Dackelblick, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Dackelblick(e)s · Nominativ Plural: Dackelblicke
Aussprache [ˈdakl̩ˌblɪk]
Worttrennung Da-ckel-blick
Wortzerlegung  Dackel Blick1
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

oft spöttisch einen treuherzigen Eindruck machender oder machen wollender Blick
Beispiele:
Charly H[…] beherrscht diesen intensiven, treuherzigen Dackelblick, der kein Herz ungerührt lässt, es sei denn, es ist aus Stein. [Süddeutsche Zeitung, 23.12.2017]
Dem Dackelblick muss man, und mag er auch noch so treuherzig ausfallen, widerstehen können. [Rhein-Zeitung, 19.11.2018]
»Man wird jetzt einen anderen Klinsmann kennen lernen. Die Zeit des Welpenschutz‑Programms ist vorbei.« Soll heißen: Mit Dackelblicken können die jungen Spieler ihrem Bundestrainer nicht mehr kommen. [Berliner Zeitung, 12.10.2005]
Manche Leute schaffen es […] wunderbar, ihren Willen mit demonstrativer Schwäche durchzusetzen. Sie suggerieren den anderen, daß sie deren Hilfe und Nachgiebigkeit brauchen, weil sie doch selbst so schwach sind. Notfalls werden Dackelblick und Tränen eingesetzt. [Kellner, Hedwig: Das geheime Wissen der Personalchefs, Frankfurt a. M.: Eichborn 1998, S. 67]
Und schon hat sie den richtigen Ton gefunden, diese menschelnde, betroffen triefende Stimmlage, gepaart mit dem Dackelblick, der Steine erweichen läßt. [die tageszeitung, 09.01.1989]

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Dackelblick‹

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Zitationshilfe
„Dackelblick“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Dackelblick>, abgerufen am 24.10.2021.

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