Chrom, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Chroms · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Herkunft Griechisch
Wortbildung  mit ›Chrom‹ als Erstglied: ↗Chrombeschlag · ↗Chromeisenstein · ↗Chromlegierung · ↗Chromoxid · ↗Chromoxyd · ↗Chromstahl · ↗chromaffin · ↗chrombeschlagen · ↗chromblitzend
 ·  mit ›Chrom‹ als Letztglied: ↗Ferrochrom
eWDG, 1967

Bedeutung

Chemie silberweiß glänzendes, zähes Schwermetall, das bei normalen Temperaturen in Luft und Wasser nicht oxydiert
Beispiele:
glänzendes, blitzendes Chrom
auf chemischem Wege reines Chrom herstellen, gewinnen
Chrom zu rostschützenden Überzügen auf Metallen verwenden
Eisenteile mit Chrom überziehen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Chrom · chromatisch · Chromatik
Chrom n. chemisches Element, Metall, 1797 von L. N. Vauquelin entdeckt und wegen der Farbvielfalt seiner Verbindungen frz. chrome benannt; im 19. Jh. als dt. Chrom bezeugt. Frz. chrome m. ist gebildet aus lat. chrōma, griech. chrṓma (χρώμα) n. ‘Farbe, Hautfarbe, Schminke’, in der Musik ‘klangliche Färbung abgeleiteter Halbtöne’, verwandt mit griech. chróa (χρόα) f. ‘Haut, Hautfarbe’. chromatisch Adj. ‘die Farbe, die Farbenlehre betreffend’, in der Musik ‘in Halbtönen fortschreitend’, gleichsam eine klangliche Färbung der Diatonik (18. Jh.); die Folge aller 12 Halbtöne heißt chromatische Tonleiter. In der Musik der Antike lat. chrōmaticus, griech. chrōmatikós (χρωματικός) ‘den leiterfremden Tönen des Tetrachordsystems folgend’. Chromatik f. ‘Farbenlehre, Tonsystem mit abgeleiteten Halbtönen’ (18. Jh.).

Thesaurus

Chemie
Synonymgruppe
Chrom · Chromium  ●  Cr  Elementsymbol
Oberbegriffe
  • Nebengruppenelement

Typische Verbindungen zu ›Chrom‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Chrom‹.

Verwendungsbeispiele für ›Chrom‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nur innen hat man mit der reichlichen Verwendung von Chrom des Guten etwas zu viel getan.
Süddeutsche Zeitung, 13.09.2003
Nur das Gewicht des Wagens erfahren wir hier nicht, aber das dürfte so bei zweieinhalb Tonnen liegen - davon sind bestimmt 600 Kilo Chrom.
Der Tagesspiegel, 03.05.2001
Bei Gegenwart von Chrom färbt sich der Äther durch gebildete Überchromsäure blau.
Sandermann, Wilhelm: Grundlagen der Chemie und chemischen Technologie des Holzes, Leipzig: Geest & Portig 1956, S. 456
Kohlenstoff hat jedoch gegenüber Chrom eine höhere Affinität als Eisen.
Menges, Georg u. Mohren, Paul: Anleitung für den Bau von Spritzgießwerkzeugen, München: Hanser 1974, S. 3
H. Goldschmidt hat auf meine Bitte zahlreiche Sonderschmelzungen vorgenommen: es ist aber niemals wieder schwingendes Chrom entstanden.
Ostwald, Wilhelm: Lebenslinien. Eine Selbstbiographie, 3 Teile. In: Simons, Oliver (Hg.), Deutsche Autobiographien 1690 - 1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1927], S. 39464
Zitationshilfe
„Chrom“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Chrom>, abgerufen am 03.12.2020.

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