Delinquenz, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Delinquenz · Nominativ Plural: Delinquenzen · wird selten im Plural verwendet
Aussprache 
Worttrennung De-lin-quenz
ZDL-Verweisartikel, 2019

Bedeutung

Kriminologie
Synonym zu Straffälligkeit
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: jugendliche Delinquenz
Beispiele:
Delinquenz (lateinisch delinquere »sich vergehen«) ist die Neigung, vornehmlich rechtliche Grenzen zu überschreiten, das heißt, straffällig zu werden. [Space ((@)) tack Blog, 22.06.2015, aufgerufen am 29.04.2016]
Neu ist [am Ruf nach Prävention], dass nicht erst auf verurteilte Täter eingewirkt werden soll, sondern dass Instrumente verlangt werden, die Delinquenz überhaupt verhindern sollen – die Forderung nach der Nullrisikogesellschaft. Das geht aber nur mit Einschränkung individueller Freiheiten, wovon niemand betroffen werden will. [Neue Zürcher Zeitung, 26.05.2016]
Der Klischee‑Gangster ist einer, der sich in seiner Delinquenz über das »System«, über die Spielregeln der Gesellschaft hinwegsetzt. [Neue Zürcher Zeitung, 11.09.2015]
Einen Zusammenhang zwischen autoritären, gewalttätigen Erziehungsprozeduren und späterer Delinquenz beziehungsweise psychischer Krankheit zu leugnen ist schlicht und einfach unverantwortlich. [Die Zeit, 05.08.1999, Nr. 32]
Die ärztlich kontrollierte Abgabe von Drogen vermindert die Delinquenz bei Süchtigen. [konkret, 2000. Zitiert nach: konkret, 1996.]
Der Einfluss des sozialen Hintergrundes auf sexuelle Delinquenzen bei Jugendlichen. [Überschrift] [Der Einfluss des sozialen Hintergrundes auf sexuelle Delinquenzen bei Jugendlichen, 2017, aufgerufen am 04.06.2019] ungewöhnl. Pl.

Thesaurus

Synonymgruppe
(Begehung von) Straftaten · Delinquenz · ↗Kriminalität · ↗Straffälligkeit · kriminelles Handeln · kriminelles Verhalten
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Delinquenz‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Delinquenz‹.

Verwendungsbeispiele für ›Delinquenz‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Im geschützten Rahmen einer solchen Einrichtung sei seine Delinquenz beherrschbar.
Die Zeit, 22.12.2008, Nr. 51
Noch vor zehn Jahren verzeichnete er eine hohe Delinquenz unter seinen 750 Schülern, heute tendiere sie gegen null.
Die Welt, 18.03.2004
Einstellungsquoten fallen nach aller Erfahrung um so höher aus, je geringfügiger die Delinquenz ist.
Süddeutsche Zeitung, 20.08.1994
Schon als Minderjähriger fiel er durch jugendliche Delinquenz, vor allem Viehdiebstahl und komplexe Lügen auf.
Schwanitz, Dietrich: Bildung, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 31
Diese Entwicklungshemmung führt oft zu Leistungsbeeinträchtigungen, Motivationsverlust, Schulverweigerung oder auch Delinquenz.
Schaub, Horst u. Zenke, Karl G.: Aussiedlerkinder. In: dtv-Wörterbuch Pädagogik [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1995], S. 240
Zitationshilfe
„Delinquenz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Delinquenz>, abgerufen am 04.06.2020.

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