Design, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Designs · Nominativ Plural: Designs
WorttrennungDe-sign
Wortbildung mit ›Design‹ als Erstglied: ↗Designlabel  ·  mit ›Design‹ als Letztglied: ↗Brillendesign · ↗Chipdesign · ↗Forschungsdesign · ↗Grafikdesign · ↗Industrialdesign · ↗Industriedesign · ↗Produktdesign · ↗Textildesign · ↗Untersuchungsdesign · ↗Web-Design · ↗Webdesign
 ·  mit ›Design‹ als Grundform: ↗designen
DWDS-Vollartikel, 2015

Bedeutungen

1.
äußere Erscheinung eines Gebrauchsgegenstandes oder eines grafischen Objekts als Ergebnis seiner Gestaltung
Beispiele:
Extrem schlichtes Design zeichnet die kleine Multimediabox [Spielkonsole] aus[…]. [Spiegel, 26.11.2015 (online)]
15 Länder beliefert das Familienunternehmen, zweimal im Jahr erscheinen neue Kollektionen [von Krawatten] mit je 200 Designs. [Bild, 23.12.2005]
1957 erschien der Taunus 17M [Automobil], dessen amerikanisches Design schnell mit dem Prädikat »Gelsenkirchener Barock« belegt wurde. [Hars, Wolfgang, Nichts ist unmöglich! Lexikon der Werbesprüche, Frankfurt a.M.: Eichborn 1999, S. 143]
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ein ansprechendes, ausgefallenes, extravagantes, futuristisches Design; ein intelligentes, minimalistisches, pfiffiges, schickes, zeitloses Design
mit Genitivattribut: Klassiker des Designs
als Genitivattribut: das Design eines Autos, Ladens, Modells, einer Webseite
mit Prädikativ: das Design ist modern, schlicht
in Präpositionalgruppe/-objekt: Sinn für Design
als Akkusativobjekt: ein Design entwerfen, entwickeln, verändern, anpassen
als Aktiv-/Passivsubjekt: das Design gefällt, passt, überzeugt
2.
nur im Singular
gestaltendes Entwerfen der Form eines Gebrauchsgegenstandes oder eines grafischen Objekts
Beispiele:
Die Mannschaft von »Tagesspiegel Online« hat das gesamte Design und […] auch die technische Entwicklung für den Relaunch selbst ausgeführt. [Der Tagesspiegel, 03.08.1999]
Der 27-Jährige studiert im dritten Mastersemester Design [als Disziplin] an der Hochschule für Bildende Künste […] in Hamburg. [Spiegel, 28.09.2015 (online)]
Nun ist ein Design, das vor allem darauf aus ist, daß der »User« sich gut fühlt, eine ambivalente Tätigkeit. Sie läßt sich genauso gut zur Erzeugung von unreflektiertem Vertrauen in problematische Techniken einsetzen. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.08.2006]
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: computergestütztes, industrielles Design
als Akkusativobjekt: Design studieren
in Koordination: Design und Produktentwicklung
3.
übertragen, Jargon, Wissenschaft strukturierter Plan, Entwurf, planvoll gestalteter Aufbau (für eine Untersuchung o. Ä.)
Beispiele:
Noch steht das wissenschaftliche Design für die Untersuchung nicht fest, vorstellbar sei aber etwa, das Abschneiden von Schülern […] zu testen. [Der Standard, 11.08.2009]
Zugleich beeilte sich das Unternehmen, in einer Pressemitteilung auf Distanz zu der Untersuchung zu gehen. Zwar habe man das verwendete Medikament sowie Geldmittel beigesteuert, sich aber weder am Design noch an der Durchführung der Studie beteiligt. [Die Zeit, 02.11.2009, Nr. 14]
Das »Zusammengetragene« versuchte zwar objektiv daherzukommen, doch beim genaueren Hinsehen wurden häufig Ergebnisse vermittelt, die wegen eines fadenscheinigen Designs der Studien gar keine eindeutige Aussage zu den Vorteilen der beschriebenen Medikamente zuließen. [Die Zeit, 06.04.2006, Nr. 15]
Unser theoretisches Design sieht Problemlösungsaktivitäten und Zielsetzung durch vermaschte Regelkreise miteinander verknüpft. [Hauschildt, Jürgen, Entscheidungsziele, Tübingen: Mohr 1977, S. 234]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Design · Designer
Design n. ‘zeichnerischer oder gestalteter Entwurf, gestalterische Ausführung’ (vornehmlich eines Industrieprodukts), Übernahme (20. Jh.) von engl. design ‘Plan, Absicht, Entwurf, Muster, Anlage, Anordnung’ (älter engl. disseigne, deseigne, 16. Jh.), das aus mfrz. dessein(g), dessin (s. ↗Dessin) entlehnt ist. Designer m. ‘Formgestalter’ (2. Hälfte 20. Jh.), nach gleichbed. engl. designer, Nomen agentis zum Verb engl. to design ‘ausdenken, planen, beabsichtigen, entwerfen, aufzeichnen, ausführen’, das auf afrz. desin(n)er, designer ‘bezeichnen’ (frz. désigner, auch ‘planen, beabsichtigen’), Entlehnung von lat. dēsīgnāre ‘bezeichnen, bestimmen, im Umriß darstellen, nachbilden’, zurückgeht, semantisch jedoch gleichermaßen mfrz. frz. desseigner, dessigner (s. ↗Dessin) fortsetzt.

Thesaurus

Synonymgruppe
Design · ↗Entwurf · ↗Konzept · ↗Konzeption · ↗Plan
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Design · ↗Formgebung · ↗Gestaltung
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Architektur Fotografie Funktionalität Grafik Komfort Kunst Kunsthandwerk Marketing Mode Technik Werbung ansprechend ausgefallen edel eigenwillig elegant entwerfen extravagant funktional futuristisch innovativ italienisch kopieren minimalistisch modern schick schlicht skandinavisch unverwechselbar zeitlos

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Design‹.

Zitationshilfe
„Design“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Design>, abgerufen am 21.10.2019.

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