Charme, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Charmes · wird nur im Singular verwendet
HerkunftFranzösisch
Ungültige SchreibungScharm, s. Regelwerk: § 32 (2)
Wortbildung mit ›Charme‹ als Erstglied: ↗Charmebolzen · ↗Charmeoffensive · ↗Charmeur · ↗Charmeuse
eWDG, 1967

Bedeutung

bezauberndes, gewinnendes Wesen
Beispiele:
sie hat viel Charme
der ihr eigene Charme
ihr persönlicher Charme gewann alle
sein liebenswürdiger, bezaubernder, unwiderstehlicher, natürlicher Charme
ihr verführerischer Charme
ein gewisser Charme ging von ihr aus
sie war nicht ohne Charme
etw. mit Charme sagen, äußern
seinen ganzen Charme aufbieten, entwickeln, spielen lassen
mit Schick und Charme
voller Eleganz und Charme
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

charmieren · charmant · Charme · Charmeur · Charmeuse
charmieren Vb. ‘bezaubern, entzücken’ und charmant Adj. ‘von gewinnender Wesensart, bezaubernd’ werden beide um 1700 aus gleichbed. frz. charmer Vb. und frz. charmant, Part. Präs. ins Dt. übernommen. Zu Grunde liegt lat. carmināre ‘besingen, bezaubern, besprechen’, eine Ableitung von lat. carmen ‘religiöse und magische Formel, Gedicht, Lied’. Im 18. Jh. kommt auch das zugehörige Substantiv Charme m. ‘gewinnende Wesensart, Liebenswürdigkeit’, frz. charme, aus lat. carmen n. (s. oben), ins Dt. Der im Lat. und Frz. belegte Bezug zur Zauberkunst ist im Dt. nicht mehr nachzuweisen. Im Zuge der Eindeutschung oft scharmant und Scharm geschrieben. Charmeur m. ‘ein Mann, der Frauen mit seinem liebenswürdigen Wesen gewinnt’ (20. Jh.), frz. charmeur. Charmeuse f. ‘maschenfeste Wirkware, Trikotage’ (20. Jh.), frz. charmeuse, Fem. zum vorigen, das im Frz. bereits die Bedeutung ‘gewebter Seidenstoff’ entwickelt hat.

Thesaurus

Synonymgruppe
Anziehungskraft · Charme · ↗Flair · ↗Liebreiz · ↗Reiz · ↗Zauber
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bourgeoisie Charisma Chuzpe Eleganz Esprit Humor Melone Schirm Witz ausmachen ausstrahlen besonder diskret entfalten erliegen gewiss herb jugendlich jungenhaft morbid nostalgisch rau rauh rustikal spröd umwerfend unwiderstehlich verleihen versprühen verströmen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Charme‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Schnell fällt der junge Mann mit dem scheuen Charme auf.
Der Tagesspiegel, 05.01.2003
Wenn ich ihm persönlich begegnet bin, habe ich mich seinem Charme noch nie entziehen können.
Die Welt, 06.06.2002
Deinen Charme, deinen Stolz im Spiel zu sehen, die ganze Frau, die man liebt, plötzlich vor sich zu sehen, sie leben zu sehen!
Hofmannsthal, Hugo von: Der Schwierige. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1917], S. 5242
Daß sie einen gewissen halb mondänen, halb einfältigen Charme haben, ist nicht zu bestreiten.
Gigon, Olof: Das hellenische Erbe. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 8139
Sie besaß großen natürlichen Charme und verfügte über die einflußreichsten Beziehungen in der künstlerischen Welt.
Vigué, Jean: Certain. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1952], S. 15592
Zitationshilfe
„Charme“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Charme>, abgerufen am 17.12.2018.

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