Deich, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Deich(e)s · Nominativ Plural: Deiche
Aussprache
Wortbildung mit ›Deich‹ als Erstglied: ↗Deichbau · ↗Deichbruch · ↗Deichfuß · ↗Deichgraf · ↗Deichhauptmann · ↗Deichschaart · ↗Deichschart · ↗Deichscharte · ↗Deichschleuse · ↗Deichverband · ↗Deichvogt · ↗Deichweg · ↗Deichwesen
 ·  mit ›Deich‹ als Letztglied: ↗Binnendeich · ↗Notdeich · ↗Schlafdeich · ↗Schutzdeich · ↗Sommerdeich · ↗Sturmdeich · ↗Vordeich
 ·  mit ›Deich‹ als Grundform: ↗deichen
eWDG, 1967

Bedeutung

Schutzdamm gegen Hochwasser, Überschwemmungen
Beispiele:
einen Deich bauen, verstärken, erhöhen, ausbessern
das Land durch einen Deich sichern
der Deich wurde überspült, hielt stand, brach
als ich bei starkem Unwetter auf einem nordfriesischen Deich entlang ritt [StormSchimmelr.7,148]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Deich · Deichgraf
Deich m. ‘Damm, Wall zum Schutz gegen Hochwasser’, asächs. mnd. afries. aengl. dīk ‘Damm, kleines stehendes Gewässer’ (germ. *dīka-). Aus dem Nd. wird dīch ‘Damm’ im 15. Jh. ins Hd. aufgenommen und ergibt nach Eintritt der Diphthongierung nhd. Deich. Es tritt damit neben die entsprechende hd. Form mhd. tīch ‘Damm, kleines stehendes Gewässer’ und führt zu bedeutungsdifferenzierender Unterscheidung von nhd. Deich ‘Damm’ und nhd.Teich (s. d., wo Weiteres zu Verwandtschaft und Herkunft). Deichgraf m. ‘Vorsteher der Deichverwaltung’ (um 1400), mnd. dīkgrēve (13. Jh.); s. ↗Graf.

Thesaurus

Synonymgruppe
Damm · Deich · ↗Eindämmung · ↗Kai · ↗Uferdamm

Typische Verbindungen zu ›Deich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Curslacker Damm Düne Oderbruch Polder Rückverlegung Salzwiese Sandsack Schleuse Sickerstelle Sprengung Vorland Wasserseite Weltklasse abdichten aufgeweicht aufschütten aufweichen bersten beschädigt brechen durchweichen flicken gebrechen gebrochen repariert standhalten zurückverlegen überfluten überspülen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Deich‹.

Verwendungsbeispiele für ›Deich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Irgendwie haben sie ihren Weg an die Deiche der Elbe gefunden.
Bild, 17.01.2002
Allein die Reparatur der Deiche wird 130 Millionen Mark kosten.
Der Tagesspiegel, 31.12.1997
Von Tag zu Tag standen mehr Tische auf dem Deich.
Jentzsch, Kerstin: Ankunft der Pandora, München: Heyne 1997 [1996], S. 180
Links und rechts lag hinter den Deichen immer dasselbe, wenn nicht flache, dann gebügelte, schon abgeerntete Land.
Grass, Günter: Die Blechtrommel, Darmstadt: Luchterhand 1959, S. 21
Wenn man auf dem Deiche steht, glaubt man sich in eine völlig neue Welt versetzt.
Rehbein, Franz: Das Leben eines Landarbeiters. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 44870
Zitationshilfe
„Deich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Deich>, abgerufen am 19.01.2020.

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