Denkmal, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Denkmals · Nominativ Plural: Denkmäler
Nebenform gehoben Denkmal · Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Denkmals · Nominativ Plural: Denkmale
Aussprache
WorttrennungDenk-mal
WortzerlegungdenkenMal1
Wortbildung mit ›Denkmal‹ als Erstglied: ↗Denkmalkunde · ↗Denkmalpflege · ↗Denkmalpfleger · ↗Denkmalschutz · ↗Denkmalschändung · ↗Denkmalschützer · ↗Denkmalsockel · ↗Denkmalspflege · ↗Denkmalspfleger · ↗Denkmalsschutz · ↗Denkmalsschändung · ↗Denkmalssockel · ↗Denkmalsweihe · ↗Denkmalweihe · ↗denkmalgeschützt · ↗denkmalpflegerisch · ↗denkmalspflegerisch
 ·  mit ›Denkmal‹ als Letztglied: ↗Arbeiterdenkmal · ↗Baudenkmal · ↗Bodendenkmal · ↗Bronzedenkmal · ↗Einzeldenkmal · ↗Flächendenkmal · ↗Gartendenkmal · ↗Gefallenendenkmal · ↗Geschichtsdenkmal · ↗Grabdenkmal · ↗Industriedenkmal · ↗Kriegerdenkmal · ↗Kulturdenkmal · ↗Kunstdenkmal · ↗Literaturdenkmal · ↗Nationaldenkmal · ↗Naturdenkmal · ↗Rechtsdenkmal · ↗Schriftdenkmal · ↗Siegesdenkmal · ↗Sprachdenkmal
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Standbild, Bildwerk zur Erinnerung an eine Person oder ein Ereignis
Beispiele:
ein Park mit dem Denkmal des Stadtgründers
ein Denkmal aus Marmor, Granit, Bronze
ein wuchtiges, pompöses Denkmal
ein Denkmal bauen, aufrichten, errichten, aufstellen, enthüllen, weihen
jmdm. ein Denkmal setzen
bildlich
Beispiele:
jmdm. ein würdiges, ehrendes, geistiges Denkmal setzen
sich [Dativ] ein Denkmal setzen (= etw. Unvergessliches leisten)
2.
überlieferte Kulturschöpfung aus vergangener Zeit
Beispiele:
ein Denkmal alter Kunst
die Burg ist als Denkmal erhalten geblieben
jmdn. mit den Denkmälern unserer alten Geschichte bekannt machen
die Denkmäler unserer älteren Literatur
ein sprachliches Denkmal
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mal2 · Denkmal · Mahnmal · Merkmal · Muttermal · Wundmal
Mal2 n. ‘Zeichen, Fleck, verfärbte Hautstelle’ (Wund-, Muttermal), hervorgegangen aus ahd. māl, vgl. ougmāl ‘Augenschminke’, anamāl(i) ‘Narbe’ (9. Jh.), mhd. mnd. māl ‘Zeichen, Merkmal, Fleck’, mnl. mael, nl. maal, got. mēla (Plur.) ‘Schrift’ (germ. *mēla-; zu Herkunft und Verwandtschaft s. ↗malen), mit dem ahd. (um 800), mhd. meil ‘Fleck, Zeichen, Befleckung, Sünde, Schande’ in frühnhd. mal ‘Zeichen, Fleck, Markierung’ zusammenfällt, wobei zugleich vielfach semantischer Einfluß von lautgleichem ↗Mal (s. d.) erkennbar ist. Die Herkunft von ahd. mhd. meil, mnd. mēl, aengl. māl, engl. mole ‘Muttermal’, got. mail ‘Runzel’ ist ungewiß. Vielleicht sind vergleichbar griech. miá͞inein (μιαίνειν) ‘beflecken, besudeln’ und lit. máiva ‘Sumpfboden’, so daß eine Wurzel ie. *mai- ‘beflecken, beschmutzen’ angenommen werden kann. Denkmal n. ‘Erinnerungszeichen’ (16. Jh.); seit dem 17. Jh. (wohl unter Einfluß von ↗Monument, s. d.) ‘gegenständliches Bauwerk, Standbild’. Mahnmal n. ‘zur Mahnung, Erinnerung gesetztes Zeichen oder Denkmal’ (20. Jh.). Merkmal n. ‘Kennzeichen’ (17. Jh.). Muttermal n. ‘von Geburt an vorhandener Fleck, Zeichen in der Haut’ (16. Jh.). Wundmal n. ‘Zeichen einer körperlichen Verletzung, frische oder vernarbte Wunde’, ahd. wuntmāli (um 1000), wuntmāl (11. Jh.), mhd. wuntmāl.

Thesaurus

Synonymgruppe
Denkmal · ↗Ehrenmal · ↗Mahnmal · ↗Monument
Unterbegriffe
  • Barbarossadenkmal · Kaiser-Wilhelm-Denkmal · Kyffhäuserdenkmal
  • Grabdenkmal · ↗Grabmal
  • Bodendenkmal · archäologisches Denkmal
  • Luftbrückendenkmal  ●  ↗Hungerharke  ugs. · Hungerkralle  ugs.
  • Bismarckdenkmal · Bismarckturm
Assoziationen
  • Denkmaltopographie  ●  Kunsttopographie  österr.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Denkmal Einweihung Enthüllung Erhalt Errichtung Gefallene Inschrift Jude Kranz Mahnmal Restaurierung Sockel Tonkunst archäologisch aufstellen bedeutend bleibend ehren einweihen enthüllen errichten errichtet filmisch lebend literarisch monumental offen setzen steinern würdig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Denkmal‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Idee zum Tag des offenen Denkmals stammt aus Frankreich.
Die Welt, 11.09.2004
Ein Denkmal, das dies alles mal bedenkt, existiert noch nicht.
Der Tagesspiegel, 25.02.2004
Vielleicht erinnerte ihn das Denkmal in seinem Rücken zu sehr an den Tod.
Funke, Cornelia: Tintenherz, Hamburg: Cecilie Dressler Verlag 2003, S. 279
In keiner süddeutschen Stadt drängen sich so die Denkmäler hoher Kunst wie dort.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1934, S. 612
Erst viele Jahre später habe ich ihr ein kleines Denkmal gesetzt.
Wildgans, Anton: Musik der Kindheit, Ein Heimatbuch aus Wien. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 2891
Zitationshilfe
„Denkmal“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Denkmal>, abgerufen am 12.12.2019.

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