Deklamation, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Deklamation · Nominativ Plural: Deklamationen
Aussprache
WorttrennungDe-kla-ma-ti-on (computergeneriert)
HerkunftLatein
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
kunstgerechter Vortrag (einer Dichtung)
2.
auf Wirksamkeit bedachte, oft auch pathetisch vorgetragene Äußerung, Meinung
3.
Musik Hervorhebung u. Artikulation einer musikalischen Phrase oder des Sinn- u. Ausdrucksgehaltes eines vertonten Textes
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

deklamieren · Deklamation
deklamieren Vb. ‘ausdrucksvoll vortragen’, Entlehnung des 16. Jhs. aus lat. dēclāmāre ‘laut reden, vortragen, sich im Vortrag üben’, in dieser Bedeutung zunächst in Schule und Universität für Redeübungen in lateinischer Sprache. Deklamation f. ‘kunstgerechter Vortrag’, entlehnt (18. Jh.) aus lat. dēclāmātio (Genitiv dēclāmātiōnis) ‘das laute Reden, der nach den Regeln der Kunst gehaltene Vortrag, Redeübung’.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Chor Gesang Harmonik Neigung Pathos Rezitativ Rhythmik Rhythmus Trotz akzentuierend ausdrucksvoll bloß dramatisch eindringlich erschöpfen hohl korrekt leer musikalisch pathetisch plastisch präzis pur rezitativisch rhetorisch sorgfältig syllabisch verbindend vorbildlich wirkend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Deklamation‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Gegen Ende erstickt es immer mehr unter seinen kaskadenartigen Deklamationen.
Der Tagesspiegel, 28.10.2003
Die natürlich wirkende Deklamation findet immer wieder zu einem anmutigen Arioso von harmlosen Ausdruck.
Die Welt, 12.06.1999
Keine Spur von Deklamation, von Theater, es floss nur so, er erzählte ein ganzes Buch auswendig.
Alexander Granach, Da geht ein Mensch: Leck: btb Verlag 2007, S. 205
Sie alle zeichnen sich durch starke und eigentümlich expressive Deklamation aus.
Donà, Mariangela: Bagatti. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1973], S. 8131
Von erhabener Deklamation ist in dem Bilde überhaupt nichts zu spüren.
Wind, Edgar: Humanitätsidee und heroisiertes Porträt in der englischen Kultur des 18. Jahrhunderts. In: Saxl, Fritz (Hg.), Vorträge 1930 - 1931, Leipzig: Teubner 1932, S. 213
Zitationshilfe
„Deklamation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Deklamation>, abgerufen am 21.08.2019.

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