Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Denkmal, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Denkmal(e)s · Nominativ Plural: Denkmäler
Nebenform gehoben Denkmal · Substantiv · Genitiv Singular: Denkmals · Nominativ Plural: Denkmale
Aussprache 
Worttrennung Denk-mal
Wortzerlegung denken Mal1
eWDG

Bedeutungen

1.
Standbild, Bildwerk zur Erinnerung an eine Person oder ein Ereignis
Beispiele:
ein Park mit dem Denkmal des Stadtgründers
ein Denkmal aus Marmor, Granit, Bronze
ein wuchtiges, pompöses Denkmal
ein Denkmal bauen, aufrichten, errichten, aufstellen, enthüllen, weihen
jmdm. ein Denkmal setzen
bildlich
Beispiele:
jmdm. ein würdiges, ehrendes, geistiges Denkmal setzen
sich [Dativ] ein Denkmal setzen (= etw. Unvergessliches leisten)
2.
überlieferte Kulturschöpfung aus vergangener Zeit
Beispiele:
ein Denkmal alter Kunst
die Burg ist als Denkmal erhalten geblieben
jmdn. mit den Denkmälern unserer alten Geschichte bekannt machen
die Denkmäler unserer älteren Literatur
ein sprachliches Denkmal
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mal2 · Denkmal · Mahnmal · Merkmal · Muttermal · Wundmal
Mal2 n. ‘Zeichen, Fleck, verfärbte Hautstelle’ (Wund-, Muttermal), hervorgegangen aus ahd. māl, vgl. ougmāl ‘Augenschminke’, anamāl(i) ‘Narbe’ (9. Jh.), mhd. mnd. māl ‘Zeichen, Merkmal, Fleck’, mnl. mael, nl. maal, got. mēla (Plur.) ‘Schrift’ (germ. *mēla-; zu Herkunft und Verwandtschaft s. malen), mit dem ahd. (um 800), mhd. meil ‘Fleck, Zeichen, Befleckung, Sünde, Schande’ in frühnhd. mal ‘Zeichen, Fleck, Markierung’ zusammenfällt, wobei zugleich vielfach semantischer Einfluß von lautgleichem Mal1 (s. d.) erkennbar ist. Die Herkunft von ahd. mhd. meil, mnd. mēl, aengl. māl, engl. mole ‘Muttermal’, got. mail ‘Runzel’ ist ungewiß. Vielleicht sind vergleichbar griech. miá͞inein (μιαίνειν) ‘beflecken, besudeln’ und lit. máiva ‘Sumpfboden’, so daß eine Wurzel ie. *mai- ‘beflecken, beschmutzen’ angenommen werden kann. – Denkmal n. ‘Erinnerungszeichen’ (16. Jh.); seit dem 17. Jh. (wohl unter Einfluß von Monument, s. d.) ‘gegenständliches Bauwerk, Standbild’. Mahnmal n. ‘zur Mahnung, Erinnerung gesetztes Zeichen oder Denkmal’ (20. Jh.). Merkmal n. ‘Kennzeichen’ (17. Jh.). Muttermal n. ‘von Geburt an vorhandener Fleck, Zeichen in der Haut’ (16. Jh.). Wundmal n. ‘Zeichen einer körperlichen Verletzung, frische oder vernarbte Wunde’, ahd. wuntmāli (um 1000), wuntmāl (11. Jh.), mhd. wuntmāl.

Thesaurus

Synonymgruppe

Typische Verbindungen zu ›Denkmal‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Denkmal‹.

Verwendungsbeispiele für ›Denkmal‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vielleicht erinnerte ihn das Denkmal in seinem Rücken zu sehr an den Tod. [Funke, Cornelia: Tintenherz, Hamburg: Cecilie Dressler Verlag 2003, S. 279]
Ich bin bereit, Ihnen die Männer im Denkmal zu schildern. [Loest, Erich: Völkerschlachtdenkmal, München: Dt. Taschenbuch-Verl. 1987 [1984], S. 36]
Die Wagen, mit denen die französischen Herren gekommen sind, geleiten am Denkmal vorüber. [o. A.: Situationsbericht vor dem Beginn der Waffenstillstandsverhandlungen im Wald von Compiègne, 22.06.1940]
In keiner süddeutschen Stadt drängen sich so die Denkmäler hoher Kunst wie dort. [Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1934, S. 612]
Wie geht es mit dem Denkmal für die ermordeten Juden voran? [Die Zeit, 05.01.2000, Nr. 2]
Zitationshilfe
„Denkmal“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Denkmal>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Denkleistung
Denkkraft
Denkkategorie
Denkinhalt
Denkimpuls
Denkmalamt
Denkmalbehörde
Denkmalenthüllung
Denkmalkunde
Denkmalpflege