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Dachstuhl, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Dachstuhl(e)s · Nominativ Plural: Dachstühle
Aussprache 
Worttrennung Dach-stuhl
Wortzerlegung Dach Stuhl1
Wortbildung  mit ›Dachstuhl‹ als Erstglied: Dachstuhlbrand
eWDG

Bedeutung

Bauwesen tragende Konstruktion des Daches
Beispiele:
den Dachstuhl aufsetzen
das zerstörte, ausgezackte Mauerwerk trug einen provisorischen, sehr flachen Dachstuhl [ BöllWaage16]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Dach · Dachstuhl
Dach n. ‘oberer Abschluß eines Gebäudes’. Ahd. thah ‘Dach, Haus, Bedeckung’ (9. Jh.), mhd. dach ‘Dach, Bedeckung, das Oberste, Schützende’, mnd. dak, mnl. dac, nl. dak, aengl. þæc ‘Dach’, anord. þak, schwed. tak ‘Dach, Decke’ bezeichnet ursprünglich ‘das Bedeckende’ und gehört zu dem unter decken (s. d.) behandelten germ. Verb. Mit diesem läßt es sich an die auch durch außergerm. Verwandte wie griech. stégein (στέγειν) ‘decken, schützen’, stégos, tégos (στέγος, τέγος) n., stégē, tégē (στέγη, τέγη) f. ‘Dach, Haus’, lat. tegere ‘decken, bedecken’, tēgulum ‘Decke, Dach’, tēgula ‘Dachziegel, Ziegeldach’ (s. Ziegel), tēctum ‘Dach, Haus’, toga ‘Bedeckung, Obergewand’, lit. stíegti ‘ein Strohdach aufsetzen’ bezeugte Wurzel ie. *(s)teg- ‘decken’ anschließen. Im Dt. übliche Wendungen wie etw. unter Dach (und Fach) bringen ‘etw. abschließen, vollenden’ (18. Jh.), jmdm. aufs Dach steigen ‘jmdn. tadeln, bestrafen’ (18. Jh., älter jmdm. übers Dach kommen, 17. Jh.), eins aufs Dach kriegen ‘geschlagen, getadelt werden’ (Anfang 19. Jh.) u. ä. beruhen auf metaphorischem Gebrauch von Dach als ‘Schutz, Zuflucht’ (mhd.) und ‘Schädeldecke, Kopf’ (16. Jh.). – Dachstuhl m. ‘tragende Konstruktion des Daches’; die frühnhd. Zusammensetzung (um 1500) verdeutlicht das im Spätmhd. in gleicher Bedeutung vorkommende einfache stuol (s. Stuhl).

Thesaurus

Architektur, Technik
Synonymgruppe
Dachgerüst · Dachkonstruktion · Dachstuhl · Dachtragwerk · Dachwerk
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Dachstuhl‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Dachstuhl‹.

Verwendungsbeispiele für ›Dachstuhl‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In einem Salon im ersten Stock ist ein Stück Dachstuhl durchgebrochen. [Die Zeit, 18.12.2008, Nr. 52]
Mal baut er Möbel, mal hilft er beim Verschalen, ab und an turnt er durch Dachstühle. [Süddeutsche Zeitung, 24.08.2002]
Der Brand breitete sich rasch über den Dachstuhl auf das gesamte zweistöckige Gebäude aus. [Süddeutsche Zeitung, 16.05.1998]
Das ausweichende Gas entzündete sich, der Dachstuhl brannte komplett aus. [Süddeutsche Zeitung, 09.03.1996]
Wir finden noch heute in alten Kirchen und Schlössern hölzerne Dachstühle, die Jahrhunderte unbeschadet überdauert haben. [Welt und Wissen, 1927]
Zitationshilfe
„Dachstuhl“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Dachstuhl>.

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