Dame, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Dame · Nominativ Plural: Damen
Aussprache
WorttrennungDa-me (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Dame‹ als Erstglied: ↗Damenbad · ↗Damenbart · ↗Damenbedienung · ↗Damenbegleitung · ↗Damenbekanntschaft · ↗Damenbekleidung · ↗Damenbesuch · ↗Damenbinde · ↗Damencoupé · ↗Damendoppel · ↗Dameneinzel · ↗Damenfahrrad · ↗Damenflor · ↗Damenflügel · ↗Damenfriseur · ↗Damenfrisör · ↗Damenfußball · ↗Damengarnitur · ↗Damengesellschaft · ↗Damenhandschuh · ↗Damenhandtasche · ↗Damenkapelle · ↗Damenkleid · ↗Damenkleidung · ↗Damenkonfektion · ↗Damenkränzchen · ↗Damenmangel · ↗Damenmannschaft · ↗Damenmantel · ↗Damenmode · ↗Damenoberbekleidung · ↗Damenprogramm · ↗Damenrad · ↗Damenringkampf · ↗Damenrock · ↗Damensalon · ↗Damensattel · ↗Damensauna · ↗Damenschneider · ↗Damenschneiderei · ↗Damenschneiderin · ↗Damenschreibtisch · ↗Damenschuh · ↗Damenstift · ↗Damentaschentuch · ↗Damentee · ↗Damentoilette · ↗Damenuhr · ↗Damenunterwäsche · ↗Damenvelo · ↗Damenverbindung · ↗Damenwahl · ↗Damenwelt · ↗Damenwäsche · ↗Damenzimmer · ↗Dämchen · ↗damenhaft
 ·  mit ›Dame‹ als Letztglied: ↗Animierdame · ↗Anstandsdame · ↗Balldame · ↗Bardame · ↗Buffetdame · ↗Büfettdame · ↗Büffetdame · ↗Coeurdame · ↗Dackeldame · ↗Edeldame · ↗Ehrendame · ↗Eicheldame · ↗Elefantendame · ↗Empfangsdame · ↗Escort-Dame · ↗Escortdame · ↗Gesellschaftsdame · ↗Hausdame · ↗Herzdame · ↗Herzensdame · ↗Hofdame · ↗Kameldame · ↗Karodame · ↗Kreuzdame · ↗Lebedame · ↗Liebesdame · ↗Modedame · ↗Pikdame · ↗Salondame · ↗Schellendame · ↗Schildkrötendame · ↗Schreibmaschinendame · ↗Stiftsdame · ↗Theaterdame · ↗Tischdame · ↗Treffdame · ↗Trumpfdame · ↗Vorführdame · ↗Vorstandsdame · ↗Vorzimmerdame · ↗Weltdame
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Frau, Fräulein
a)
höflich Bezeichnung für eine weibliche Person
Beispiele:
die Damen haben den Vortritt
eine Dame zum Tanz auffordern
eine Dame in Schwarz
Sport die holländische Meisterin siegte im Brustschwimmen der Damen
veraltend seine Damen (= weiblichen Familienangehörigen) ins Theater begleiten
veraltend die Dame seines Herzens (= seine Angebetete)
häufig in der Gegenüberstellung »Dame – Herr«
Beispiele:
ich sah einen Herrn und eine Dame vorübergehen
Herren und Damen saßen in bunter Reihe
die Damen und Herren des Vorstandes
meine Damen und Herren! (= Anrede an die Zuhörer bei einer Rede, Vorlesung)
meine Dame (= Anrede, die häufig von Verkäufern, Handwerkern verwendet wird)
Beispiele:
was darf es sein, meine Dame?
ist es so recht, meine Dame?
Es kostet einen Schilling, die Dame [BrechtDreigroschenroman256]
b)
weibliche Person, die ein gepflegtes Äußeres, kultiviertes Benehmen und Bildung hat
Beispiele:
eine vollendete, vornehme, adlige, begüterte, reiche, feine, junge, ältere, bessere Dame
abwertend eine zweifelhafte, leichte Dame
das Kind ist schon eine kleine Dame geworden
kennst du die reizende alte Dame?
Studentensprache meine alte Dame (= meine Mutter)
als große Dame auftreten
eine Dame von Rang, Welt
die Dame spielen
sich als Dame aufspielen
sie ist ganz Dame (= sehr vornehm)
er behandelt sie immer wie eine Dame
Er malte sich aus, wie er Hochzeit feiern wird mit Marcia Terentia, einer der großen Damen des Reichs [Feuchtw.Nero138]
bildlich
Beispiele:
die Dame Glück
die sehr wohlgeborene Dame Gerechtigkeit [RaabeII 1,230]
2.
übertragen
Schach Königin
Beispiel:
die Dame schlagen
Kartenspiel dritthöchste Karte mit dem Bild einer Dame, die den Zahlenwert 3 hat
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Dame f. ‘Frau von Bildung und gepflegtem Äußeren’, heute allgemein höfliche Bezeichnung für eine weibliche Person. Aus lat. domina (synkopiert domna, 1. Jh.) ‘Herrin, Gebieterin, Hausfrau’ hervorgegangenes gleichbed. afrz. dame findet sich gelegentlich in mhd. Texten als Teil fremdsprachiger Floskeln; Ende des 16. Jhs. wird frz. dame ins Dt. entlehnt, ist in der Bedeutung ‘geliebte Frau, Herrin’ zunächst Modewort der höfisch-galanten Dichtung (wie ↗Kavalier und ↗Galan, s. d.) und seit Mitte des 17. Jhs. die übliche Benennung für Frauen des Adels; auf bürgerliche Frauen wird es erst gegen Ende des 18. Jhs. angewendet. Daneben tritt im 17. Jh. die (wohl durch Euphemismus entstandene) Bedeutung ‘Geliebte, Mätresse, Dirne’ auf (so auch das Deminutivum Dämchen), die in der 2. Hälfte des 19. Jhs. erneut gebräuchlich wird. Im 17./18. Jh. kommt häufig noch frz. Pluralbildung Dames vor. Bis Anfang des 18. Jhs. ist neben Dame auch die aus dem Ital. oder Span. entlehnte Form Dama bezeugt (ital. span. dama nach frz. dame, dagegen regelrecht aus lat. domina entwickelt ital. donna, span. dueña, doña). Übertragene Verwendungen von Dame sind ‘dritthöchste Spielkarte’ (Mitte 17. Jh.) und ‘zugstärkste Figur des Schachspiels’ (Mitte 18. Jh.), doch kann hier auch gesonderte Übernahme aus dem Frz. vorliegen, ebenso wie bei Dame ‘dem Schach ähnliches Brettspiel’ (17. Jh., auch als Mask. Dam), zuerst bekannt im Kompositum Damespiel (Anfang 17. Jh., ohne Zusammenhang mit mnd. dōmspil, das zu mnd. dōm m. ‘Urteil, Gesetz’ gehört) nach dem Vorbild von frz. jeu de dames, span. juego de damas; zur möglichen Umdeutung eines anders motivierten arab. Namens im Span. vgl. Lokotsch Wörter oriental. Ursprungs (1927) 149.

Thesaurus

Synonymgruppe
Dame · ↗Damespiel
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Dame · Frau von Stand · Grande Dame · ↗Lady · elegante Frau · vornehme Dame  ●  ↗Madame  franz. · Signora  ital.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Dame (Schach)  ●  ↗Königin  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(eine) Eva · ↗(eine) Sie · Dame · ↗Evastochter · ↗Frauensperson · Vertreterin des schönen Geschlechts · Vertreterin des weiblichen Geschlechts · ↗Weibsbild · weibliche Person · weiblicher Mensch  ●  ↗Frau  Hauptform · ↗Frauenzimmer  veraltet · Person weiblichen Geschlechts  Amtsdeutsch · ↗Weib  veraltend, abwertend · weibliches Wesen  scherzhaft · ↗Braut  ugs., salopp · ↗Grazie (eingeschränkter Gebrauch)  ugs. · ↗Kalle  derb, Gaunersprache · ↗Lady  ugs., salopp, engl. · ↗Mutti  ugs. · ↗Perle  ugs., regional, salopp · ↗Schnalle  ugs., salopp · ↗Tante  ugs. · ↗Trine  ugs., schimpfwort, selten · ↗Weibsen  ugs., Plural, abwertend, scherzhaft · ↗Weibsperson  ugs. · ↗Weibsstück  derb, abwertend
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Besuch Gesellschaft Grill Gruppenbild Herr Hut Kleid Kostüm Turnier WTA-Turnier Weltrangliste alt anwesend beid bekleidet betagt blond drei elegant fein freundlich geehrt gekleidet hübsch jung nett resolut verehrt vornehm zierlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Dame‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dann gibt er das Wort an die Dame zu seiner Linken ab.
Die Zeit, 14.12.2013 (online)
Es gehörte einer alten Dame, die drei Bücher mitgebracht hatte.
Suter, Martin: Lila, Lila, Zürich: Diogenes 2004, S. 166
Bei alledem duldete man ihn in Weimar, und die Damen fanden ihn angenehm.
konkret, 1984
Die Damen nehmen am Tisch Platz, erst dann setze auch ich mich.
Volkland, Alfred: Überall gern gesehen. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1941], S. 25682
Schon gar nicht rechtfertigt eine verschiedene soziale Stellung der beiden Damen ein solches Verhalten.
Haluschka, Helene: Noch guter Ton? In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 3046
Zitationshilfe
„Dame“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Dame#1>, abgerufen am 21.08.2018.

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Dame, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Dame · Nominativ Plural: Damen
Aussprache
WorttrennungDa-me (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Dame‹ als Erstglied: ↗Damebrett · ↗Damespiel · ↗Damestein
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
nur im Singular, ohne Artikel
Brettspiel, bei dem die Spieler versuchen, die Steine des Gegners wegzunehmen und die eigenen Steine in die letzte gegnerische Feldreihe zu bringen
Beispiel:
er spielte gern Dame
2.
Stein, der bei 1 in die letzte gegnerische Feldreihe gerückt ist und auf den ein zweiter Stein gesetzt wird, um ihn von den anderen abzuheben
Beispiele:
eine Dame bekommen, wegnehmen
er hat schon drei Damen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Dame f. ‘Frau von Bildung und gepflegtem Äußeren’, heute allgemein höfliche Bezeichnung für eine weibliche Person. Aus lat. domina (synkopiert domna, 1. Jh.) ‘Herrin, Gebieterin, Hausfrau’ hervorgegangenes gleichbed. afrz. dame findet sich gelegentlich in mhd. Texten als Teil fremdsprachiger Floskeln; Ende des 16. Jhs. wird frz. dame ins Dt. entlehnt, ist in der Bedeutung ‘geliebte Frau, Herrin’ zunächst Modewort der höfisch-galanten Dichtung (wie ↗Kavalier und ↗Galan, s. d.) und seit Mitte des 17. Jhs. die übliche Benennung für Frauen des Adels; auf bürgerliche Frauen wird es erst gegen Ende des 18. Jhs. angewendet. Daneben tritt im 17. Jh. die (wohl durch Euphemismus entstandene) Bedeutung ‘Geliebte, Mätresse, Dirne’ auf (so auch das Deminutivum Dämchen), die in der 2. Hälfte des 19. Jhs. erneut gebräuchlich wird. Im 17./18. Jh. kommt häufig noch frz. Pluralbildung Dames vor. Bis Anfang des 18. Jhs. ist neben Dame auch die aus dem Ital. oder Span. entlehnte Form Dama bezeugt (ital. span. dama nach frz. dame, dagegen regelrecht aus lat. domina entwickelt ital. donna, span. dueña, doña). Übertragene Verwendungen von Dame sind ‘dritthöchste Spielkarte’ (Mitte 17. Jh.) und ‘zugstärkste Figur des Schachspiels’ (Mitte 18. Jh.), doch kann hier auch gesonderte Übernahme aus dem Frz. vorliegen, ebenso wie bei Dame ‘dem Schach ähnliches Brettspiel’ (17. Jh., auch als Mask. Dam), zuerst bekannt im Kompositum Damespiel (Anfang 17. Jh., ohne Zusammenhang mit mnd. dōmspil, das zu mnd. dōm m. ‘Urteil, Gesetz’ gehört) nach dem Vorbild von frz. jeu de dames, span. juego de damas; zur möglichen Umdeutung eines anders motivierten arab. Namens im Span. vgl. Lokotsch Wörter oriental. Ursprungs (1927) 149.

Thesaurus

Synonymgruppe
Dame · ↗Damespiel
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Dame · Frau von Stand · Grande Dame · ↗Lady · elegante Frau · vornehme Dame  ●  ↗Madame  franz. · Signora  ital.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Dame (Schach)  ●  ↗Königin  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(eine) Eva · ↗(eine) Sie · Dame · ↗Evastochter · ↗Frauensperson · Vertreterin des schönen Geschlechts · Vertreterin des weiblichen Geschlechts · ↗Weibsbild · weibliche Person · weiblicher Mensch  ●  ↗Frau  Hauptform · ↗Frauenzimmer  veraltet · Person weiblichen Geschlechts  Amtsdeutsch · ↗Weib  veraltend, abwertend · weibliches Wesen  scherzhaft · ↗Braut  ugs., salopp · ↗Grazie (eingeschränkter Gebrauch)  ugs. · ↗Kalle  derb, Gaunersprache · ↗Lady  ugs., salopp, engl. · ↗Mutti  ugs. · ↗Perle  ugs., regional, salopp · ↗Schnalle  ugs., salopp · ↗Tante  ugs. · ↗Trine  ugs., schimpfwort, selten · ↗Weibsen  ugs., Plural, abwertend, scherzhaft · ↗Weibsperson  ugs. · ↗Weibsstück  derb, abwertend
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Besuch Gesellschaft Grill Gruppenbild Herr Hut Kleid Kostüm Turnier WTA-Turnier Weltrangliste alt anwesend beid bekleidet betagt blond drei elegant fein freundlich geehrt gekleidet hübsch jung nett resolut verehrt vornehm zierlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Dame‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dann gibt er das Wort an die Dame zu seiner Linken ab.
Die Zeit, 14.12.2013 (online)
Es gehörte einer alten Dame, die drei Bücher mitgebracht hatte.
Suter, Martin: Lila, Lila, Zürich: Diogenes 2004, S. 166
Bei alledem duldete man ihn in Weimar, und die Damen fanden ihn angenehm.
konkret, 1984
Die Damen nehmen am Tisch Platz, erst dann setze auch ich mich.
Volkland, Alfred: Überall gern gesehen. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1941], S. 25682
Schon gar nicht rechtfertigt eine verschiedene soziale Stellung der beiden Damen ein solches Verhalten.
Haluschka, Helene: Noch guter Ton? In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 3046
Zitationshilfe
„Dame“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Dame#2>, abgerufen am 21.08.2018.

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