Debakel, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Debakels · Nominativ Plural: Debakel
Aussprache
WorttrennungDe-ba-kel
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Debakel‹ als Letztglied: ↗Heimdebakel · ↗Mautdebakel · ↗Wahldebakel
eWDG, 1967

Bedeutung

Zusammenbruch
Beispiele:
etw. führt zum, endet in einem Debakel
das letzte Spiel war für die Fußballmannschaft ein einziges Debakel (= Niederlage)
wo die Anklage ihrem völligen Debakel entgegenrudert [GoetzHokuspokusII]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Debakel n. ‘Zusammenbruch, Niederlage’. In der 2. Hälfte des 19. Jhs. wird frz. débâcle f. ‘Eisgang, Auflösung, Zusammenbruch’ entlehnt (zunächst Debacle); es ist postverbales Substantiv zu frz. débâcler ‘plötzlich aufgehen (von vereisten Gewässern), von Eis befreien, aufsperren’ und gehört zu frz. bâcler ‘versperren, verriegeln’. Dieses stammt wahrscheinlich aus gleichbed. aprov. baclar, das auf vlat. *bacculāre, eigentlich ‘mit einem Stück Holz versperren’, zu lat. baculum ‘Stab, Stock’, zurückgeht. Das Wort wird besonders durch Zolas Roman La débâcle bekannt, der den deutsch-französischen Krieg von 1870/71 behandelt.

Thesaurus

Synonymgruppe
Debakel · ↗Fiasko · ↗Niederlage · ↗Pleite · ↗Verlust
Assoziationen
Synonymgruppe
Debakel · ↗Desaster · ↗Fiasko · ↗Katastrophe  ●  ↗GAU  Abkürzung
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Zitationshilfe
„Debakel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Debakel>, abgerufen am 26.05.2019.

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