Delikt, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Delikt(e)s · Nominativ Plural: Delikte
Aussprache
WorttrennungDe-likt
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Delikt‹ als Erstglied: ↗deliktisch  ·  mit ›Delikt‹ als Letztglied: ↗Bagatelldelikt · ↗Betrugsdelikt · ↗Drogendelikt · ↗Eigentumsdelikt · ↗Gewaltdelikt · ↗Münzdelikt · ↗Raubdelikt · ↗Rauschgiftdelikt · ↗Rohheitsdelikt · ↗Sexualdelikt · ↗Sonderdelikt · ↗Tötungsdelikt · ↗Umweltdelikt · ↗Vermögensdelikt
eWDG, 1967

Bedeutung

strafbare Handlung
Beispiele:
ein Delikt begehen
jmdn. wegen eines Deliktes anklagen, verurteilen
das Delikt blieb unaufgeklärt
ein kriminelles, sittliches, schweres Delikt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Delikt · Delinquent
Delikt n. ‘strafbare Handlung’, im 16. Jh. entlehnt aus lat. dēlictum ‘Fehler, Vergehen, Übertretung’, einer Substantivierung des Part. Perf. von lat. dēlinquere ‘zurücklassen, ausgehen, sich vergehen, fehlen’. Das Part. Präs. desselben Verbs lat. dēlinquēns (Genitiv dēlinquentis) ‘Übeltäter, Verbrecher’ begegnet seit dem 16. Jh. in Delinquent m.

Thesaurus

Synonymgruppe
Delikt · ↗Straftat · ↗Unrechtstat · ↗Untat · ↗Verbrechen · illegale Handlung · krimineller Akt · strafbare Handlung
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Betrug Diebstahl Körperverletzung Ladendiebstahl Raub Sachbeschädigung Schwere Verjährungsfrist Volksverhetzung ahnden antisemitisch begangen begehen derartig einschlägig erfasst fremdenfeindlich geringfügig kriminell mittelschwer motiviert rechtsextrem rechtsextremistisch registrieren registriert schwerwiegend strafbar verjähren vorbestrafen völkerrechtlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Delikt‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er neigt dann in der Folge auch weniger zu kriminellen Delikten.
Die Zeit, 24.07.2000, Nr. 30
Dagegen sind externe Täter zwar für drei Viertel aller Delikte, jedoch nur für ein gutes Drittel der verursachten Schäden verantwortlich.
Die Welt, 21.09.1999
Auch wenn diese Tat strafrechtlich am schwersten wiegen könnte, wirken andere Delikte noch brutaler.
Der Tagesspiegel, 10.08.1999
In dieser Gruppe sind die Personen, die sich der schwersten homosexuellen Delikte schuldig gemacht haben.
Friedländer, Hugo: Der Beleidigungsprozeß des Berliner Stadtkommandanten, Generalleutnant z.D. Graf Kuno von Moltke gegen den Herausgeber der »Zukunft« Maximilian Harden. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1920], S. 3920
Ich sehe also keinen Raum mehr für ein völkerrechtliches Delikt in diesem Zusammenhang.
o. A.: Sechsundneunzigster Tag. Montag, 1. April 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 16536
Zitationshilfe
„Delikt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Delikt>, abgerufen am 26.03.2019.

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