Dank, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Dank(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
Wortbildung mit ›Dank‹ als Erstglied: ↗Dankadresse · ↗Dankaltar · ↗Dankbrief · ↗Dankesbesuch · ↗Dankesbezeigung · ↗Dankesblick · ↗Dankesbrief · ↗Dankesformel · ↗Dankespflicht · ↗Dankesschuld · ↗Dankeswort · ↗Dankfest · ↗Dankgebet · ↗Dankgefühl · ↗Dankgottesdienst · ↗Danklied · ↗Dankopfer · ↗Danksagung · ↗Dankschreiben · ↗dankbeflissen · ↗dankerfüllt
 ·  mit ›Dank‹ als Letztglied: ↗Erntedank · ↗Waidmannsdank · ↗Weidmannsdank
eWDG, 1967

Bedeutung

Gefühl und Ausdruck der Anerkennung und moralischen Verpflichtung für ein Geschenk, eine Gefälligkeit, Wohltat, die man von jmdm. empfangen hat
Beispiele:
jmdm. Dank schulden, zu (großem) Dank verpflichtet sein
jmdm. gebührt Dank
jmd. verdient Dank
etw. mit Dank erhalten, annehmen, zurückgeben
gehoben jmdm. (keinen) Dank wissen
einige Worte des Dankes sagen
jmdm. seinen aufrichtigsten, herzlichsten, wärmsten, innigsten Dank sagen, aussprechen
nehmen Sie meinen allerherzlichsten Dank!
vielen, schönen, verbindlichsten, besten Dank!
vertraulich tausend Dank!
Gott sei (Lob und) Dank!
gehoben jmdm. seinen Dank abstatten, abtragen
als, zum Dank überreicht sie ihm einen Ring
von Dank erfüllt sein
das ist der Dank für deine Gefälligkeit, Mühe
(keinen) Dank ernten
ich habe nie auf seinen Dank gerechnet
landschaftlich jmdm. etw., nichts zu Dank/Danke (= zur Zufriedenheit) machen
Den Dank, Dame, begehr' ich nicht [SchillerHandschuh]
War das Bankhaus Wahl nicht geneigt, sich den Dank des Vaterlandes zu erwerben [A. ZweigJunge Frau81]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Dank · dank · danken · dankbar · abdanken · Abdankung
Dank m. ‘Gefühl der Verpflichtung, Erkenntlichkeit’, ahd. thanc (8. Jh.), mhd. danc, asächs. thank, mnd. dank, mnl. danc, nl. dank, afries. thonc, thanc, aengl. þanc, engl. thanks (Plur.), anord. þǫkk, got. þagks (germ. *þanka-). Die Substantive sind Verbalnomina zu dem unter ↗denken (s. d.) behandelten Verb. Das ahd. Substantiv ist sowohl in den Bedeutungen ‘Gedanke’ und ‘Wille, Absicht’ wie auch in der im Nhd. überwiegenden Anwendung ‘dankbare Gesinnung, Erkenntlichkeit’ bezeugt. Ausgangspunkt für diese in der Gegenwart allein herrschende Bedeutung ist das Denken an eine empfangene Wohltat. dank Präp. ‘infolge, wegen’ (Ende 19. Jh.); voraus gehen Verbindungen des Substantivs mit Dativobjekten, Dank (sei) jmdm., einer Sache, die seit dem 18. Jh. ihren parenthetischen Charakter verlieren und zunehmend kausal verwendet werden. danken Vb. ‘Dank aussprechen’, ahd. thankōn (9. Jh.), mhd. mnd. mnl. nl. danken, asächs. thankon, afries. thonkia, aengl. þancian, engl. to thank, anord. þakka, abgeleitet vom Substantiv. Seit dem Ahd. geläufig in der Verbindung jmdm. (mit Worten) danken, wobei das, wofür gedankt wird, ursprünglich im Genitiv steht. In der Konstruktion jmdm. (einer Sache, einem Umstand) etw. danken (seit etwa 1200) nimmt danken die Bedeutung ‘verdanken’ an. dankbar Adj. ‘von Dank erfüllt, erkenntlich’, auch ‘angenehm, lohnend, zufriedenstellend’, mhd. dancbære ‘Geneigtheit hervorbringend, angenehm, von Dank erfüllt’; vgl. ahd. thancbāri ‘begünstigt’ (10. Jh.), dagegen unthancbāri ‘undankbar’ (9. Jh.). abdanken Vb. ‘von einem Amt zurücktreten’ (16. Jh.); ebenso alt ist der heute verblassende transitive Gebrauch ‘den Abschied geben, entlassen’. Abdankung f. ‘Entlassung’ (16. Jh.), ‘Rücktritt’ (17. Jh.); ‘Trauerfeier’ (17. Jh.; noch schweiz.).

Thesaurus

Religion
Synonymgruppe
Dank · ↗Dankbarkeit · ↗Dankfest · ↗Dankgefühl · ↗Danksagung · ↗Erkenntlichkeit  ●  ↗Dankeschön  Jargon
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Allah Anerkennung Artikel Bewunderung Einladung Gastfreundschaft Glückwunsch Gruß Lob Respekt Vaterland Wiederhören abstatten aufrichtig aussprechen besonder empfunden entgegennehmen ernten gebühren herzlich innig schenken schulden tiefempfunden verbindlich verpflichten zollen überbringen übermitteln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Dank‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das sei heute nicht mehr möglich, der Transparenz sei Dank.
Die Zeit, 31.12.2012 (online)
Sie waren einerseits leider nicht fit und andererseits Gott sei Dank.
Süddeutsche Zeitung, 08.06.2002
Dank scheint ein Wort zu sein, das weithin ausgestorben ist.
Commer, Heinrich: Managerknigge. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1985], S. 8831
Haben Sie in keiner Weise Ihren Dank zum Ausdruck gebracht?
o. A.: Siebenundfünfzigster Tag. Dienstag, 12. Februar 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 7478
Für den Dank sind aber tausend Jahre wohl eine allzu lange Zeit.
Bodenreuth, Friedrich [d.i. Jaksch, Friedrich]: Alle Wasser Böhmens fließen nach Deutschland, Berlin: Büchergilde Gutenberg 1938 [1937], S. 9
Zitationshilfe
„Dank“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Dank>, abgerufen am 16.12.2018.

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