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Däumling, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Däumlings · Nominativ Plural: Däumlinge
Aussprache 
Worttrennung Däum-ling
Wortzerlegung Daumen -ling

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. Märchengestalt
  2. 2. [landschaftlich] Teil des Handschuhs, der den Daumen bedeckt
eWDG

Bedeutungen

1.
Märchengestalt
Grammatik: nur im Singular
2.
landschaftlich Teil des Handschuhs, der den Daumen bedeckt
Beispiel:
den Däumling stricken
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Daumen · Däumling
Daumen m. zweigliedriger, stärkster Finger der Hand, der den anderen Fingern zum Fassen gegenübergestellt werden kann, ahd. (8. Jh.), asächs. thūmo, mhd. mnd. mnl. dūme, nl. duim, afries. thūma, aengl. þūma, engl. thumb (germ. *þūman-), kurzvokalisch aschwed. þumi, schwed. tumme, mit l-Suffixen anord. þumall ‘Daumen’ und aengl. þȳmel ‘Fingerhut’ führen mit aind. túmraḥ ‘kräftig, dick, groß’, lat. tumēre ‘geschwollen sein’, tumidus ‘aufgeschwollen, aufgeblasen’, tumor ‘Schwellung, Geschwulst’ (s. Tumor), tumulus ‘Bodenschwellung, Grabhügel’, tumultus ‘Getöse, Aufruhr’ (s. Tumult), lit. tumė́ti ‘gerinnen’ als m-Ableitungen auf die Wurzel ie. *tē̌u-, *teu̯ə-, *tū̌- ‘schwellen’ (wozu auch tausend, deuten, deutsch, tosen, s. d.). Daumen bedeutet danach ‘der Geschwollene, Dicke, Starke’. Die Form Daume hält sich bis ins 18. Jh.; im 15. Jh. kommen Daum (bis 19. Jh.) und Daumen auf. Däumling m. ‘für den Daumen vorgesehener Teil des Handschuhs, Daumenschutzkappe’ (14. Jh.), auch ‘daumengroße Märchengestalt’, Deminutivum von Daumen; frühnhd. deum(er)ling ‘Daumen, Daumenschutz’, mnd. mnl. dūmelinc, nl. duimeling ‘für den Daumen vorgesehener Teil des Handschuhs, Daumenschutz’; vgl. auch anord. þumlungr ‘Daumen eines Handschuhs, Daumenbreite, Zoll’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Däumling‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Däumling‹.

Verwendungsbeispiele für ›Däumling‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hier hatte ich als Kind mal den Däumling spielen sollen. [Kempowski, Walter: Tadellöser & Wolff, München: Hanser 1971 [1971], S. 141]
Und davor erstarrt nicht nur der Däumling zu einer schwarzen Silhouette. [Die Zeit, 02.08.1991, Nr. 32]
Für ihn sind die Kleinen Däumlinge interessiert, gebildet und kritisch. [Die Zeit, 02.12.2013, Nr. 49]
Er war eine Spanne lang, nicht größer als der kleine Däumling. [Die Zeit, 17.03.1955, Nr. 11]
Und wenn der Däumling nicht gestorben ist, hüpft er noch heute an Straßenrand auf und ab, ohne bemerkt zu werden. [Die Zeit, 29.09.1972, Nr. 39]
Zitationshilfe
„Däumling“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/D%C3%A4umling>.

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