Defizit, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Defizit(e)s · Nominativ Plural: Defizite
Aussprache 
Worttrennung De-fi-zit
Herkunft aus gleichbedeutend déficitfrz < dēficitlat ‘es fehlt’
eWDG

Bedeutung

Fehlbetrag, Geldverlust
Beispiele:
das Defizit in den Ausgaben decken
ein monatliches, jährliches Defizit von hundert Euro haben, verzeichnen
es muss mit einem Defizit gerechnet werden
das Defizit wächst, nimmt ab
Seit Minghettis Ministerschaft hatte sich das alte Defizit des Staatsbudgets in reichlichen Überschuß verwandelt [ WerfelVerdi326]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Defizit n. ‘Fehlbetrag, Mangel, Verlust’. Das 18. Jh. entlehnt gleichbed. frz. déficit, eine Substantivierung der Verbalform lat. dēficit ‘es fehlt’, zu lat. dēficere ‘abnehmen, aufhören, fehlen’. Ursprünglich formelhaft zur Kennzeichnung von Fehlbeständen in Inventarverzeichnissen, dann besonders von Fehlbeträgen im Staatshaushalt während der französischen Revolution. Formal vergleichbare Bildungen sind Fazit, Imprimatur, Referat (s. d.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Abwesenheit · Defizit · Fehlen · Mangel  ●  Absenz  österr., schweiz.
Synonymgruppe
Defekt · Defizit · Mangel · Manko · Minuspunkt · Schaden · Schwachstelle · Schwäche · Ungenügen · Unzulänglichkeit  ●  Insuffizienz  fachspr. · Macke  ugs.
Assoziationen
Ökonomie
Synonymgruppe
Defizit · Fehlbetrag · Haushaltsdefizit  ●  Abmangel  veraltend · Haushaltsloch  ugs.
Assoziationen
Ökonomie
Synonymgruppe
Defizit · Einbuße · Fehlbetrag · Minus · Nachteil · Verlust · Verlustgeschäft  ●  Unterschuss  veraltet · Miese  ugs.

Typische Verbindungen zu ›Defizit‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Defizit‹.

Verwendungsbeispiele für ›Defizit‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Heute wird uns das Defizit unter die Nase gehalten, Posten für Posten. [Salomon, Ernst von: Der Fragebogen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1951], S. 178]
Das Defizit ist nun um so größer, je stärker die Einschränkung ist. [Klix, Friedhart: Information und Verhalten, Berlin: Deutscher Verl. der Wissenschaften 1971, S. 418]
Der bedeutungsvolle Abend brachte ein erschreckendes Defizit, doch einen großen künstlerischen Erfolg. [Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 26358]
Heute sind wir vom größten Defizit der Geschichte beim höchsten Überschuss der Geschichte angekommen. [Archiv der Gegenwart, 2001 [2000]]
Die drei erinnern an die Geschichte dieses Verlusts, an das demokratische Defizit. [Die Zeit, 30.03.2000, Nr. 14]
Zitationshilfe
„Defizit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Defizit>.

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