Demografie, die

Alternative Schreibung Demographie
Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Demografie · Nominativ Plural: Demografien
Aussprache 
Worttrennung De-mo-gra-fie · De-mo-gra-phie
Rechtschreibregeln § 32 (2)
Wortbildung  mit ›Demografie‹ als Erstglied: ↗demografisch · ↗demographisch  ·  mit ›Demografie‹ als Letztglied: ↗Paläodemografie · ↗Paläodemographie
DWDS-Vollartikel

Bedeutungen

1.
Zusammensetzung und Entwicklung einer Bevölkerung hinsichtlich sozialer, wirtschaftlicher o. ä. Merkmale
Kollokationen:
in Koordination: Demografie und Ökonomie
als Aktiv-/Passivsubjekt: die Demografie verändert etw.
als Genitivattribut: Auswirkungen, Folgen der Demografie
Beispiele:
Der Blick auf die Demografie verdeutlicht: In einigen Jahren stellt sich bei Arbeitskräften die Zuwanderungsdebatte flächendeckend und akut. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.02.2000]
Die Demografie der USA sieht laut offiziellen Statistiken ein wenig anders aus: 64 Prozent sind Weisse, 13 Prozent Schwarze sowie 16 Prozent Latinos […]. [Neue Zürcher Zeitung, 18.02.2015]
Die EVS [Einkommens- und Verbrauchsstichprobe] des Statistischen Bundesamtes liefert genaue Angaben über Demographie, Einnahmen und Ausgaben, Geldvermögen und Haus‑ und Grundbesitz der deutschen Haushalte. [Der Tagesspiegel, 18.12.2004]
2.
Wissenschaft, Lehre von der Zusammensetzung und Entwicklung der Bevölkerung
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: angewandte, historische Demografie
in Präpositionalgruppe/-objekt: ein Institut, Professor für Demografie
in Koordination: Demografie und Statistik
Beispiele:
Gegenstand der Demographie sind die Gesetzmäßigkeiten der Entwicklung einer Bevölkerung. [Grahneis, Heinz / Horn, Karlwilhelm (Hg.), Taschenbuch der Hygiene, Berlin: Verlag Volk u. Gesundheit 1967, S. 34]
Erstmals zum Wintersemester bietet die Universität Rostock den Bachelor‑Studiengang Sozialwissenschaften (Soziologie, Demographie, Volkswirtschaftslehre) an. [Die Zeit, 16.09.2004, Nr. 39]
Aus dem Gebiet der Demographie wäre das Malthussche Bevölkerungsgesetz zu nennen. [Giersch, Herbert, Allgemeine Wirtschaftspolitik, Wiesbaden: Gabler 1960, S. 29]
Jener Teil der Statistik, den wir als Bevölkerungsstatistik oder Demographie kennen, […] gibt uns […] noch keinen hinreichenden Aufschluß [über die Verbreitung bestimmter Krankheiten]. [Grotjahn, Alfred, Entartung, in: ders. / J. Kaup (Hg.), Handwörterbuch der sozialen Hygiene, Leipzig: Vogel 1912, S. 267]
3.
Wirtschaft Menge statistisch wichtiger Merkmale einer Bevölkerungsgruppe, vor allem in Hinblick auf ihre Rolle als Kunden
Grammatik: meist im Plural
Beispiele:
Die Demographien und Profile der User, die auf eine Werbeanzeige reagiert haben, können in Berichtsform angezeigt werden. [Karge, Aysun: Mit Facebook zum Erfolg: Wie können Unternehmen das moderne Kommunikationsinstrument für ihre Marketingziele nutzen? disserta Verlag 2013, S. 34]
Es ergeben sich dort Demographien, die erwartungsgemäß weiblich und älter sind. Die durchschnittliche Kundin bei uns ist etwa 53 Jahre alt. [Hess, Thomas / Doeblin, Stefan: Turbulenzen in der Telekommunikations- und Medienindustrie. Springer Verlag 2006, S. 49]

letzte Änderung:

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Demographie · demographisch
Demographie f. ‘Bevölkerungslehre’, nach frz. démographie, gebildet (Guillard 1855) zu griech. dḗmos (δῆμος) ‘Volk’ in Verbindung mit ↗-graphie (s. d.); dazu demographisch Adj. (beide 1863).

Thesaurus

Synonymgruppe
Unterbegriffe
  • Altenlastquote · Altenquotient · Altersquotient
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Demografie‹, ›Demographie‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Demographie‹.

Zitationshilfe
„Demografie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Demografie>, abgerufen am 19.04.2021.

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