Düne, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Düne · Nominativ Plural: Dünen
Aussprache
WorttrennungDü-ne
Wortbildung mit ›Düne‹ als Erstglied: ↗Dünenbildung · ↗Dünengras · ↗Dünenkette · ↗Dünensand · ↗Dünenwald · ↗Dünenwall · ↗dünenartig
 ·  mit ›Düne‹ als Letztglied: ↗Bogendüne · ↗Sanddüne
eWDG, 1967

Bedeutung

Hügel, der an Küsten und in Trockengebieten vom Wind aus Flugsand zusammengeweht wird
Beispiele:
kahle, tote, (mit Strandhafer) bewachsene Dünen
die Dünen wandern, sind in Bewegung
eine Düne erklettern
auf einer Düne stehen
in den Dünen wandern
die Wogen prallten an, auf die Dünen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Düne · Wanderdüne
Düne f. vom Wind zusammengewehter Sandberg. Mnd. dūne, mnl. dūne, duyn, nl. duin, aengl. dūn m. f. ‘Höhe, Berg’, auch dūna ‘Vorgebirge, Kap’ (in ahd. Glossenhss. des 9./10. Jhs.), engl. down ‘Sandhügel, Düne’, afries. dūne und anord. dȳja ‘schütteln’ lassen sich mit aind. dhūnṓti ‘schüttelt’, lit. dujà ‘Stäubchen, feiner Regen, Nebel, Staubregen, feinstes Mehl, Dunst’, aslaw. dǫti, russ. dut’ (дуть) ‘blasen’ auf die Wurzel ie. *dheu-, *dheu̯ə- ‘stieben, wirbeln, besonders von Staub, Rauch, Dampf, wehen, blasen’ zurückführen (s. auch ↗Duft, ↗Daune, ↗Dunst). Danach kann Düne als ‘das vom Wind Aufgewirbelte, Zusammengeblasene’ gedeutet werden. Möglicherweise aber gelangt die Bezeichnung ins Kontinentalgerm. durch englische Kolonisten an der flämischen Küste (11. Jh.) und ist vielleicht kelt. Ursprungs (vgl. air. dun ‘Burg’ und latinisiertes -dunum in lat. Ortsnamen wie Lugdunum); aus dem Mnl. dringt das Wort ins Mnd. und von da ins Hd. (im 15. Jh. an der dt. Küste, im 19. Jh. allgemein). Die nhd. Lautform mit -ü- nähert sich nl. Aussprache an. Wanderdüne f. durch den Wind sich verlagernde Düne (19. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Brandung Deich Düne Erg Haff Helgoländer Kamm Kiefernwald Lagune Ostseebad Salzwiese Sand Sandbank Sandstrand Steilküste Strand Watt aufgeschüttet aufschütten auftürmen bewachsen bewaldet goldgelb grasbewachsen haushoch hinaufstapfen sandig sichelförmig vorgelagert wandernd

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Düne‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Schatten spendende Vegetation setzt leider erst hinter der Düne ein.
Die Welt, 27.12.2002
Dies hier ist ein Platz, auf dem sich alles um die Kinder dreht, ein Nest hinter den Dünen.
Der Tagesspiegel, 23.07.1999
Wir stiegen die Dünen hinauf, auch hier lief keine Spur, auch nicht an der Hütte des Malers, die wir umkreisten, ohne sie zu betreten.
Lenz, Siegfried: Deutschstunde, Hamburg: Hoffmann u. Campe 1997 [1968], S. 413
Ihr fürchtet den glühenden Sand der Dünen hier, das ist es!
Stucken, Eduard: Die weißen Götter, Stuttgart: Stuttgarter Hausbücherei [1960] [1919], S. 37
Sonnenlicht spiegelte sich auf einem glänzenden Gegenstand in der Düne.
Moers, Walter: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 323
Zitationshilfe
„Düne“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Düne>, abgerufen am 19.10.2019.

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