Dauerschach, das
GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Dauerschach(e)s · Nominativ Plural: Dauerschachs
WorttrennungDau-er-schach
Wortzerlegungdauern1Schach
DWDS (Vollartikel), 2015

Bedeutung

Phase im Schachspiel, bei der ein König den gegnerischen Schachgeboten nicht ausweichen kann und das Spiel mit Remis endet
Beispiele:
Es ist oft möglich, die schon theoretisch verlorene Partie durch einen geschickten Kniff unentschieden zu retten. Neben den Pattkombinationen sind die Dauerschachs am häufigsten, die es ermöglichen, […] doch noch den rettenden Remishafen zu erreichen. [Orbán, László: Schach für Anfänger. Baden-Baden: Humboldt Verlags GmbH 2007, S. 241]
In der dritten Partie setzte der Russe zwar Wesselin Topalow aus der Eröffnung heraus unter Druck, verbrauchte aber viel Bedenkzeit und erzwang in Zeitnot ein Remis durch Dauerschach. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.09.2006]
Will Weiß nun seinen Läufer e4 retten, kann er Dauerschach nicht vermeiden, z.B. 48.Lf3 Dc1+ 49.Kf2 Dd2+ 50.Le2 Df4+ 51.Kg1 De3+ usw. bis in alle Ewigkeit. [Welt am Sonntag, 11.05.1997]
Wenn schon in den 45 Zügen einer Schachpartie soviel Möglichkeiten liegen, wieviel Möglichkeiten liefert uns dann ein einziger Tag unseres eigenen Lebens? Eine Art Dauerschach. Wer da will, mag Remis anbieten. [Die Zeit, 27.11.1987] vergleichend
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Remis

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Dauerschach‹.

Zitationshilfe
„Dauerschach“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Dauerschach>, abgerufen am 25.07.2017.

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