Chemie, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Chemie · wird nur im Singular verwendet
Aussprache  [çeˈmiː] · [keˈmiː]
Worttrennung Che-mie
Wortbildung  mit ›Chemie‹ als Erstglied: Chemieanlage · Chemiearbeiter · Chemiebetrieb · Chemiebranche · Chemieerzeugnis · Chemiefabrik · Chemiefacharbeiter · Chemiefaser · Chemiefirma · Chemiegigant · Chemieindustrie · Chemieingenieur · Chemiekonzern · Chemielabor · Chemielaborant · Chemielehrer · Chemieprodukt · Chemieproduktion · Chemieriese · Chemietoilette · Chemieunfall · Chemieunternehmen · Chemieunterricht · Chemiewaffe · Chemiewerk · Chemiewerker · Chemiker · chemisch
 ·  mit ›Chemie‹ als Letztglied: Agrarchemie · Agrikulturchemie · Agrochemie · Akustochemie · Biochemie · Eiweißchemie · Elektrochemie · Erdölchemie · Experimentalchemie · Fettchemie · Fotochemie · Geochemie · Großchemie · Gärungschemie · Histochemie · Iatrochemie · Immunchemie · Kernchemie · Kohlechemie · Kolloidchemie · Komplexchemie · Kosmochemie · Kristallchemie · Lebensmittelchemie · Mechanochemie · Meereschemie · Mikrochemie · Mineralchemie · Nahrungsmittelchemie · Neurochemie · Nuklearchemie · Petrochemie · Petrolchemie · Pflanzenchemie · Photochemie · Physikochemie · Piezochemie · Plasmachemie · Plastchemie · Psychochemie · Quantenchemie · Radiochemie · Schwerchemie · Spezialchemie · Stereochemie · Strahlenchemie · Teinochemie · Textilchemie · Thermochemie · Tierchemie · Tribochemie · Ultraschallchemie · Veredelungschemie · Wasserchemie
 ·  mit ›Chemie‹ als Grundform: Chemikalie
Herkunft zu chēmeíagriech (χημεία), chymeíagriech (χυμέια) ‘Kunst der Metallverwandlung, Alchimie’
eWDG

Bedeutung

Wissenschaft von den Eigenschaften, dem Aufbau, der Umwandlung und den Verbindungen der Grundstoffe
Beispiele:
die Forschungsergebnisse der modernen Chemie
die Chemie in anderen Wissenschaften anwenden
reine, angewandte Chemie (= Teilgebiete der Chemie)
allgemeine, theoretische Chemie (= Teilgebiete der Chemie)
analytische, synthetische, anorganische, organische Chemie (= Teilgebiete der Chemie)
physiologische Chemie (= Teilgebiet der Chemie)
medizinische, klinische, pharmazeutische, landwirtschaftliche, physikalische, technische Chemie (= Teilgebiete der Chemie)
gerichtliche Chemie (= Teilgebiet der Chemie)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Chemie · Chemikalie · Chemiker · chemisch · Chemo-
Chemie f. Wissenschaft von den Stoffen, älter auch Chymie, Chymia (17. Jh.), Chimie (18. Jh.), von Zesen (1670) mit Scheidekunst verdeutscht, geht als wissenschaftssprachliche Bezeichnung zurück auf griech. chēmé͞ia (χημεία), chymé͞ia (χυμέια) ‘Kunst der Metallverwandlung, Alchimie’ (mlat. chemia, chymia). Aber auch Verkürzung von mlat. alchimia bzw. nhd. Alchimie, Alchemie (s. d.), die letztlich wohl auch auf griech. chēmé͞ia, chymé͞ia zurückgehen, ist denkbar. Die Form Chemie (chimia, 16. Jh.) setzt sich im 19. Jh. durch. Die ursprüngliche Lautgestalt und die Herkunft der griech. Bezeichnung sind strittig. Entweder verbindet man sie mit der griech. Wiedergabe des ägypt. Namens für Ägypten, griech. Chēmía (Χημία), eigentlich ‘das Schwarze’, also ‘Schwarzland’, und betrachtet Chemie als ‘ägyptische Kunst’ bzw., im Hinblick auf den engeren Wortsinn, als ‘Schwärzung’ (sie gilt als Vorbedingung der Metallverwandlung). Oder man sieht die Form chymé͞ia als ursprünglich an und versucht Herleitung von griech. chýma (χύμα) im Sinne von ‘Guß, Metallmischung’, faßt Chemie also als ‘Kunst der Metallmischung’. Chemikalie f. ‘industriell hergestellter chemischer Stoff’ (19. Jh.), zuerst Chemikalien (Plur.), vgl. nlat. chemicalia. Chemiker m. (18. Jh.), älter Chimicus, Chymicus (17. Jh.), Chymiker (18. Jh.). chemisch Adj. (18. Jh.), in älterer Zeit auch chimisch, chymisch (um 1600). Chemo- als erstes Glied in Zusammensetzungen, gräzisierend (in Analogie zu Chrono-, Elektro- u. ä.), begegnet seit dem 19. Jh., vgl. chemodynamisch, Chemotherapie u. a.

Thesaurus

Chemie
Synonymgruppe
Chemie [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Chemie‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Chemie‹.

Verwendungsbeispiele für ›Chemie‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In Chemie ist er sattelfest und auch sonst ein schlagfertiger Herr. [Reimann, Hans: Vergnügliches Handbuch der Deutschen Sprache, Düsseldorf: Econ-Verl. 1964 [1931], S. 60]
Aber dies gilt zunächst nur für die Chemie, für die wissenschaftliche Theorie. [Rieger, Wilhelm: Einführung in die Privatwirtschaftslehre, Erlangen: Palm & Enke 1964 [1928], S. 74]
Daraus hat sich unter der Bezeichnung »theoretische Chemie« eine neuartige chemische Forschung entwickelt. [Gerlach, Walther: Neue Wissenschaft - Physik und Chemie. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 27407]
Aber seine Kenntnisse der Chemie sind ein unerschöpfliches Reservoir für neue Ideen. [Die Zeit, 09.09.1999, Nr. 37]
Einst träumte er davon, Romane zu schreiben, dann studierte er ein bißchen Chemie. [Die Zeit, 16.05.1997, Nr. 21]
Zitationshilfe
„Chemie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Chemie>.

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