Clan, der
Alternative SchreibungKlan, s. Regelwerk: § 32 (2)
GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Wortbildung mit ›Clan‹ als Letztglied: ↗Familienclan
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Clan m. ‘Familienverband, Sippe, Clique’ wird im 18. Jh. von gleichbed. engl. clan übernommen, das aus air. cland, ir. clann ‘Kinder, Nachkommenschaft’ entlehnt ist. Den kulturhistorischen Hintergrund bildet die gälische Sippenordnung. Zugrunde liegt lat. planta f. ‘Setzreis, Sproß’, dessen Anfangskonsonant im Air., das kein p kennt, durch c ersetzt wird.

Thesaurus

Synonymgruppe
(die) Linie der · ↗Angehörige · ↗Anhang · ↗Familie · ↗Familienverband · ↗Geschlecht · Kind und Kegel · ↗Klan · ↗Sippe · vom Stamm der  ●  ↗Mischpoke  abwertend · Muschpoke  abwertend · ↗Verwandtschaft  Hauptform · ↗(ganze) Bagage  ugs., abwertend · ↗Blase  ugs., abwertend · Clan  ugs. · ↗Sippschaft  derb · bucklige Verwandtschaft (scherzhaft oder abwertend)  ugs. · die Unseren  geh., variabel
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(über Generationen) einflussreiche Familie · Clan · ↗Dynastie · Familie mit einem großen Namen · ↗Familienclan · Familiendynastie
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Camorra Cliquen Dorfgemeinschaften Ethnien Fehde Großfamilien Häuptling Machtkampf Oberhaupt Sippen Sizilianer Stämme einflussreichen gegnerischen herrschenden konkurrierenden korrupten kriminellen kurdischen mafiose mächtigen rivalisierenden schottischen sizilianischen somalischen verfeindeten verzweigten weitverzweigten zerstrittenen Ältesten

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DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dessen Clan schien schwach genug zu sein für eine feindliche Übernahme.
Die Zeit, 27.12.2013, Nr. 51
Seine Ursachen sind bis jetzt nicht bekannt, die Politiker sprechen vom Kampf der Clans um die Macht.
Süddeutsche Zeitung, 25.07.1998
Der Vater läßt seine von den Clans nicht gänzlich absorbierte Homosexualität gegenüber seinem Sohn aufleben.
Pilgrim, Volker Elis: Manifest für den freien Mann - Teil 1, Reinbek b. Hamburg: Rowohlt 1983 [1977], S. 78
Immer waren die Clans nach Tieren benannt, niemals aber nach einem Menschen.
May, Karl: Winnetou IV, Berlin: Neues Leben 1993 [1910], S. 112
Den Clans und Dorfgemeinschaften galt die Blutrache als grundlegende soziale Institution.
o. A. [sky]: Tschetschenen. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1991]
Zitationshilfe
„Clan“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Clan>, abgerufen am 24.02.2018.

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