Cyberspace, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Cyberspace(s) · Nominativ Plural: Cyberspaces · wird selten im Plural verwendet
Aussprache  [ˈsaɪ̯bɐˌspɛɪ̯s]
Worttrennung Cy-ber-space
DWDS-Vollartikel, 2020

Bedeutung

von Computerprogrammen erzeugte virtuelle Welt, die beim Betrachter die Illusion der Räumlichkeit (2) erzeugt
Kollokationen:
als Akkusativobjekt: den Cyberspace entdecken, erobern, nutzen
als Genitivattribut: die Räume, Weiten des Cyberspace
in Präpositionalgruppe/-objekt: im Cyberspace verschwinden, reisen; sich im Cyberspace bewegen; in den Cyberspace eintauchen; ein Angriff, eine Attacke aus dem Cyberspace
in Koordination: Realität und Cyberspace
Beispiele:
Zudem konnten Besucher des Standes im Cyberspace eine Getränkeabfüllanlage, die damals gerade im Bau war, und ein Postsortierzentrum durchstreifen, das es bis heute nicht gibt. [Die Zeit, 28.03.1997]
Wenn ein moderner Science‑Fiction‑Roman eine vergleichbare Bedeutung beanspruchen kann, so ist es William Gibsons Neuromancer, ein Abenteuer, das im Cyberspace spielt. [Die Zeit, 16.12.1999]
Führt der Cyberspace in die vierte Generation der Benutzerschnittstelle? Wird man in Zukunft Handschuh und Brille überstreifen, um mit dem Computer zu reden? [Die Zeit, 19.10.1990, Nr. 43]
Die mathematische Struktur aller gegenwärtigen Cyberspaces folgt den Regeln der euklidischen Geometrie. [C’t, 1992, Nr. 1] ungewöhnl. Pl.
umgangssprachlich das (als großer virtueller Raum gedachte) Internet
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: der deutsche, globale Cyberspace
als Genitivattribut: die Überwachung des Cyberspace
Beispiele:
Das führt zu massiven Problemen bei der juristischen Regulierung des Cyberspace, zu einer schleichenden Erosion des Rechts im Internet. [Die Zeit, 18.2.2010, Nr. 8]
Die Kritiker fürchten eine viel stärkere Überwachung des Cyberspaces durch die Justiz. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.03.2006]
Viele Angestellte unterschätzen einfach, wie schnell sie Spuren im Cyberspace hinterlassen. [Die Welt, 26.03.2005]
Sie waren mit technischer Begeisterung und sozialem Idealismus am Werk, denn sie teilten mit anderen privilegierten Netzbürgern (Netizens) etwas, das im persönlichen Umfeld kaum jemand nachvollziehen konnte: die Erfahrung des Cyberspace als eines neuen Kommunikationsraumes. [C’t, 2001, Nr. 11]
Hamburgs Behörden im Cyberspace – die Möglichkeiten des virtuellen Service sind schier unbegrenzt. [Die Welt, 17.03.2000]

Typische Verbindungen zu ›Cyberspace‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Cyberspace‹.

Zitationshilfe
„Cyberspace“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Cyberspace>, abgerufen am 29.11.2020.

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