Byzantinismus, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Byzantinismus · wird nur im Singular verwendet
WorttrennungBy-zan-ti-nis-mus (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben kriecherische Unterwürfigkeit
Beispiele:
die Vergötterung dieser Person ist ja der reinste Byzantinismus
nichts von Byzantinismus, nichts von Muckertum [FontaneII 2,301]

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man male sich den starren Byzantinismus einer zentral gelenkten Kunstwelt aus!
Süddeutsche Zeitung, 27.09.1997
Wie aufgezogen hat er sein Tagwerk rastlos und unauffällig durch Chaos und Byzantinismus vorangetrieben.
Die Zeit, 25.10.1996, Nr. 44
Es hat gravierende Einwände gegen Ort und Konzeption gegeben, die sich ungehört im Byzantinismus der Senatsmaschinerie verlaufen haben.
Der Tagesspiegel, 02.11.1997
Über die Machtstrukturen rund um Helmut Kohl ist viel geschrieben worden, von Byzantinismus war die Rede, vielleicht trifft "väterlicher Feudalismus" die Verhältnisse noch besser.
Die Welt, 05.12.2000
Denn der Schriftleiter steht unter gesetzlicher und gewissensmäßiger Verantwortung; die anonymen Lieferanten von Nachrichten dagegen sind unkontrollierbar und der Gefahr des Byzantinismus ausgesetzt.
o. A.: Einhundertsechsundfünfzigster Tag. Montag, 17. Juni 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 15469
Zitationshilfe
„Byzantinismus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Byzantinismus>, abgerufen am 22.08.2019.

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