Dachshund, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungDachs-hund (computergeneriert)
WortzerlegungDachsHund1
eWDG, 1967

Bedeutung

zur Dachsjagd geeignete Hundeart, Dackel
Beispiele:
einen Dachshund aufziehen
ein Dachshund war sein treuer Begleiter
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Dachs · Frechdachs · Dachshund
Dachs m. Das zu den Mardern gehörende Säugetier mit spitzem Kopf und starken Grabkrallen heißt ahd. thahs (11. Jh.), mhd. dahs, mnl. nl. das. Die im Germ. vielleicht allgemein verbreitete Bezeichnung (vgl. das zweite Kompositionsglied von norw. svintoks ‘Dachs’; aus Ortsnamen ist auch asächs. thahs nachzuweisen und anord. *þǫx zu erschließen) ergibt gleichbed. spätlat. taxus, taxo und gelangt früh in die roman. Sprachen. Am wahrscheinlichsten läßt sich das vorauszusetzende germ. *þahsu- wie aind. tákṣati ‘verfertigt, zimmert, schafft, behaut’, tákṣā ‘Zimmermann’, griech. téktōn (τέκτων) ‘Zimmermann’, téchnē (τέχνη) ‘Kunst, Geschicklichkeit, Handwerk’, lat. textor ‘Weber’, air. tāl ‘Axt’, aslaw. tesati ‘hauen, fällen’, russ. tesát’ (тесать) ‘behauen, zimmern’, aruss. tesъ ‘Span, dünnes Brett, Markierung am Baum’, russ. tës (тёс) ‘dünne Bretter’ zu ie. *tek̑s-, *tek̑t- ‘flechten, Holzwerk zusammenfügen, zimmern’ stellen (s. ↗Architekt, ↗Technik, ↗Text); Benennungsmotiv wäre dann das Herstellen des kunstvollen Baus. Sommer in: IF 31 (1913) 359 f. erwägt dagegen Anschluß an die nur germ. und kelt. bezeugte Wortgruppe von ↗dick (s. d., ie. *tegu̯-) und erklärt das Affix -s als Analogie zu Tiernamen wie ↗Fuchs und ↗Luchs (s. d.). Frechdachs m. ‘frecher, vorlauter junger Mensch’ (Ende 19. Jh.); Übertragung auf Menschen schon bei mhd. dahs; vgl. auch die nhd. Fügung junger Dachs ‘unerfahrener junger Mensch’. Dachshund m. ‘zur Dachsjagd geeigneter Hund, Dackel’ (15. Jh.); s. ↗Dackel.

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Dachshund · ↗Dackel · ↗Teckel
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Hartnäckigkeit

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Dachshund‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Fell ist schwarz mit rostroten Abzeichen wie bei unserem Dachshund.
Welt und Wissen, 1927
Einer, der an keine Treue auf der Welt mehr glaubte, bekam einen Dachshund.
Keller, Paul: Ferien vom Ich, München: Bergstadtverl. Korn 1963 [1915], S. 168
Tatsächlich hatte Mitte November die Bitte der Königin nach Mithilfe bei der Suche nach dem abgängigen Dachshund ein ganzes Volk in Bewegung gesetzt.
Süddeutsche Zeitung, 15.03.1994
Wahrscheinlich verdankt auch die Rasse der Dachshunde einem ähnlichen "Zufall" ihre Entstehung.
Hesse, Richard: Der Tierkörper als selbständiger Organismus, Leipzig u. a.: B. G. Teubner 1910, S. 924
Der Zeitgeist hat den Dackel - auch Teckel oder Dachshund genannt - wiederentdeckt, Vereine berichten über neuen Zulauf.
Die Zeit, 17.07.2011 (online)
Zitationshilfe
„Dachshund“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Dachshund>, abgerufen am 22.05.2019.

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