Cembalo, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Cembalos · Nominativ Plural: Cembalos/Cembali
Aussprache
WorttrennungCem-ba-lo
HerkunftItalienisch
Wortbildung mit ›Cembalo‹ als Erstglied: ↗Cembalokonzert  ·  mit ›Cembalo‹ als Grundform: ↗Cembalist · ↗cembalistisch
eWDG, 1967

Bedeutung

Tasteninstrument, bei dem die Saiten angerissen werden
Beispiele:
ein Präludium auf dem Cembalo spielen
Barockmusik für Kammerorchester und Cembalo
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Cembalo · Klavizimbel
Cembalo n. Tasteninstrument, dessen Saiten angerissen werden, Vorform des modernen Klaviers; gekürzt aus ital. clavicembalo; im Dt. auch in den Formen Klavizimbel n. Clavicymbel, spätmhd. clavicymbolum, dessen Saiten mit den Fingern oder über eine Tastatur gezupft werden. Die Zusammensetzung geht zurück auf lat. clāvis f. ‘Schlüssel’, mlat. ‘Taste’ (s. auch ↗Klavier) und lat. cymbalum n., griech. kýmbalon (κύμβαλον) ‘kleines hellklingendes Metallbecken’, auch ‘flaches Wasserbecken’ (s. ↗Zimbel).

Thesaurus

Musik
Synonymgruppe
Cembalo · Gravicembalo · Kielklavier · ↗Klavizimbel · Oktavspinett (Sonderform) · ↗Spinett · ↗Virginal
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blockflöte Celesta Cello Chitarrone Doppelkonzert Fagott Flöte Gamba Gambe Hammerflügel Hammerklavier Harfe Klavichord Laute Oboe Orgel Orgelpositiv Pianoforte Sonate Spinett Streicher Streichorchester Theorbe Traversflöte Viola Violine Violoncello obligat werken zirpen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Cembalo‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Unter der niedrigen Decke indes duckt sich auch ein Cembalo.
Der Tagesspiegel, 26.07.2001
Was mich betrifft, so kann ich wenigstens für die verwendeten Cembalos garantieren.
Süddeutsche Zeitung, 14.02.1998
Sie sind besonders wichtig für den Übergang von der Suite für Cembalo zur Sonate.
Sartori, Claudio: Della Ciaja. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1954], S. 20214
Zu Bachs Zeiten allerdings gab es in der Musik keinen Dirigenten, sondern nur ein Cembalo, das den Takt angeschlagen hat.
Der Spiegel, 24.07.1995
Der nicht eben große, am Cembalo sitzende Mann im roten pelzbesetzten Rock ließ die Hand sinken und klopfte mit den Fingern auf das Instrument.
Mayer, Anton: Der Spielmann Gottes, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1932, S. 380
Zitationshilfe
„Cembalo“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Cembalo>, abgerufen am 23.09.2019.

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