Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Cliquenwirtschaft, die

Grammatik Substantiv (Femininum)
Aussprache 
Worttrennung Cli-quen-wirt-schaft
Wortzerlegung Clique Wirtschaft
eWDG

Bedeutung

abwertend Herrschaft von Cliquen
Beispiel:
es herrschte eine Cliquenwirtschaft
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Clique · Cliquenwesen · Cliquenwirtschaft
Clique f. ‘Gruppe, Klüngel, Sippschaft’. Frz. clique, Ableitung von dem onomatopoetischen Verb afrz. cliquer ‘klappern, ein Geräusch machen’, ursprünglich etwa eine ‘Gruppe, die ihre Zustimmung durch Klappern (Klatschen) kundtut’. Im Dt. ist Clique seit dem 18. Jh. nachweisbar, von Anfang an pejorativ auf literarische oder politische Gruppierungen bezogen. Vgl. Cliquenwesen n. (1. Hälfte 19. Jh.), Cliquenwirtschaft f. (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Cliquenwirtschaft · Klientelismus · Patronage · Protektion
Assoziationen
Antonyme

Verwendungsbeispiele für ›Cliquenwirtschaft‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Daß eine Cliquenwirtschaft übelster Art aber selbst eine bedeutende staatliche Wirtschaft ernstlich schädigen kann, ist sicher. [Die Zeit, 03.11.1955, Nr. 44]
Aber mit der korrupten Cliquenwirtschaft, die Äquatorial‑Guinea in den wirtschaftlichen Ruin getrieben hat, konnte er nicht aufräumen. [Der Spiegel, 12.10.1981]
Auch in der Politik frönte Pasqua seinem Hang zur Cliquenwirtschaft. [Die Zeit, 16.04.1993, Nr. 16]
Sie spielen Demokratie, doch immer mehr Bürger sehen darin bloß Cliquenwirtschaft. [Süddeutsche Zeitung, 14.11.1997]
Die These von der Cliquenwirtschaft, die Prinzipientreue ersetzt, bringt schon die ersten Bücher über den Niedergang des konservativen Moralismus hervor. [Die Zeit, 27.10.2005, Nr. 44]
Zitationshilfe
„Cliquenwirtschaft“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Cliquenwirtschaft>.

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