Dübel, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Dübels · Nominativ Plural: Dübel
WorttrennungDü-bel (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Dübel‹ als Erstglied: ↗Dübelmasse  ·  mit ›Dübel‹ als Letztglied: ↗Hohlraumdübel · ↗Holzdübel · ↗Universaldübel
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Holzklötzchen, das zum Aufnehmen stark belasteter Haken, Schrauben, Nägel in die Wand eingegipst wird
Beispiel:
einen Dübel einsetzen, vergipsen
2.
fachsprachlich Bolzen, Zapfen zum Verbinden zweier Holzteile
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Dübel m. ‘Pflock, Zapfen, Keil’, ursprünglich aus Holz, heute vorwiegend aus Kunststoff, ahd. tubil (9. Jh.), (gi)tubili (10. Jh.) ‘Ausschnitt, Fuge’, mhd. tübel ‘Pflock, Zapfen, Nagel, Stößel’, mnd. dȫvel (woraus engl. dowel), nl. deuvel, schwed. dubb und die Verben aengl. dubbian, engl. to dub ‘zum Ritter schlagen’, ostfries. dubben ‘stoßen, schlagen’, dufen, duven ‘stoßen, drücken, pressen’ haben nur eine außergerm. Parallele in griech. (Plur.) týphoi (τύφοι) ‘Keile’. Will man diese Formen auf einen gemeinsamen Ausgangspunkt zurückführen, so kann man eine Wurzel ie. *dheubh-, *dhubh- ‘Pflock, Keil, schlagen’ ansetzen. Dübel, mit dem aus dem Nd. stammenden Anlaut d-, gehört zu dem alten Typ der Gerätebezeichnungen auf -el (germ. -ila-, s. ↗Hebel u. a.), die zu Verben gebildet sind; das hier wohl zugrundeliegende Verb ist nur in Resten bzw. Weiterbildungen (s. oben) überliefert.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bohrer Loch Nagel Schraube Wand anbringen befestigen falsch montiert reißen verwenden

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Dübel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es könnte an mir liegen, vielleicht hätte ich größere Dübel nehmen sollen.
Süddeutsche Zeitung, 06.07.2002
Wer hat Mut, wer hängt ihn auf, wer hat den Dübel?
Die Zeit, 09.04.1993, Nr. 15
Die übrigen Teile sind lediglich zusammengesteckt oder durch nur einseitig verleimte Dübel verbunden.
Bernd Käsch, Heimwerker-Handbuch: Wiesbaden: Falken-Verlag Erich Sicker 1968, S. 128
Er besteht aus drei übereinandergestapelten Holzwürfeln, mit Dübeln in der Wand verankert.
o. A.: Das Buch vom Wohnen, Hamburg: Orbis GmbH 1977, S. 237
Übrigens müßte er der Wirtin, der Dübel, mindestens drei Mark auf Abschlag geben, sonst würde sie ihn wohl rausschmeißen.
Fallada, Hans: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt - Bd. 2, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1990 [1934], S. 5
Zitationshilfe
„Dübel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Dübel>, abgerufen am 21.09.2019.

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