Christus, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Christus · wird nur im Singular verwendet
WorttrennungChris-tus
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Christus‹ als Erstglied: ↗Christusbild · ↗Christuskind · ↗Christuskopf · ↗Christuskult · ↗Christusmonogramm
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
oft, besonders im Gen., mit lat. Endungen
Beiname von Jesus von Nazareth
siehe auch Christ1
Beispiele:
an (Jesum) Christum glauben
sich zu (Jesus) Christus bekennen
(im Jahre) 400 vor Christi Geburt (= (im Jahre) 400 vor der Zeitenwende)
(im Jahre) 400 vor Christus (= (im Jahre) 400 vor der Zeitenwende)
(im Jahre) 1400 nach Christi Geburt (= (im Jahre) 1400 nach der Zeitenwende)
(im Jahre) 1400 nach Christus (= (im Jahre) 1400 nach der Zeitenwende)
salopp er sieht aus wie das Leiden Christi (= sieht schlecht aus)
biblisch Brüder in Christo
biblisch in Christi Namen
2.
eine Christus darstellende Plastik
Beispiel:
ein gotischer Christus
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Christus · Christ1 · Christ2 · christlich
Christus m. Beiname des Jesus von Nazareth. Ahd. (8. Jh.), mhd. Krist, asächs. Crist werden durch die arianische Mission (5. Jh.) aus got. Christus übernommen. Voraus geht griech. christós (χριστός) ‘Gesalbter’ (zu griech. chrī́ein (χρίειν) ‘einreiben, salben’), das gleichbed. hebr. māšīaḥ (woraus Messias) übersetzt. Gegen die ältere Form Christ1 setzt sich seit dem 16. Jh. die dem Lat. entsprechende Form Christus (lat. Chrīstus) durch. Zu Christ sind u. a. gebildet Christbaum m. (18. Jh.), Christkind n. ‘der neugeborene Jesus von Nazareth’ (16. Jh.), auch ‘christlich getauftes Kind, Christenkind’ (17. Jh.), Christmesse f. ‘Gottesdienst in der Christnacht’, spätmhd. kristmesse. Christ2 m. ‘Anhänger der christlichen Religion’. Lat. Chrīstiānus, Adjektiv zum Namen Chrīstus, ergibt ahd. kristāni (8. Jh.), mhd. kristen ‘christlich, gläubig’, substantiviert ‘Christ’. Zu dem ursprünglichen Adjektiv wird ein neues Substantiv mhd. kriste gebildet, aus dem sich durch Abfall des unbetonten -e nhd. Christ entwickelt. Zur älteren Form sind Christenheit f., ahd. kristānheit (um 800), mhd. kristenheit, und Christentum n., mhd. kristentuom gebildet. christlich Adj. ahd. kristānlīh (11. Jh.), mhd. kristenlich; bei Luther noch die lange (mit -en in der Fuge) neben der kurzen Form.

Thesaurus

Religion
Synonymgruppe
(der) Nazarener · (der) Sohn Gottes · Christus · ↗Erlöser · ↗Gottessohn · ↗Heiland · Jehoschua · ↗Jesus · Jesus der Nazarener · Jesus von Nazareth · Lamm Gottes · ↗Messias  ●  ↗Agnus Dei  kirchenlatein · Jesus Christus  Hauptform
Oberbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

All das konnten die Künstler um 170 vor Christus schon.
Der Tagesspiegel, 22.08.2001
Nirgends verurteilt Christus den bloßen Besitz irdischer Güter als solchen.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1979]
Dort macht sie den Priester zum falschen Christus, hier die Welt.
Schrey, H.-H.: Kirche. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1959], S. 25409
Ein bäuerlicher Christus aus grauem Holz hing lebensgroß zwischen den Fenstern.
Wiechert, Ernst: Das einfache Leben, München: Ullstein Taschenbuchverl. 2000 [1946], S. 18
Christus nun läßt zunächst das mosaische Gesetz als solches gänzlich unbeanstandet.
Schlaf, Johannes: Der Krieg, Berlin: Marquardt 1907 [1907], S. 30
Zitationshilfe
„Christus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Christus>, abgerufen am 18.10.2019.

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