Desaster, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Desasters · Nominativ Plural: Desaster
WorttrennungDe-sas-ter (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Desaster‹ als Letztglied: ↗PR-Desaster
eWDG, 1967

Bedeutung

umgangssprachlich schweres Missgeschick, Unheil, Zusammenbruch
Beispiele:
das Unternehmen endete mit einem Desaster
das wird ein großes Desaster geben
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Desaster n. ‘Zusammenbruch, Katastrophe’, Anfang des 19. Jhs. aus gleichbed. frz. désastre, einer Entlehnung von ital. disastro, eigentlich ‘Unstern’, zu ital. astro ‘Stern’, lat. astrum, griech. ástron (ἄστρον); s. ↗Astrologie.

Thesaurus

Synonymgruppe
Desaster · ↗Unglück · ↗Unglücksfall · ↗Unheil
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
  • wenn das Unglück bereits geschehen ist · wenn der Schaden bereits eingetreten ist · wenn es (bereits) zu spät ist  ●  wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist  ugs., fig. · wenn der Käse schon gegessen ist  ugs., fig.
Synonymgruppe
Debakel · Desaster · ↗Fiasko · ↗Katastrophe  ●  ↗GAU  Abkürzung
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Armageddon · Desaster · ↗Havarie · ↗Inferno · ↗Katastrophe
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausmaß Bankgesellschaft Europawahl Hauptschuld Hauptstadtflughafen Hauptverantwortlicher Lkw-Maut Mitschuld Rezept Schuld Schuldige abwenden angerichtet anrichten beispiellos drohend enden erleben finanziell finanzpolitisch humanitär kommunikativ kulturpolitisch münden sportlich total ziemlich zusteuern ökologisch ökonomisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Desaster‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Kulturpolitisch gesehen wäre das ein Desaster, verglichen mit dem, was man vor drei Jahren mit der Kunst im öffentlichen Raum noch vorgehabt hatte.
Süddeutsche Zeitung, 01.03.2004
Warum tritt der zuständige Minister nach einem solchen Desaster nicht zurück?
Der Tagesspiegel, 12.10.2003
Aber trotz aller künstlerischen Erfolge war das finanzielle Desaster 1922 nicht mehr aufzuhalten.
Krengel-Strudthoff, Ingeborg: Opernintendant. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1979], S. 44186
Michaela redet sich das Theater schön, aber es ist ein Desaster.
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 64
Die Kirche und der Staat versuchten mit der bewußt geschürten Hysterie die Bevölkerung vom politischen und ökonomischen Desaster abzulenken.
Busch, Werner: Das sentimentalische Bild, München: Beck 1993, S. 35
Zitationshilfe
„Desaster“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Desaster>, abgerufen am 11.12.2019.

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