butter‹ als Letztglied: ↗Bauernbutter · ↗Beamtenbutter · ↗Lagerbutter · ↗Landbutter · ↗Nussbutter · ↗Salbeibutter · ↗Sardellenbutter · ↗Sauerrahmbutter · ↗Süßrahmbutter · ↗Teebutter · ↗Ziegenbutter
 ·  mit ›Butter‹ als Grundform: ↗buttern
eWDG, 1967

Bedeutung

aus der Milch gewonnenes gelbliches Fett, das als Nahrungsmittel dient
Beispiele:
ein Stück, Pfund Butter
Brot und Butter
Butter und Käse dürfen auf dem Abendbrottisch nicht fehlen
Butter aufschmieren, aufstreichen, nicht so dick auftragen
mit Butter bestrichenes, kräftiges, schwarzes Landbrot
Gemüse in Butter dünsten
Butter auslassen
abgepackte, frische, alte, ranzige Butter
etw. in guter, reiner Butter braten
Blumenkohl mit zerlassener, brauner Butter
schön gelb aussehende Butter
gesalzene, ungesalzene Butter
etw., die Birne ist weich wie Butter
umgangssprachlich sie hat ein Herz wie Butter (= sie ist leicht zu rühren)
umgangssprachlich etw. schmilzt wie Butter in, an der Sonne
umgangssprachlich wenn man mir gute Worte gibt, so bin ich wie Butter [H. KurzSonnenwirt363]
bildlich
Beispiele:
er ließ sich die Butter vom Brot nicht nehmen (= ließ sich nichts gefallen)
salopp uns fiel fast die Butter vom Brot (= wir waren entsetzt), als wir diese Forderung hörten
übertragen
Beispiele:
es ist alles in Butter (= alles in Ordnung)
in diesem Haushalt liegt ja der Kamm auf, bei der Butter (= in diesem Haushalt herrscht ja große Unordnung, Unsauberkeit)
Beim ersten Wiedersehen war natürlich alles in schönster Butter gewesen [FalladaBlechnapf260]
landschaftlich, (besonders) österreichisch Butter auf dem Kopf habenein schlechtes Gewissen haben
Beispiel:
Das Reichswehrministerium hatte Butter auf dem Kopf [TucholskyDeutschland159]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Butter · Anke(n) · buttern · Buttermilch · Butterbrot
Butter f. aus Milch erzeugtes ‘Speisefett’, ahd. butira (11. Jh.), mhd. buter, mnd. bot(t)er, mnl. boter, botter, butter, nl. boter, afries. butera, botera, aengl. butere, engl. butter bezeugen westgerm. Verbreitung. Sie sind Entlehnungen aus vlat. *butira, *butura (Vokalquantitäten unsicher), dem als Fem. Sing. aufgefaßten Kollektivplural des Neutr. lat. būtȳrum (mit zahlreichen spätlat. Nebenformen, z. B. buturum). Ausgangswort ist griech. bū́tȳron (βούτυρον) ‘Butter’, eigentlich ‘Kuhkäse’, zu bū́s (βοῦς) ‘Rind, Kuh’ und tȳrós (τυρός) ‘Käse’. Die Antike benutzte als Speisefett Olivenöl, kannte Butter aber als Speise nördlicher Völker (auch der Germanen), verwandte sie selbst jedoch nur zu medizinischen und kultischen Zwecken. Alte dt. Wörter für ‘Butter’ sind ahd. kuosmero (s. ↗Schmer) und ahd. anko (8. Jh.), anksmero, mhd. anke, nhd. (westobd.) Anke(n) m. ‘Butter, Fett’, wohl zu ie. *ongʷen- ‘Salbe, Fett, Butter’ gehörig, wozu auch lat. unguen n. ‘Fett, Salbe’ und lat. ungere ‘salben’. buttern Vb. ‘Butter herstellen’ (16. Jh.). Buttermilch f. (15. Jh.). Butterbrot n. (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Butter  ●  ↗Anken  ugs., schweiz.
Oberbegriffe
Zitationshilfe
„Butter“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Butter>, abgerufen am 20.03.2019.

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