Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Demutsgebärde, die

Grammatik Substantiv (Femininum)
Worttrennung De-muts-ge-bär-de
Wortzerlegung Demut Gebärde
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

Verhaltensforschung Körperhaltung, die ein Tier einnimmt, wenn es sich (z. B. im Rivalenkampf) geschlagen gibt; Unterwerfungsgebärde

Verwendungsbeispiele für ›Demutsgebärde‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch mit den in Japan üblichen Demutsgebärden ertappter Sünder ist es nicht mehr getan. [Die Zeit, 17.03.1989, Nr. 12]
Bestimmte Demutsgebärden, die besonders gefährdete Körperteile, etwa die Kehle, preisgeben, veranlassen dann den Rangoberen, von einem Angriff abzulassen. [Natzmer, Gert von: Tierstaaten und Tiergesellschaften, Berlin: Safari-Verl. 1967, S. 225]
Alle anderen Männchen und auch die Weibchen weichen vor ihnen mit einer Demutsgebärde zurück. [Die Zeit, 05.05.1967, Nr. 18]
Aus der Demutsgebärde, mit der das Tier die vom Stärkeren drohende Gefahr abzuwenden versucht, hat sich ein Ausdruck der Angst ganz allgemein entwickelt. [Die Zeit, 17.09.1965, Nr. 38]
Statt sie einfach nur zu beschimpfen, ihnen "Unmündigkeit", "Demutsgebärde", "Fügsamkeit" und zuletzt auch noch "Dekapitation Kerneuropas" vorzuwerfen. [Süddeutsche Zeitung, 10.02.2003]
Zitationshilfe
„Demutsgebärde“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Demutsgeb%C3%A4rde>.

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