Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.
Bitte unterstützen Sie das Projekt mit Ihrer Teilnahme an unserer aktuellen Umfrage!

Deich, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Deich(e)s · Nominativ Plural: Deiche
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Deich‹ als Erstglied: Deicharbeiter · Deichbau · Deichbruch · Deichfuß · Deichgraf · Deichhauptmann · Deichkamm · Deichkrone · Deichschaart · Deichschart · Deichscharte · Deichschleuse · Deichverband · Deichvogt · Deichweg · Deichwesen
 ·  mit ›Deich‹ als Letztglied: Binnendeich · Notdeich · Schlafdeich · Schutzdeich · Sommerdeich · Sturmdeich · Vordeich
 ·  mit ›Deich‹ als Grundform: deichen
eWDG

Bedeutung

Schutzdamm gegen Hochwasser, Überschwemmungen
Beispiele:
einen Deich bauen, verstärken, erhöhen, ausbessern
das Land durch einen Deich sichern
der Deich wurde überspült, hielt stand, brach
als ich bei starkem Unwetter auf einem nordfriesischen Deich entlang ritt [ StormSchimmelr.7,148]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Deich · Deichgraf
Deich m. ‘Damm, Wall zum Schutz gegen Hochwasser’, asächs. mnd. afries. aengl. dīk ‘Damm, kleines stehendes Gewässer’ (germ. *dīka-). Aus dem Nd. wird dīch ‘Damm’ im 15. Jh. ins Hd. aufgenommen und ergibt nach Eintritt der Diphthongierung nhd. Deich. Es tritt damit neben die entsprechende hd. Form mhd. tīch ‘Damm, kleines stehendes Gewässer’ und führt zu bedeutungsdifferenzierender Unterscheidung von nhd. Deich ‘Damm’ und nhd. Teich (s. d., wo Weiteres zu Verwandtschaft und Herkunft). – Deichgraf m. ‘Vorsteher der Deichverwaltung’ (um 1400), mnd. dīkgrēve (13. Jh.); s. Graf.

Thesaurus

Synonymgruppe
Damm · Deich · Eindämmung · Kai · Sturmflutbefestigung · Uferdamm

Typische Verbindungen zu ›Deich‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Deich‹.

Alfsees Kamm Rückverlegung Verstaerkung Verstärkung allermöheer aufgeweicht aufweichen brechen curslacker durchbrechen durchweichen durchweicht erhöhen erneuert gebrechen gebrochen kontrollieren ostfriesisch reparieren rüsten sanieren schützen sprengen standhalten verstärken zurückverlegen überfluten

Verwendungsbeispiele für ›Deich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Von Tag zu Tag standen mehr Tische auf dem Deich. [Jentzsch, Kerstin: Ankunft der Pandora, München: Heyne 1997 [1996], S. 180]
Die Deutschen lassen sich ihre Deiche zwar jährlich rund 200 Millionen Mark kosten. [o. A.: Wo Sturmfluten drohen. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 2000 [1999]]
Sie rufen morgens um acht Uhr in der Pension gleich hinterm Deich an. [Die Zeit, 05.09.1997, Nr. 37]
Wer nicht zum ersten Mal da ist, läßt sein Auto ohnehin lieber hinterm Deich stehen. [Die Zeit, 16.08.1996, Nr. 34]
Er lief auf einem Damm, einem Deich mit Fenstern, es fehlte der salzige Wind, der Sturm im Haar. [konkret, 1984]
Zitationshilfe
„Deich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Deich>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Deibel
Dei Gratia
Dehydrogenase
Dehydration
Dehydratation
Deicharbeit
Deicharbeiter
Deichbasis
Deichbau
Deichbruch