D-Day, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: D-Days · Nominativ Plural: D-Days · wird selten im Plural verwendet
WorttrennungD-Day
Dieser Eintrag war DWDS-Artikel des Tages am 06.06.2019.
ZDL-Vollartikel, 2019

Bedeutungen

1.
Zeitpunkt, an dem eine militärische Operation beginnt
Beispiele:
D-Day ist die Bezeichnung der Alliierten für den Beginn einer größeren militärischen Operation mit genau geplantem Ablauf. Woher der Name kommt, ist nicht genau geklärt. In einigen Quellen wird das D als »Decision«, in anderen als »Day« interpretiert. [Berliner Zeitung, 05.06.2004]
[…] bei Counterinsurgency – also der Vernetzung von militärischer Offensive, Aufbau afghanischer Sicherheitskräfte und ziviler Strukturen – geht es um die Veränderung der Einstellung von Menschen. Das Denken in D-Days funktioniert bei diesem komplexen Ansatz nicht. [Die Welt, 16.07.2010]
D meint schlicht noch einmal Day und wurde erstmals im September 1918 im Ersten Weltkrieg als Codebezeichnung benutzt. Der erste D-Day meinte den Sturmangriff, mit dem das von den Deutschen besetzte lothringische Städtchen Saint-Mihiel [durch die Amerikaner] erobert wurde. [Die Welt, 28.05.2002]
Der 6. Juni 1944, an dem die alliierte Landung in der Normandie im Rahmen der Operation »Overlord« begann, ist als D-Day in die Geschichte eingegangen. [Neue Zürcher Zeitung, 03.06.1994]
Wir beschlossen, daß Angriffstag (»D-Day« im militärischen Jargon) der 6. Oktober 1973 sein sollte. Unterdessen besuchte ich regelmäßig alle Einheiten unserer Streitkräfte, erklärte ihnen die politische Situation und sagte ihnen, daß der Krieg unmittelbar bevorstehe. [Der Spiegel, 01.05.1978, Nr. 18]
2.
allgemeiner Tag, an dem etwas Entscheidendes, das schon länger geplant ist, geschehen soll; Tag, der als verbindlicher Termin für etw. gilt
Synonym zu Stichtag
Beispiele:
Der letztmögliche Tag, an dem Bilanzen eingereicht werden dürfen, ist der 30. September – später drohen Strafen. »Das ist wirklich der D-Day für uns«, beschreibt Staribacher die Hektik. [Der Standard, 18.02.2015]
Unter grossem Erwartungsdruck hat Bankia, die führende Sparkassen-Gruppe des Landes, am Mittwoch den Sprung aufs Börsenparkett gewagt. Die spanische Wirtschaftszeitung »Expansion« sprach von einem »D-Day« für den heimischen Finanzsektor. [Neue Zürcher Zeitung, 21.07.2011]
Sportchef Sven Leuenberger hält die schützende Hand über das bröckelnde Kollektiv und erwartet die sportlichen D-Days [die entscheidenden Spiele] in den Play-offs. [Neue Zürcher Zeitung, 16.01.2011]
übertragen Am ersten Tag der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen ist auf dem Flughafen Düsseldorf D-Day: 200 Chartermaschinen heben im Fünf-Minuten-Rhythmus ab, 56000 Freizeitnomaden verwandeln die Wartehalle in ein Heerlager. [Der Spiegel, 18.07.1994, Nr. 29]
In einer zwei Minuten langen Rede verkündete er [der Generalsekretär der Vereinten Nationen] offiziell den lang ersehnten »D-Day«, den Tag des Waffenstillstands zwischen Iran und Irak: beginnend am 20. August um drei Uhr Weltzeit. [Die Zeit, 12.08.1988, Nr. 33]

Thesaurus

Synonymgruppe
(Tag der) Landung (der Alliierten) in der Normandie · (der) 6. Juni 1944 · Der längste Tag (Filmtitel)  ●  D-Day  engl., Abkürzung
Assoziationen
  • Tschechenigel  ●  Panzerigel  österr. · Stahlspinne  schweiz.
Zitationshilfe
„D-Day“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/D-Day>, abgerufen am 16.06.2019.

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