Chlor, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Chlors · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Chlor‹ als Erstglied: ↗Chlordioxid · ↗Chlordioxyd · ↗Chlorgas · ↗Chlorkalk · ↗Chlorverbindung · ↗Chlorvergiftung · ↗Chlorwasser · ↗Chlorwasserstoff · ↗chlorfrei · ↗chlorhaltig · ↗chlorig
 ·  mit ›Chlor‹ als Binnenglied: ↗Fluorchlorkohlenwasserstoff · ↗Tetrachlorkohlenstoff  ·  mit ›Chlor‹ als Grundform: ↗chloren
eWDG, 1967

Bedeutung

Chemie gelbgrünes Gas von durchdringendem Geruch, das sich (unter starker Wärmeentwicklung) mit fast allen anderen chemischen Elementen verbindet, in der Natur aber nur in chemischen Verbindungen vorkommt
Beispiele:
freies, reines Chlor
flüssiges, festes Chlor
Chlor zum Bleichen von Wäsche, zum Desinfizieren von Wasser verwenden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Chlor · Chloroform · chloroformieren · Chlorophyll
Chlor n. chemisches Element, Gas, wegen seiner grüngelben Farbe nach griech. chlōrós (χλωρός) ‘grüngelb, gelblich’ von dem englischen Chemiker Davy engl. chlorine benannt (1810), danach frz. chlore m. (Ampère 1815), dt. Chlor (19. Jh.). Chloroform n. Narkosemittel, frz. chloroforme m., von Dumas (1834) aus der dem Griech. entlehnten Kompositionsform chloro- und frz. acide formique (lat. acidum formicicum) ‘Ameisensäure’ verkürzend zusammengesetzt. chloroformieren Vb. ‘narkotisieren’ (19. Jh.). Chlorophyll n. ‘grüner Farbstoff der Pflanzen’, frz. chlorophylle (Pelletier und Caventou 1818), zu griech. phýllon (φύλλον) ‘Blatt’.

Thesaurus

Chemie
Synonymgruppe
Chlor · ↗Chlorgas
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Chlor‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ammoniak Bleiche Brom Cadmium Chlordioxyd Chlorverbindung Chlorwasserstoff Desinfektion Fluor Formaldehyd Jod Kalium Kalk Kohlenstoff Magnesium Natrium Natronlauge Ozon Phosgen Phosphor Phosphorsäure Salzsäure Schwefel Schwefelsäure Schwermetall Stickstoff Stratosphäre abtöten bleichen desinfizieren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Chlor‹.

Verwendungsbeispiele für ›Chlor‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nun aber scheint das Chlor selbst zum Problem zu werden.
Die Zeit, 21.01.2013, Nr. 03
Das bereits vorhandene Chlor können wir nicht aus der Atmosphäre entfernen.
Süddeutsche Zeitung, 02.09.2003
In der Technik würde das zu einem großen, unnützen Verbrauch an Chlor führen.
Sandermann, Wilhelm: Grundlagen der Chemie und chemischen Technologie des Holzes, Leipzig: Geest & Portig 1956, S. 221
Das Chlor befindet sich in den normalen Chlorkautschuken in beachtlich stabiler Bindung.
Scheiber, Johannes: Chemie und Technologie der künstlichen Harze, Stuttgart: Wissenschaftl. Verl.-Ges. 1943, S. 169
Es läßt sich auf einfache Weise aus Kohlenoxyd und Chlor gewinnen.
Langenbeck, Wolfgang: Lehrbuch der Organischen Chemie, Dresden: Steinkopff 1938, S. 90
Zitationshilfe
„Chlor“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Chlor>, abgerufen am 19.02.2020.

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