Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Dank, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Dank(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache  [daŋk]
Wortbildung  mit ›Dank‹ als Erstglied: Dankadresse · Dankaltar · Dankbesuch · Dankbrief · Dankesadresse · Dankesbesuch · Dankesbezeigung · Dankesblick · Dankesbrief · Dankesformel · Dankesgruß · Dankeslied · Dankespflicht · Dankesrede · Dankesschreiben · Dankesschuld · Dankeswort · Dankfest · Dankgebet · Dankgedächtnis · Dankgefühl · Dankgottesdienst · Danklied · Dankopfer · Danksagung · Dankschreiben · dankbeflissen · dankenswert · dankerfüllt
 ·  mit ›Dank‹ als Letztglied: Erntedank · Waidmannsdank · Weidmannsdank
 ·  mit ›Dank‹ als Grundform: danken
eWDG

Bedeutung

Gefühl und Ausdruck der Anerkennung und moralischen Verpflichtung für ein Geschenk, eine Gefälligkeit, Wohltat, die man von jmdm. empfangen hat
Beispiele:
jmdm. Dank schulden, zu (großem) Dank verpflichtet sein
jmdm. gebührt Dank
jmd. verdient Dank
etw. mit Dank erhalten, annehmen, zurückgeben
gehobenjmdm. (keinen) Dank wissen
einige Worte des Dankes sagen
jmdm. seinen aufrichtigsten, herzlichsten, wärmsten, innigsten Dank sagen, aussprechen
nehmen Sie meinen allerherzlichsten Dank!
vielen, schönen, verbindlichsten, besten Dank!
vertraulichtausend Dank!
umgangssprachlichGott sei (Lob und) Dank!
gehobenjmdm. seinen Dank abstatten, abtragen
als, zum Dank überreicht sie ihm einen Ring
von Dank erfüllt sein
das ist der Dank für deine Gefälligkeit, Mühe
(keinen) Dank ernten
ich habe nie auf seinen Dank gerechnet
landschaftlichjmdm. etw., nichts zu Dank/Danke (= zur Zufriedenheit) machen
Den Dank, Dame, begehr' ich nicht [ SchillerHandschuh]
War das Bankhaus Wahl nicht geneigt, sich den Dank des Vaterlandes zu erwerben [ A. ZweigJunge Frau81]
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Dank · dank · danken · dankbar · abdanken · Abdankung
Dank m. ‘Gefühl der Verpflichtung, Erkenntlichkeit’, ahd. thanc (8. Jh.), mhd. danc, asächs. thank, mnd. dank, mnl. danc, nl. dank, afries. thonc, thanc, aengl. þanc, engl. thanks (Plur.), anord. þǫkk, got. þagks (germ. *þanka-). Die Substantive sind Verbalnomina zu dem unter denken (s. d.) behandelten Verb. Das ahd. Substantiv ist sowohl in den Bedeutungen ‘Gedanke’ und ‘Wille, Absicht’ wie auch in der im Nhd. überwiegenden Anwendung ‘dankbare Gesinnung, Erkenntlichkeit’ bezeugt. Ausgangspunkt für diese in der Gegenwart allein herrschende Bedeutung ist das Denken an eine empfangene Wohltat. – dank Präp. ‘infolge, wegen’ (Ende 19. Jh.); voraus gehen Verbindungen des Substantivs mit Dativobjekten, Dank (sei) jmdm., einer Sache, die seit dem 18. Jh. ihren parenthetischen Charakter verlieren und zunehmend kausal verwendet werden. danken Vb. ‘Dank aussprechen’, ahd. thankōn (9. Jh.), mhd. mnd. mnl. nl. danken, asächs. thankon, afries. thonkia, aengl. þancian, engl. to thank, anord. þakka, abgeleitet vom Substantiv. Seit dem Ahd. geläufig in der Verbindung jmdm. (mit Worten) danken, wobei das, wofür gedankt wird, ursprünglich im Genitiv steht. In der Konstruktion jmdm. (einer Sache, einem Umstand) etw. danken (seit etwa 1200) nimmt danken die Bedeutung ‘verdanken’ an. dankbar Adj. ‘von Dank erfüllt, erkenntlich’, auch ‘angenehm, lohnend, zufriedenstellend’, mhd. dancbære ‘Geneigtheit hervorbringend, angenehm, von Dank erfüllt’; vgl. ahd. thancbāri ‘begünstigt’ (10. Jh.), dagegen unthancbāri ‘undankbar’ (9. Jh.). abdanken Vb. ‘von einem Amt zurücktreten’ (16. Jh.); ebenso alt ist der heute verblassende transitive Gebrauch ‘den Abschied geben, entlassen’. Abdankung f. ‘Entlassung’ (16. Jh.), ‘Rücktritt’ (17. Jh.); ‘Trauerfeier’ (17. Jh.; noch schweiz.).

Thesaurus

Religion
Synonymgruppe
Dank · Dankbarkeit · Dankfest · Dankgefühl · Danksagung · Erkenntlichkeit  ●  Dankeschön  Jargon
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Dank‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Dank‹.

Verwendungsbeispiele für ›Dank‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Für den Dank sind aber tausend Jahre wohl eine allzu lange Zeit. [Bodenreuth, Friedrich [d.i. Jaksch, Friedrich]: Alle Wasser Böhmens fließen nach Deutschland, Berlin: Büchergilde Gutenberg 1938 [1937], S. 9]
Ich spreche Ihnen auf diesem Wege meinen herzlichsten Dank aus. [o. A.: Heumann-Heilmittel, o. O.: [1936], S. 67]
In diesen Dank wollen wir vor allem aber die Frauen auf dem Lande einschließen. [o. A.: Rundfunkansprache über die totale Mobilmachung des Reichsgaues Wien, 10.03.1943]
Das Werk verpflichtet also die Historiker der verschiedensten Gebiete zu Dank. [Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1930, S. 435]
Es drängt mich an dieser Stelle auch, einigen Dank abzustatten. [Archiv der Gegenwart, 2001 [2000]]
Zitationshilfe
„Dank“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Dank>.

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