Dekor, das oder der

GrammatikSubstantiv (Neutrum, Maskulinum) · Genitiv Singular: Dekors · Nominativ Plural: Dekors
Aussprache
WorttrennungDe-kor
HerkunftFranzösisch
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
(farbige) Verzierung, Muster
Grammatik: Genus Maskulinum
Beispiele:
der Dekor im Bauwesen, in der Keramik
bildhauerische, künstlerische Dekors
Tassen, Gläser mit modernen Dekors
die zweckgebundene Zier sinkt zum reinen Dekor herab [Urania1956]
2.
Theater Ausstattung, Ausschmückung eines Theaterstückes
Grammatik: Genus Neutrum, nur im Singular
Beispiel:
ein überladenes Dekor
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

dekorieren · Dekoration · Dekorateur · dekorativ · Dekor
dekorieren Vb. ‘schmücken, ausstatten’, im 16. Jh. aus lat. decorāre ‘zieren, schmücken, verherrlichen’ entlehnt, abgeleitet von lat. decus (Genitiv decoris) ‘Zierde, Glanz, Schmuck’. Im 18. Jh. unter Einfluß von frz. décorer ‘(ver)zieren, schmücken, ausmalen’ zunehmend häufiger verwendet, wie auch Dekoration f. ‘Ausschmückung, Schmuck, Ausstattung’, das im 16. Jh. aus spätlat. decorātio (Genitiv decorātiōnis) entlehnt wird, im 18. Jh. aber durch gleichbed. frz. décoration an Gebrauchshäufigkeit gewinnt. Dekorateur m. ‘Ausstatter von Innenräumen, Bühnengestalter’, Entlehnung (18. Jh.) von gleichbed. frz. décorateur. dekorativ Adj. ‘wirkungsvoll schmückend’, im 19. Jh. nach frz. décoratif. Dekor m. n. ‘Muster, Schmuck, Verzierung’, Entlehnung (19. Jh.) von frz. décor.

Typische Verbindungen zu ›Dekor‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Fliese Geschirr Keramik Kostüm Ornament Prunk antikisierend blau-weiß entworfen erlesen exotisch expressionistisch figürlich floral gemalt geometrisch klassizistisch minimalistisch naturalistisch orientalisch orientalisierend ornamental plastisch polychrom schwelgen sparsam vegetabil verschwenderisch verspielt üppig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Dekor‹.

Verwendungsbeispiele für ›Dekor‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch schon unter 2000 Mark soll man etwas aus der gläsernen Welt des exklusiven Dekors erstehen können.
Der Tagesspiegel, 22.11.2001
Neben bunten Dekors sind schlichte weiße Services wieder ganz groß im Kommen.
Die Welt, 11.10.2001
Die P. weist im W wegen der Reinigung meist einen rein ornamentalen Dekor auf.
o. A.: Lexikon der Kunst - P. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1993], S. 26184
Nur vereinzelt begegnet uns ornamentaler Dekor, wie er zur gleichen Zeit auf böhmischen und schlesischen Gläsern üblich war.
Schade, Günter: Deutsches Glas, Leipzig: Koehler & Amelang 1968, S. 82
Nur bei wenigen Stücken findet sich ein negatives Dekor auf dem Elfenbeingrund.
Trimborn, Hermann: Das präkolumbische Amerika. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1964], S. 3307
Zitationshilfe
„Dekor“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Dekor>, abgerufen am 20.02.2020.

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