Chemie, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Chemie · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungChe-mie
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Chemie‹ als Erstglied: ↗Chemieanlage · ↗Chemiearbeiter · ↗Chemiebetrieb · ↗Chemiebranche · ↗Chemieerzeugnis · ↗Chemiefabrik · ↗Chemiefacharbeiter · ↗Chemiefaser · ↗Chemiegigant · ↗Chemieindustrie · ↗Chemieingenieur · ↗Chemielabor · ↗Chemielaborant · ↗Chemielehrer · ↗Chemieproduktion · ↗Chemieriese · ↗Chemiewerker · ↗Chemiker
 ·  mit ›Chemie‹ als Letztglied: ↗Agrarchemie · ↗Agrikulturchemie · ↗Agrochemie · ↗Akustochemie · ↗Biochemie · ↗Eiweißchemie · ↗Elektrochemie · ↗Erdölchemie · ↗Experimentalchemie · ↗Fettchemie · ↗Fotochemie · ↗Geochemie · ↗Großchemie · ↗Gärungschemie · ↗Histochemie · ↗Iatrochemie · ↗Immunchemie · ↗Kernchemie · ↗Kohlechemie · ↗Kolloidchemie · ↗Komplexchemie · ↗Kosmochemie · ↗Kristallchemie · ↗Lebensmittelchemie · ↗Mechanochemie · ↗Meereschemie · ↗Mikrochemie · ↗Mineralchemie · ↗Nahrungsmittelchemie · ↗Neurochemie · ↗Petrochemie · ↗Petrolchemie · ↗Pflanzenchemie · ↗Photochemie · ↗Physikochemie · ↗Piezochemie · ↗Plasmachemie · ↗Plastchemie · ↗Psychochemie · ↗Quantenchemie · ↗Radiochemie · ↗Schwerchemie · ↗Spezialchemie · ↗Stereochemie · ↗Strahlenchemie · ↗Teinochemie · ↗Textilchemie · ↗Thermochemie · ↗Tierchemie · ↗Tribochemie · ↗Ultraschallchemie · ↗Veredelungschemie · ↗Wasserchemie
eWDG, 1967

Bedeutung

Wissenschaft von den Eigenschaften, dem Aufbau, der Umwandlung und den Verbindungen der Grundstoffe
Beispiele:
die Forschungsergebnisse der modernen Chemie
die Chemie in anderen Wissenschaften anwenden
reine, angewandte Chemie (= Teilgebiete der Chemie)
allgemeine, theoretische Chemie (= Teilgebiete der Chemie)
analytische, synthetische, anorganische, organische Chemie (= Teilgebiete der Chemie)
physiologische Chemie (= Teilgebiet der Chemie)
medizinische, klinische, pharmazeutische, landwirtschaftliche, physikalische, technische Chemie (= Teilgebiete der Chemie)
gerichtliche Chemie (= Teilgebiet der Chemie)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Chemie · Chemikalie · Chemiker · chemisch · Chemo-
Chemie f. Wissenschaft von den Stoffen, älter auch Chymie, Chymia (17. Jh.), Chimie (18. Jh.), von Zesen (1670) mit Scheidekunst verdeutscht, geht als wissenschaftssprachliche Bezeichnung zurück auf griech. chēmé͞ia (χημεία), chymé͞ia (χυμέια) ‘Kunst der Metallverwandlung, Alchimie’ (mlat. chemia, chymia). Aber auch Verkürzung von mlat. alchimia bzw. nhd. ↗Alchimie, ↗Alchemie (s. d.), die letztlich wohl auch auf griech. chēmé͞ia, chymé͞ia zurückgehen, ist denkbar. Die Form Chemie (bereits im 17. Jh. bezeugt) setzt sich im 19. Jh. durch. Die ursprüngliche Lautgestalt und die Herkunft der griech. Bezeichnung sind strittig. Entweder verbindet man sie mit der griech. Wiedergabe des ägypt. Namens für Ägypten, griech. Chēmía (Χημία), eigentlich ‘das Schwarze’, also ‘Schwarzland’, und betrachtet Chemie als ‘ägyptische Kunst’ bzw., im Hinblick auf den engeren Wortsinn, als ‘Schwärzung’ (sie gilt als Vorbedingung der Metallverwandlung). Oder man sieht die Form chymé͞ia als ursprünglich an und versucht Herleitung von griech. chýma (χύμα) im Sinne von ‘Guß, Metallmischung’, faßt Chemie also als ‘Kunst der Metallmischung’. Chemikalie f. ‘industriell hergestellter chemischer Stoff’ (19. Jh.), zuerst Chemikalien (Plur.), vgl. nlat. chemicalia. Chemiker m. (18. Jh.), älter Chimicus, Chymicus (17. Jh.), Chymiker (18. Jh.). chemisch Adj. (18. Jh.), in älterer Zeit auch chimisch, chymisch (um 1600). Chemo- als erstes Glied in Zusammensetzungen, gräzisierend (in Analogie zu Chrono-, Elektro- u. ä.), begegnet seit dem 19. Jh., vgl. chemodynamisch, Chemotherapie u. a.

Thesaurus

Chemie
Synonymgruppe
Chemie [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
  • Sprengschule
  • Bayerisches Chemiedreieck · Südostbayerisches Chemiedreieck

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bergbau Biochemie Biologie Bundesarbeitgeberverband Elektronik Elektrotechnik Energie Fach Industriegewerkschaft Informatik Maschinenbau Mathematik Max-Planck-Institut Medizin Mineralöl Nobelpreis Nobelpreisträger Pharmazie Physik analytisch angewandt anorganisch biophysikalisch klinisch kombinatorisch organisch physikalisch physiologisch stimmen studieren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Chemie‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch über den Weg zum Theater, über die Wendung von der Chemie zur Kunst erfahren wir fast nichts.
Der Tagesspiegel, 06.03.2000
Doch in der Chemie gilt eine Promotion als berufsqualifizierender Abschluss.
Süddeutsche Zeitung, 23.09.1999
Ihr fehlten für die Arbeit im Werk bestimmte Kenntnisse auf dem Gebiet der Chemie.
Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1963], S. 421
Daraus hat sich unter der Bezeichnung »theoretische Chemie« eine neuartige chemische Forschung entwickelt.
Gerlach, Walther: Neue Wissenschaft - Physik und Chemie. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 27407
In dieser glücklichen Lage fühlte ich mich gegenüber der physikalischen Chemie.
Ostwald, Wilhelm: Lebenslinien. Eine Selbstbiographie, 3 Teile. In: Simons, Oliver (Hg.), Deutsche Autobiographien 1690 - 1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1927], S. 39464
Zitationshilfe
„Chemie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Chemie>, abgerufen am 19.11.2018.

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