Demission, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Demission · Nominativ Plural: Demissionen
Aussprache 
Worttrennung De-mis-si-on
Herkunft aus dīmissiōlat ‘Entlassung’ < dīmitterelat ‘wegschicken, entlassen’, vgl. gleichbedeutend démissionfrz
eWDG

Bedeutung

Diplomatie Rücktritt, besonders eines Ministers, einer Regierung
Beispiele:
seine Demission einreichen, geben, nehmen, verlangen, erklären
der Minister stellte seinen Antrag auf Demission zurück
das Kabinett drohte mit seiner Demission
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Demission · demissionieren
Demission f. ‘Entlassung, Rücktritt’, Entlehnung aus lat. dīmissio (Genitiv dīmissiōnis) ‘Entlassung’, zu lat. dīmittere ‘wegschicken, entlassen’, unter Einfluß von frz. démission. Zunächst (seit etwa 1600) Dimission, seit dem 19. Jh. nur noch Demission. Die Verwendung ‘Rücktritt’ begegnet vor allem in Verbindungen wie seine Demission nehmen. demissionieren Vb. ‘von einem Amt zurücktreten’, aus gleichbed. frz. démissionner um 1900 entlehnt.

Thesaurus

Synonymgruppe
Abberufung · ↗Ablösung · ↗Absetzung · ↗Austritt · Demission · ↗Enthebung · ↗Entlassung · ↗Kündigung · Vertragsaufhebung · ↗Vertragsauflösung  ●  ↗Verabschiedung  fig. · ↗Amtsenthebung  fachspr.
Assoziationen
Synonymgruppe
Abdankung · Abdikation · ↗Abgang · Amtsabtretung · ↗Amtsaufgabe · ↗Amtsniederlegung · Ausscheiden · Demission · Renunziation · ↗Rücktritt · ↗Rückzug

Typische Verbindungen zu ›Demission‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Demission‹.

Verwendungsbeispiele für ›Demission‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Durch seine Demission wolle er dazu beitragen, deren Chancen zu verbessern.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1990]
Er kann sich der Anwendung eines ungerechten Gesetzes nicht entziehen, es sei denn durch die Demission.
Die Zeit, 17.11.1949, Nr. 46
Wenn ich meine Demission nahm, dann konnte ich nicht mehr sprechen.
o. A.: Einhundertsechsundfünfzigster Tag. Montag, 17. Juni 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 15467
Nach seiner Demission war er zunächst für einige Monate nach Lugano geflohen.
o. A.: 1938. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1982], S. 2403
Die Unterredung war verhältnismäßig kurz, jedoch nachher um 1.00 Uhr haben wir die Demission angeboten.
o. A.: Einhundertdreiundfünfzigster Tag. Mittwoch, 12. Juni 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 23904
Zitationshilfe
„Demission“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Demission>, abgerufen am 17.01.2021.

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